Newsletter des GPR – September 2018


Themen:
1. Kommentar des GPR zum “Humboldt Dialog” – Veranstaltung am 13.06.2018
2. Treffen der Erweiterten Steuerungsgruppe “humboldt gemeinsam” für die Einführung von SAP am 27.06.2018
3. Bieterpräsentation für die Umsetzung von SAP an der HU am 02.08.2018
4. Erinnerung: Informations-Café des Familienbüros zum Thema “Pflege von Angehörigen” am 26.09.2018
5. Einführung neuer IT-Verfahren und -Systeme

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1. Kommentar des GPR zum “Humboldt Dialog” – Veranstaltung am 13.06.2018

https://www.hu-berlin.de/de/beschaeftigte/hu-im-dialog/hu-im-dialog-ihre-fragen

Der Humboldt-Dialog ist eine gute Sache. Die Mitarbeiter*innen kommen ins Gespräch mit der Universitätsleitung, werden ermuntert ihre Fragen zu stellen und diese werden beantwortet.
U.E. wurde durch das Projekt “humboldt gemeinsam” mehr angestoßen und dieses “mehr” bedarf eines konkreten und nachhaltigen Veränderungsmanagements. Zwei Schwerpunkte sehen wir neben den Managemententscheidungen für die Beschäftigten: Ein entsprechendes Personalentwicklungskonzept muss zu Grunde gelegt werden und die Arbeitsabläufe sind im Einzelnen zu überdenken. Fragen der Beschäftigten, die wir als GPR nochmal aufgreifen möchten, gehen in diese Richtung: “Warum werden nicht die vorhandenen Strukturen und das Personal weiterentwickelt und fit für zukünftige Aufgaben gemacht?”, “Wie soll die Personalentwicklung und Professionalisierung in den Fakultäten erfolgen? Stichwort: Third Space!”.
Aus diesen beiden Fragen ist ersichtlich, welche Sorgen unsere Beschäftigten haben. Sie werden seit Jahren in der Diskussion um unausgewogene Ansätze von Personalentwicklungskonzepten immer mal wieder mit neuen Vorschlägen konfrontiert, aber nicht kontinuierlich und schon gar nicht im Dialog. Hinweise aus der Diskussion zur Umsetzung des Projektes “humboldt gemeinsam” sind richtig. Dieses Projekt wird Auswirkungen auf die Arbeit der meisten Mitarbeiter*innen haben. Aber was passiert mit denen, die nicht beteiligt sind?
Der Verweis auf die allgemeinen Schlagworte aus der Personalentwicklung: “Es bedarf u.a. effektiveren Handelns in Verwaltungsprozessen, digitalisierter Abläufe, einer einheitlichen Daten-Governance, transparenterer Kommunikations- und Informationsstrukturen und Zuständigkeiten und einer insgesamt optimierten Wissenschaftsunterstützung.” reicht nicht aus für alle Beschäftigten! Dass “die Personalentwicklung in den Fakultäten in ihren Grundzügen wie auch in allen anderen Bereichen erfolgen soll.” reicht so ebenfalls nicht aus!
Das seit zwei Jahren im Entwurfsstadium befindliche Personalentwicklungskonzept wird nicht offen und nachhaltig diskutiert. Alle kleinen Erfolge auf das Projekt “humboldt gemeinsam” auszurichten, ist u.E. nicht der große Wurf eines “Humboldt Dialogs”.

2. Treffen der Erweiterten Steuerungsgruppe “humboldt gemeinsam” für die Einführung von SAP am 27.06.2018

Für die Sitzung waren folgende Tagesordnungspunkte geplant:
– Aktueller Stand  und weitere Planung
– Vorstellung Schulungskonzept (Programm und GPR)
– Vorstellung Key User Konzept (Programm und GPR)

