RAG-basierter Chatbot: Kartierung der Forschungslandschaft via RAG: Wie wir Forschung am IZ Digitalität und digitale Methoden am Campus Mitte auffindbar machen

Das Interdisziplinäre Zentrum für Digitalität und digitale Methoden am Campus Mitte (IZ D2MCM) widmet sich wesentlichen Zukunftsthemen in den digitalen Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, wie der Epistemologie der Digitalität, Künstlicher Intelligenz oder Research Data und Software Engineering. Als Forschungsinfrastruktur setzen wir mit Arbeitsgruppen, Veranstaltungen und Kooperationsinitiativen selbst Schwerpunkte, verstehen uns zugleich als Vermittlungs- und Beratungsinfrastruktur für Forschende. Wichtig ist für uns die enge Kooperation mit den zentralen Einrichtungen an der HU Berlin.

Das IZ D2MCM ist auch eine soziale Forschungsinfrastruktur, die die am Campus Mitte vertretenen Fakultäten und Institute dabei unterstützt, ihre exzellente und disziplinübergreifende Forschung mit dem Fokus auf Digitalität und digitalen Methoden weiterzuentwickeln. Ein erster Schritt dazu ist, die Vernetzung zu stärken und die Forschung an Digitalität und digitalen Methoden auffindbar und sichtbar zu machen. Damit ist die Kartierung dieser Forschungslandschaft eine dauerhaft relevante und stetig auszubauende Aufgabe, die auch Veranstaltungen oder Lehrangebote zukünftig mit einbeziehen kann. Ein dazu passendes erstes Pilotprojekt ist die Digital Literacy Course Map1: Diese bietet Studierenden der Fakultäten am Campus Mitte eine Moodle-basierte Erkundungskarte des HU-Kurskatalogs (AGNES).

Angefangen mit den Kompetenzen, Forschungsfeldern und Forschenden am IZ D2MCM ist also die zentrale Frage: Wer forscht an welchen Themen und Fragestellungen? Die Informationen dazu liegen an unterschiedlichen Orten, vielfältig aufbereitet und verschieden aktuell. Weiterhin unterscheiden sich Vokabulare und Darstellungsformen je nach Fachkultur und -schwerpunkt. Recherchen nach einzelnen Stichwörtern können entsprechend leicht die Ziele verfehlen, so dass relevante Projekte, fachliche Expertisen und Forscher:innen schwer gefunden werden.

Solche semantisch breiten bzw. unscharfen Suchen auf einer heterogenen Datengrundlage sind eine der Stärken von KI-Systemen mit Retrieval-Augmented Generation (RAG): Der abzufragende Informationsraum enthält für das Szenario spezifischen Datensätze, die mittels eines Chatbots konsultiert werden. Mit den KI-Tools und der engen Kooperation mit dem CMS können wir eine KI-Infrastruktur testen und haben zeitgleich die Möglichkeit, über Schulungen die Kompetenz im Umgang mit dieser Technologie zu erwerben. Für die Entwicklung einer solchen Kartierung nutzen wir die Daten unserer Mitgliederumfrage am Zentrum, die nach Forschungsfeldern und Affiliation fragt. So können bspw. in einem ChatBot Forschende am Campus Mitte durch ihre Forschungsfelder – gesucht mit einer semantisch weiten Anfrage wie „digitalen Theorien“ – gefunden werden (vgl. Illustration). Damit stärken wir die Sichtbarkeit der Forschenden, können gezielt Vernetzungen aufbauen und Schwerpunkte identifizieren. Ein erster Demonstrator wird für die Mitglieder des Zentrums zum Testen vorliegen. Eine Veröffentlichung eines Prototyps auf der Website des Zentrums2 ist geplant.

  1. https://izd2m.hu-berlin.de/content_de/students/students.html ↩︎
  2. https://izd2m.hu-berlin.de ↩︎
24. August 2026 | Veröffentlicht von cmsredakteur
Veröffentlicht unter CMS-Broschüre 02/26

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