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Smartboard Videotutorial für Angehörige der HU

Angehörigen der HU steht das Online Video Tutorial zur Handhabung eines Smartboards kostenfrei unter https://www.lynda.com/SMART-Notebook-tutorials/SMART-Board-Essential-Training/144078-2.html?org=hu-berlin.de zur Verfügung.

Weitere Details zum Zugang unter https://www.cms.hu-berlin.de/de/dl/software/lyndaCampus

8. August 2019 | Veröffentlicht von Franz Boczianowski | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Veranstaltungen, Whiteboard

Interaktive Whiteboards: neue Möglichkeiten im Unterricht – der erste Kontakt

Ich bin ein großer Fan digitaler, interaktiver Whiteboards. Angefasst, oder gar aktiv genutzt habe ich allerdings noch nie eines. Doch oft habe ich sie an der Schulwand hängen sehen, in einem Praktikum auch bereits in Benutzung erlebt und mich immer darauf gefreut sie selbst einmal nutzen zu können.

Ich arbeite viel digital, wie wohl fast jeder moderne Mensch heutzutage. Mein Smartphone begleitet mich stets überall hin. Mein Tablet Computer erlaubte es mir Notizen direkt in die Vorlesungsunterlagen meiner Studienmodule einzutragen und mein Laptop dient mir im Studium zur Erstellung langer Texte und umfassender PowerPoint präsentationen.

Dennoch verzichte auch ich nicht auf den klassischen Schreibblock. Notizen lassen sich doch oft anschaulich und leichter auf klassisches Papier bringen. Der Gebrauch eines Stiftes und eines Blatt Papiers ist oft einfach intuitiver, wirkt auch im Kopf, so bilde ich es mir jedenfalls ein, anders. Dinge werden vor dem eigenen Auge noch einmal wiederholt und besser im Gehirn abgespeichert. Aber vielleicht ist das einfach nur eine Sache der Übung, der Gewöhnung.

Doch was spricht dann, nach meinen unnützen Worten, für das interaktive Whiteboard und gegen die klassische Tafel, oder eben ein analoges Whiteboard?

Nichts…

aber gleichzeitig doch so vieles.

Die Nutzung digitaler Medien bedeutet für mich nicht den Verzicht auf das Analoge. Es ist vielmehr eine Ergänzung, eine Chance und Erweiterung der Möglichkeiten ohne dabei bewährtes zu verlieren.

In meinen Augen sollte jede Schule in Deutschland in jedem Klassenraum ein interaktives Whiteboard besitzen. In meinen Augen sollte jede Schule in Deutschland in jedem Klassenraum aber auch gleichzeitig eine klassische Kreidetafel, oder ein analoges Whiteboard zur Verfügung haben.

 

Die Möglichkeiten

Als angehender Biologie- und Chemielehrer sind interaktive Whiteboards ein Traum. Eine große Tafel, an die ich meinen Computer anschließen kann und beliebige Software nutzen kann. Eine Leinwand mit integriertem Computer, die über die Möglichkeit verfügt Abbildungen wie dreidimensionale Modelle von Organen, Zellbestandteilen, oder chemischen Strukturen darstellen zu lassen und Schülerinnen und Schülern (SuS) die Möglichkeit geben diese Modelle und Strukturen frei zu drehen und deren Funktionsweisen somit viel anschaulicher zu betrachten, als es ein klassisches Tafelbild, oder ein Buchdruck könnte.

Beschriftungen lassen sich direkt an der digitalen Tafel ergänzen und eröffnen der Lehrkraft auf diese Weise schnelle, neue Wege mit den Schülern zusammenhänge zu erschließen und deren Wissen abzufragen.

Desweiteren lässt sich die Technik auch als klassischer Beamer einsetzen und es können Lehrvideos, oder Dokumentationen der Klasse vorgespielt werden.

