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GPR Newsletter – September 2017

Gesamtpersonalrat der Humboldt-Universität zu Berlin

Newsletter des GPR – September 2017

Themen:
1. Aus dem „Monatsgespräch“ des GPR mit dem Vizepräsidenten für Haushalt vom 24.07.2017

2. Aus der Arbeit der AG IT

3. Aus der Arbeit der AG Gesundheit

4. Initiierung der Podiumsveranstaltung „Vereinbarkeit von Beruf und Familie für den Wissenschaftlichen Nachwuchs an der HU“ durch den GPR

5. Arbeitsfähigkeit des Personalrates der studentischen Beschäftigten gefährdet!

Der Gesamtpersonalrat (GPR) versendet ab sofort in unregelmäßigen Abständen aktuelle Informationen an die Beschäftigten der HU, um zeitnah und direkt über die Arbeit des GPR zu informieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns auf Ihre Anregungen und Kritik.

1. Aus dem „Monatsgespräch“ des GPR mit dem Vizepräsidenten für Haushalt vom 24.07.2017

– Thema Gesundheit
Herr Kronthaler betonte die Bedeutung und Zuständigkeit des Arbeitgebers für den Gesundheitsschutz. Führungskräfte müssen geschult werden. Das wird Bestandteil des Personalentwicklungskonzeptes. Die Universitätsleitung setzt dazu eine Steuerungsgruppe ein. Vorschlag: Zusammenarbeit mit Krankenkassen zur Erarbeitung des Plans für ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Die HU wird sich dem Gesundheitstag weiter annehmen. Es wird erwogen, den Gesundheitstag dezentral in den einzelnen Standorten durchzuführen.

– Thema Vakanz eines Suchtbeauftragten
Herr Kronthaler hob die Aufgabe, die Besetzung der vakanten Stelle hervor,bei 2500 Mitarbeitern ca. 100 – 150 Mitarbeiter betroffen sein könnten. Die AG Gesundheitsförderung der HU, die sich mit dieser Thematik beschäftigt, muss kompetent besetzt werden. Die Koordinierung liegt bei der Personalabteilung.

– Konfliktprävention
Die Kommission zur Konfliktprävention hat noch keine Konfliktberater an der HU bestellt, obwohl es in der „Richtlinie des Präsidenten sowie Dienstvereinbarung zwischen dem Präsidenten und dem Gesamtpersonalrat für ein respektvolles Miteinander an der HU“ vorgesehen ist.

2. Aus der Arbeit der AG IT

– Rahmendienstvereinbarung IT-Verfahren (IT-RDV)
Der Gesamtpersonalrat ist in regelmäßigen Gesprächsterminen und Verhandlungen mit der Universitätsleitung bemüht, die einzelnen, noch verbliebenen Unstimmigkeiten im Entwurf der IT-RDV zu klären, und mit dem Abschluss der IT-RDV voranzukommen. Die noch nicht abgeschlossene Diskussion zur IT-RDV lässt die Erarbeitung der Dienstvereinbarung zur Einführung von SAP/ERP (Enterprise-Resource-Planning) ebenfalls stocken. Denn erst wenn der Rahmen für die Einführung, Erweiterung bzw. Änderung von IT-Verfahren geklärt und abgesichert ist, können wir effektiv und gründlich jedes Einzelverfahren diskutieren und zuverlässig einführen. Die verantwortungsbewusste Wahrnehmung, beispielsweise des Rationalisierungsschutzes der Beschäftigten, ist uns ein wichtiges Anliegen.
Auch bei der Einführung von IT-Verfahren müssen Themen wie Schulungsmaßnahmen, Datenschutz, Barrierefreiheit und die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze inklusive der Software-Ergonomie berücksichtigt werden und abgesichert sein. Dies erreichen wir mit dem Abschluss von Dienstvereinbarungen. Die Beschäftigten sollen nach allen uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vor Überlastung, Überforderung und extensiver Datenübermittlung sowie Kontrolle geschützt werden.

– Einführung ERP/SAP „humboldt gemeinsam“ – ERP/SAP ist ein Produkt des Software-Unternehmens SAP.
Zum Erfahrungsaustausch für die Einführung von SAP trafen sich erstmalig am 13.07.2017 Vertreter*innen unseres GPR mit den Kolleg*innen des Personalrats der TU Berlin, die uns bei der Einführung von SAP ein gutes Stück voraus sind und über ihre positiven sowie negativen Erfahrungen ausführlich berichten konnten. Wir haben einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch verabredet, auf den wir uns sehr freuen!
Mit dem Projektkoordinator zur Einführung von ERP/SAP an der HU, Herrn Naumann, traf sich die IT-AG des GPR am 02.08.2017 zur Abstimmung eines gemeinsamen Arbeits- und Zeitplans für die Ausarbeitung einer Dienstvereinbarung für SAP (SAP-DV). Aus unserer Sicht sind folgende fünf Punkte bei der Einführung von ERP/SAP an der HU besonders wichtig:
1. Abschluss und Umsetzung der IT-RDV als Grundlage zur Einführung von ERP/SAP
2. Datensicherheit und Datenschutz (DSGVO – EU-Datenschutz-Grundverordnung ab Mai 2018)
3. Barrierefreiheit, Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit des Softwaresystems
4. Mitbestimmung bei der Einführung von ERP/SAP
5. Schutz der Beschäftigten vor Überlastung und Regelungen zur Kompensation
Aus Sicht des GPR ist die Voraussetzung für eine SAP-DV die Umsetzung der IT-RDV. Anfang September 2017 fand ein weiteres Treffen zu SAP/ERP statt. Wir stellten die Planung zur Mitbestimmung seitens des GPR vor. Eine Agenda der Veränderungen wird notwendig. Der GPR schlägt vor, Herrn Naumann im Rahmen der Personalversammlung am 21.11.2017 zum Thema „SAP/ERP –
humboldt gemeinsam“ einzuladen.

