Forschung und Familie – das geht? Bericht von der Podiumsveranstaltung

Am 21.11. wurde im Senatssaal der Humboldt-Universität die Podiumsdiskussion “Forschung und Familie – geht das?” mit einem Impulsvortrag von der Autorin der  BuWin Studie Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Hochschul- und außeruniversitären Forschungssektor  Frau Dr. Anja Wegner eingeleitet. Der Vorsitzende der HU-Kommission Familienfreundliche Hochschule Professor Heger moderierte die dreistündige Veranstaltung.

Es wurde verabredet, dass die in der Veranstaltung diskutierten Anregungen und Forderungen an den Vizepräsidenten zu einem gesonderten Termin durch die Teilnehmer/innen des Podiums übergeben werden. Diese finden Sie zusammengefasst am Ende des Artikels:

Professor Heger stellte zu Beginn bereits etablierte Ergebnisse der Familienförderung für Wissenschaftler/innen in Schwerpunkten vor. Hier

Dr. Antje Wegner eröffnete mit der Frage, ob man Vereinbarkeit messen kann?
Ein wichtiger Parameter ist die gewünschte und realisierte Familiengründung bzw. die reale Kinderlosigkeit der Wissenschaftler/innen.
Weitere Marker sind die subjektive Vereinbarkeit, die Work-Life-Ballance, die Wahrnehmung von Belastung und natürlich die Unterstützung von Partnern.
Das Bedürfnis nach flexibler Arbeitszeit ist dabei ganz zentral als Wunsch der Betroffenen.
Die Organisationsentwicklung hat großen Einfluss auf Verbesserung der familienfreundlichen Bedingungen. Weitere  Faktoren sind Vernetzung, Personalentwicklung und Führung.
Bei der Betrachtung der Maßnahmen und auf der Suche nach passenden Maßnahmen muss nach der substanzielle Mehrwert dieser eingeschätzt werden.
Im Zentrum stehen auch an der HU die flexible Arbeitsgestaltung, die Vertretungsproblematik der Arbeit, die Sensibilisierung von Führungskräften, die systematische Verankerung in der Personalentwicklung und die maximale Auslegung von Arbeitsvertragszeiten.

In der folgenden Podiumsdiskussion wurde ein Katalog von Forderungen an die HU diskutiert, die – wie schon erwähnt- nach einer noch zu erfolgenden  Abstimmung unter den Podiumsteilnehmer/innen dem Vizepräsidenten für Forschung übergeben werden.

–    Auslegung des WissZeitVG so familienfreundlich wie möglich (Modell der Hamburger Universität.
–    Unterschiede zwischen Haushaltsstellen und Stipendien versuchen aufzulösen
–    Familybudgeting und Familienpolitische Komponente auch hier durchgängig einführen.
–    Verbindliche Aussage vom Arbeitgeber für mögliche 2 Jahre Verlängerung zu bekommen.
–    Elterngeld für Promovierende, auch auf Stipendium.
–    Kita in Adlershof.
–    Statusgruppe der Promovierenden in den HU Gremien einführen.
–    Forderung an den Senat von Berlin das Elsa-Neumann Promotionsstipendium auf Standard anderer Stiftungen bringen in bezug auf die Familienkomponente zu bringen (Verlängerungsmöglichkeit um 1 Jahr).
–    Definition: Was bedeutet Familiengerechte Personalführung im wissenschaftlichen Bereich?-    Diversität sollte alle Bereiche durchdringen.

Podiumsteilnehmer/innen waren: zwei Doktoranden/innen mit familiären Verpflichtungen, eine Postdoktorandin mit klarem politischem und familiären Engagement, der Personalratsvorsitzende, die Frauenbeauftragte – namentlich Herr Thierfelder, Frau Bajwa, Frau Dr. Krüger,  Frau Dr. Wegner, Herr Dr. Rainer Hansel und Frau Dr. Fuhrich-Grubert.

23. November 2017 | Veröffentlicht von Uta Hoffmann
Veröffentlicht unter Allgemein

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