Ich fotografiere sehr gerne Pflanzen und Tiere und nutze diese (eigenen) Bilder dann auch gerne für meine Arbeitsmaterialien in der Schule. Die Möglichkeiten sind ohne interaktives Whiteboard jedoch recht begrenzt. Ich kann zwar mittels Beamer (meist nur in einzelnen Medienräumen) meine Bilder präsentieren, oder diese (dann meist in schwarz/weiß) auf Arbeitsblätter drucken, doch eine interaktive Nutzung ist ausgeschlossen.

Hier eröffnen die Whiteboards neue Möglichkeiten. Ich kann meine eigenen Bilder und Videos nutzen. Kann selbstständig vollständige Tiere oder Pflanzen zeigen, oder nach Bedarf auch nur auf wichtige Details eingehen. Ich könnte zB. bei Insekten gezielt nur gewünschte Körperteile fotografieren und so beispielsweise bei Bienen oder Libellen die speziellen Mundwerkzeuge in hoher Auflösung darstellen und von den Schülern beschriften lassen.

Auch ist es möglich die Schüler selbst, sei es als eine Art Hausaufgabe, oder bei Wandertagen Fotos schießen zu lassen und diese später im Unterricht zu verwenden. Jeder Schüler könnte dabei einen eigenen Arbeitsauftrag erhalten und unterschiedliche Fragestellungen bearbeiten. Was dann als „starre“ Plakatarbeit präsentiert werden kann, kann mit den Whiteboards interaktiv geschehen. Die Präsentation der Arbeit über das Whiteboard umfassender gestaltet werden, als in der reinen Schülerpräsentation, oder als Plakat. Korrekturen, Änderungen und Verbesserungen können durch die SuS gemeinsam erarbeitet werden und außerdem glaube ich, dass der Einsatz selbstgesammelter Bilder und Eindrücke die Unterrichtsqualität in vielerlei Hinsicht voran bringt und auch die SuS im höchsten Maße anspricht und motiviert.

 

Erfahrungen des ersten Ausprobierens

Dieses Uni-Seminar gestattete mir nun endlich erste eigene Erfahrungen mit dem interaktiven Whiteboard.

Es gibt verschiedene Hersteller von interaktiven Whiteboards, das belebt zwar das Geschäft, fördert neue Technologien und Innovationen, erschwert aber die Einheitlichkeit in deutschen Schulen.

Das von mir genutzte Board stammt von der Firma Smart Technologies und heißt nicht Whiteboard, sondern Smart Board (Produktseite: https://education.smarttech.com/de-de/products/smart-board-800).

Multitouch ermöglicht es mit zwei Händen, oder mehreren Personen gleichzeitig am Smart Board zu arbeiten. Die Gesamte Fläche des Boards ist dabei nutzbar und mit den beiligenden Stiften (werden automatisch erkannt) oder den eigenen Fingern, ist die Bedienung, gerade für heutige SuS in Zeiten von Smartphones, absolut intuitiv.

Der Anschluss des Computers gelingt schnell und einfach, die eigens entwickelte Software läuft flüssig und Eingaben  nahezu verzögerungsfrei, ein häufig angesprochenes Problem bei vielen Boards.

Es gibt je nach Unterrichtsfach oder Thema vorgefertigte Tabellen, Abbildungen, Aufgaben und Lernspiele, welche auch direkt am Board bearbeitet werden können und unterschiedliche Niveaustufen ansprechen.

Besonders beeindruckt haben mich die 3D-Objekte. So gibt es für die Biologie beispielsweise dreidimensionale Abbildungen des menschlichen Ohrs. Dieses lässt sich in jede Richtung um 360° drehen, zeigt somit jede Struktur auch von „hinten“ und veranschaulicht den Aufbau exzellent. Im Unterricht kann den SuS damit einerseits der Aufbau vorgestellt werden, andererseits kann vorhandenes Wissen übertragen und durch die Lehrkraft auch direkt angefragt werden und am Smart Board Strukturen beschriftet werden.