3. Aus der Arbeit der AG Gesundheit

Die Arbeitsgruppe Gesundheits- und Arbeitsschutz des GPR ist ständig bemüht, den Arbeitsschutzausschuss des Arbeitgebers nach den gesetzlichen Grundlagen, die verpflichtend sind, zu beobachten und wenn nötig einzugreifen. In den Sitzungen werden Anfragen durch den GPR gestellt, z.B.:

1. Die Umsetzung des Arbeitsschutzmanagements. In den Monatsgesprächen des GPR mit dem Vizepräsidenten für Haushalt wurde auf die Rolle der Führungskräfte hingewiesen und folgende Frage gestellt: Welche Schritte sollten zur Delegation der Pflichten des Arbeitsschutzes sowie zur standardmäßigen Dokumentation der entsprechenden Tätigkeiten unternommen werden?

2. Überlastanzeigen – der GPR erhält in letzter Zeit vermehrt Informationen zu Überlastanzeigen. Auch der Krankenstand ist in einzelnen Abteilungen dramatisch. Darauf sollte reagiert und ggf. Schlussfolgerungen gezogen werden. Wir bitten die Universitätsleitung eine Übersicht der Überlastanzeigen in den letzten drei Jahren in der Universitätsverwaltung mit der Zuordnung zu den Abteilungen zu erstellen und über den Krankenstand zu informieren. Wir warten auf Antworten!

4. Initiierung der Podiumsveranstaltung „Vereinbarkeit von Beruf und Familie für den Wissenschaftlichen Nachwuchs an der HU“ durch den GPR
Die geplante Podiumsveranstaltung „Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Wissenschaftlichen Nachwuchs an der HU“ des Familienbüros und der zentralen Frauenbeauftragten wurde von den Mitgliedern des GPR über die Kommission Familienfreundliche Hochschule (KFH) initiiert und in der Folge mitgeplant. Sie wird am 21.11.2017 nach der Personalversammlung um 13.00 Uhr im Senatssaal der HU stattfinden.
Zielgruppe sind: Studierende, Doktorand*innen und Habilitand*innen sowie weitere wissenschaftliche Beschäftigte.

Der Impuls entstand aus dem in diesem Jahr vorgelegten „Bericht zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Hochschul- und außeruniversitären Forschungssektor“ des Bundesministeriums für Forschung: „Die Familiengründung und der Beginn der beruflichen Laufbahn fallen zeitlich oft zusammen. Diese Zeitspanne wird auch als Rushhour des Lebens bezeichnet, da im Alter von 30 bis 42 Jahren sehr viele Entscheidungen getroffen und realisiert werden, die das weitere Leben stark beeinflussen. In dieser Phase gilt es, die vielfältigen und mitunter auch in Konflikt stehenden Ansprüche des Familien- und Berufslebens zu vereinbaren. Dies trifft grundsätzlich auf alle Berufsgruppen zu. Inwiefern und mit welchen Besonderheiten dies für den wissenschaftlichen Nachwuchs gilt, wird als Themenschwerpunkt im Bundesbericht zum wissenschaftlichen Nachwuchs 2017 (BuWiN) diskutiert.“ (BuWiN, Begleitstudie im Rahmen des Bundesberichts C1 ).

5. Arbeitsfähigkeit des Personalrates der studentischen Beschäftigten gefährdet!
Der GPR unterstützt die Initiative des Studentischen Personalrates der HU bezüglich der Aufstockung der Freistellungsstunden der Mitglieder des Personalrates in dem Maße, dass die anfallende Arbeit im Gremium sachgerecht erledigt werden kann. An der HU sind fast 2000 studentische Beschäftigte tätig, die mit ihrer Arbeit die Lehre und Forschung an der HU erheblich unterstützen. Die befristeten Einstellungen müssen durch den Personalrat der studentischen Beschäftigten vorbereitet werden können und Sitzungstermine müssen die Freistellungen einschließen. Das kann nur durch die Erhöhung der Freistellungsstunden für die Personalratsmitglieder verwirklicht werden!

13. September 2017 | Veröffentlicht von Uta Hoffmann
Veröffentlicht unter Allgemein
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