Aus dem Labor

Backup/Restore – Neue Tape-Library

Der CMS betreibt einen zentralen Backup-Service auf Basis der Software Spectrum Protect (vormals Tivoli Storage Manager) von IBM. Die gesicherten Daten werden auf Bandkassetten gespeichert, wobei alle Daten aus Gründen der Datensicherheit sowohl im Erwin Schrödinger-Zentrum als auch im Grimm-Zentrum vorgehalten werden. Der Backup-Service wird von 300 Servern in der HU verwendet, die täglich 5-6 TB sichern. Das gesamte gesicherte Datenvolumen beträgt 750 TB.
Im Grimm-Zentrum wurde im September 2017 eine neue Bandspeicheranlage installiert, um die alte Anlage aus dem Jahr 2009 abzulösen. Die neue Anlage verwendet LTO-Bänder der 7. Generation mit einer Kapazität von 6 TB pro Band. Hierdurch steigt die Gesamtkapazität von 1500 TB auf 3000 TB, bei gleichzeitiger Reduzierung der Bandanzahl von 1900 auf 500. Neben der Kapazität erhöht sich auch die Übertragungsgeschwindigkeit von 120 MB/s auf 300 MB/s, so dass ein höheres tägliches Sicherungsvolumen möglich ist.

GitLab

GitLab (https://gitlab.com/) ist eine Web-Oberfläche für das Versionsverwaltungssystem Git (https://git-scm.com/) und eine freie Alternative zu GitHub (https://github.com). Es vereinfacht die Zusammenarbeit bei der Erstellung und der versionierten Verwaltung von Textdateien, insbesondere Quellcode. Des Weiteren bietet GitLab die Möglichkeit, Fehlerberichte einzureichen und zu bearbeiten sowie für jedes Projekt ein eigenes Wiki zur Dokumentation einzurichten. Die Zugriffsrechte für jedes Projekt können individuell oder über Gruppen eingestellt werden. Außerdem kann GitLab automatisch weitere Prozesse starten, die zum Beispiel nach dem Aktualisieren des Quellcodes diesen übersetzen und das Programm neu erstellen.
Seit Anfang September 2017 ist im CMS die neueste Version als Testsystem im Einsatz: https://scm.cms.hu-berlin.de.
GitLab wurde um eine Komponente erweitert, die das Einladen externer Nutzerinnen und Nutzer ermöglicht.

Weiterentwicklungen der HU-Box

Mittlerweile nutzen mehr als 2700 HU-Angehörige und Externe den Service der HU-Box auf Basis der Open-Source-Software Seafile als sichere und lokale Alternative zu Dropbox und Co. Seit Mai 2016 befindet sich die HU-Box im Pilotbetrieb.
Während dieser Zeit konnte das HU-Box-Team weitere Erfahrungen im Betrieb der HU-Box als virtuellem Seafile-Cluster in der vom CMS aufgebauten OpenStack Cloud sammeln sowie neue technische Entwicklungen umsetzen und ergänzende Funktionalitäten implementieren.
So ermöglicht beispielsweise seit Anfang des Jahres 2017 der Einsatz des Single-Sign-On-Systems Shibboleth und die Anbindung an die DFN-AAI-Föderation Angehörigen anderer deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Nutzung der HU-Box zur Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der HU. In einem weiteren Schritt sollen die Kooperationsmöglichkeiten auf die eduGAIN-Föderation ausgeweitet werden, um auch internationale Kooperationen unterstützen zu können. Des Weiteren arbeitet das HU-Box-Team hierbei auch an der Integration lokaler Gastzugänge über Einladungen, um Kooperationen zu ermöglichen, die über die genannten Föderationen derzeit nicht abgedeckt werden können.
Während des laufenden Pilotbetriebs wurden außerdem die Vorgaben zur Verbesserung der Barrierefreiheit der Website der HU-Box in enger Absprache mit den Seafile-Entwicklern umgesetzt und die Überprüfung der Barrierefreiheit wurde mehrfach durch die Schwerbehindertenvertretung (SBV) der HU getestet. In Kürze, so hoffen wir, wird eine endgültige Freigabe durch die SBV erfolgen.
Neben dieser Freigabe sowie der Erweiterung der HU-Box um neue Funktionen, wie beispielsweise die Verzahnung von Seafile mit einer webbasierten Online-Office-Lösung als Alternative zu Google Docs, hat die Konsolidierung von Stabilität und Sicherheit bei stetig steigenden Nutzerinnnen- und Nutzerzahlen Priorität, so dass eine seriöse Überführung vom derzeitigen Pilotbetrieb in den Regelbetrieb im Jahr 2018 erfolgen kann.

28. Februar 2018 | Veröffentlicht von cmsredakteur
Veröffentlicht unter CMS-Jahresbroschüre 2017/18

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