Der große Vorteil ist dann, das die im Unterricht erarbeiteten und am Smart Board festgehaltene Arbeit digital abgespeichert werden kann. So lässt sich auch in späteren Unterrichtsstunden auf diese Arbeit zurückgreifen und solche smarten Tafelbilder den Schülern digital „mitgeben“.

An das Smart Board lässt sich weiteres, passendes Zubehör anschließen. So gibt es eine, in meinen Augen jedoch viel zu große und schwere, externe Kamera. Sie lässt sich vor allem als eine Art Overheadprojektor nutzen. Hier würde ich aber eher auf andere Lösungen zurückgreifen, die flexibler und unter Umständen auch günstiger sind. Da man das Bild vom verwendeten Computer auf das Smart Board spiegeln kann, würde ich persönlich eher eine eigene Kamera mit dem Computer verwenden und das Bild auf das Board werfen lassen. Auch lässt sich auf diese Weise ein Mikroskop verwenden, welches es, meines Wissens nach, nicht speziell für das Smart Board gibt.

 

persönliches Fazit

Meine Erwartungen an das interaktive Whiteboard wurden durch meine ersten praktischen Erfahrungen am Smart Board bestätigt.

Nutzen eigener Bilder, 3-dimensionale Objekte, interaktives Arbeiten, digitales Speichern von Tafelbildern… all dies lässt sich mit dem Smart Board bewerkstelligen und erweitert den bisherigen Unterricht mit klassischen Tafelbild ungemein.

Natürlich bedarf es bei all der Begeisterung auch einiger kritischer Worte. So erfordert der umfangreiche und effiziente Umgang mit den neuen Technologien stets (teure) Schulungen der Lehrkräfte. Ebenfalls dürfen die Anschaffungs- und Unterhaltskosten für die Schulen nicht vernachlässigt werden. Die Lesbarbarkeit von Projektor-Systemen ist zu bedenken. Oft müssen Räume abgedunkelt werden, wenn zuviel Sonnenlicht eintritt (dauerhafte Abdunklung nicht erlaubt). Denkt man aber an die Lesbarkeit von Kreidetafeln, so findet sich auch dort ausreichend Diskussionsstoff. Wie alle technischen Geräte sind auch die interaktiven Whiteboards nicht unverwüstlich, auch hier können Defekte auftreten, oder zeitweise technische Störungen. Auch ist ihre Lebenszeit begrenzt, was wiederum bei der Finanzierung zu beachten ist. Technologien entwickeln sich weiter, neue Funktionen kommen hinzu und Neuanschaffungen kosten Geld.

Da gute Bildung in meinen Augen jedoch das Fundament einer modernen, erfolgreichen Gesellschaft ist, darf hier nicht an der falschen Stelle gespart werden.

6. Februar 2018 | Veröffentlicht von Nikolas Denk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Whiteboard

Literaturbericht zu: „Mit Whiteboards unterrichten – Das neue Medium sinnvoll nutzen“

Meine eigenen Erfahrungen aus dem Praxissemester haben mich in der Annahme bestätigt, dass interaktive Whiteboards immer populärer werden und zunehmend Bestandteil des alltäglichen Unterrichts werden.  Die technischen Voraussetzungen sind in einer Vielzahl der Schulräumlichkeiten bereits gegeben, jedoch mangelt es in weiten Teilen der Lehrerschaft noch an praktischer Übung mit deren Umgang. An dieser Stelle bieten einige Verläge Unterstützungsmöglichkeiten für die Lehrerinnen und Lehrer in Form von praxisorientierter Literatur an. Im Nachfolgenden soll dazu stellvertretend das Buch „Mit Whiteboards unterrichten“ von Jürgen Schlieszeit (Pädagogik Praxis, BELTZ Verlag, Weinheim und Basel, 2011) vorgestellt werden.

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15. Januar 2018 | Veröffentlicht von Laura-Jane Habermann | Kein Kommentar »
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