Die Sitzung fand mit Herrn Kronthaler (VPH), Verwaltungsleiter*innen, Projektmitarbeiter*innen, Abteilungsleitern und Vertretungen der Personalräte, Schwerbehindertenvertretung und Frauenbeauftragten statt.
Der Stand der Planung zur Einführung von SAP wurde von dem Zeitpunkt des Bieterentscheids zur Einführung einer noch nicht ausgewählten Firma ab dem 3. August von Herrn Naumann beschrieben. Das Projekt sieht eine erste Implementierung von Bewerbungs- und Organisationsmanagement im 1. Quartal 2019 vor. Beschaffungsmanagement und Rechnungswesen sind für den 01.01.2020 und danach geplant.
Das dem Zeitplan angepasste Veränderungsmanagement wird von der Projektleitung mit den Projektgruppen im Juli weiter diskutiert.
Der GPR (AG SAP) hat das Schulungskonzept und Key User Konzept gemeinsam mit dem externen Sachverständigen Prof. Holl erarbeitet und intern mit Herrn Naumann mehrmals besprochen. Unsere gemeinsame Präsentation, die daraus entstanden ist, wurde der erweiterten Steuerungsgruppe von Uta Hoffmann vorgestellt und diskutiert. Der Konsens überwog bei weitem.
Der GPR stellte jedoch einige klare Forderungen in den Raum:
– Das Schulungskonzept ist mitbestimmungspflichtig.
– Schulungen sind Weiterbildungen für die Endanwender*innen von SAP, die durch die HU geplant und organisiert werden und in der regulären Arbeitszeit stattfinden müssen.
– Es müssen Grundschulungen (ca. 1 Tag), aufgabenabhängige Schulungen (ca. 4-5 Tage), fortlaufende Schulungen nach Lernbedarf und Reflexionsmöglichkeiten angeboten werden.
– Dazu sind Benutzerhandbücher und Lehrmaterialien in Deutsch (und Englisch) zur Verfügung zu stellen.
– Ein Helpdesk (Beratungshotline) ist einzurichten.
– Die Fehlerdokumentation ist vorzubereiten.
– Key User müssen zeitnah in die Projektarbeit einbezogen werden.
– Key User sollen für den Anteil ihrer Arbeit als Key User (ca. 60 %) mit E13 vergütet werden.
– Jede Fakultät sollte eine*n Key User haben, um auch zwischen den Fakultäten Vertretungsregelungen zu schaffen.
– Key User müssen weitergebildet werden, auch bezüglich ihrer didaktischen Fähigkeiten.
– Die Qualifikationsanforderungen an Key User sind definiert.
– Key User sollten keine befristeten Beschäftigungsverhältnisse haben.

Wenn Sie Bedarf zur Erläuterung bezüglich des Key User Konzeptes und Schulungskonzeptes haben, kommen Sie gerne auf uns zu. Wir kommen zu Ihnen in Ihr Institut und veranschaulichen Ihnen gerne die Konzepte. Inhaltlich können wir derzeit noch keine Fragen beantworten, da die Implementierungsphase wahrscheinlich erst ab September konkretere Züge annehmen wird.

In diesem BLOG-Artikel sind die zwei Übersichten zum Schulungskonzept und zum Key-User-Konzept enthalten:
https://blogs.hu-berlin.de/hu_gpr/2018/07/06/treffen-der-erweiterte-steuerungsgruppe-humboldt-gemeinsam-fuer-die-einfuehrung-von-sap/

3. Bieterpräsentation für die Umsetzung von SAP an der HU am 02.08.2018

Am 2. August war ein heißer Tag – im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum ging es selbst unter klimatisierten Raumtemperaturen heiß her: die SAP-Bieter stellten ihr Konzept der Umsetzung an der HU vor. Die Präsentation erfolgte aufgrund der vorangegangenen Gespräche, in denen die spezifischen Anforderungen der HU verhandelt wurden. Die Zuhörer – Beschäftigte der HU – waren bereits größtenteils vorher an den Bieterverhandlungen beteiligt. Es ergab sich an diesem Tag ein gutes Bild der Firma und ihrer Mitarbeiter. Sie zeigten ihr Können, Willen und das Engagement auf die Anforderungen und Wünsche der Humboldt-Universität einzugehen.

Der Gesamtpersonalrat hat die Bieterverhandlungen für die Einführung von SAP bislang vor allem mit dem Einsatz von Marc Beyer intensiv begleitet und unsere Forderungen bezüglich Datenschutz, Barrierefreiheit und Schulungsanforderungen in den Verhandlungen eingebracht. Wir bleiben weiter bei dem Thema aktiv und setzen uns bei dem Projekt “humboldt gemeinsam” für eine gesetzeskonforme, sinnvolle und für die Beschäftigten ohne Überlastung machbare Einführung der alles umfassenden Verwaltungssoftware SAP ein.

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich an Ihren Gesamtpersonalrat!

4. Erinnerung: Informations-Café des Familienbüros zum Thema “Pflege von Angehörigen” am 26.09.2018

Am Mittwoch, 26. September 2018, von 10:00 bis 12:00 Uhr, veranstaltet das Familienbüro zum ersten Mal ein Informations-Café zum Thema “Pflege von Angehörigen”: Idee dieses neuen Veranstaltungsformats ist es, die teilnehmenden Gäste mit verschiedenen Fachkundigen zum Thema zusammenzubringen sowie ihnen Zeit und Raum für individuelle Fragen sowie zur Vernetzung untereinander zu bieten.
Um mögliche Barrieren abzubauen, wird die Veranstaltung in einer ungezwungenen Atmosphäre außerhalb der üblichen Öffnungszeiten im Café “c.t.” im Hauptgebäude stattfinden. Der Veranstaltungsablauf ganz konkret: Anstelle von Vorträgen und Präsentationen werden unterschiedliche Thementische angeboten, an denen die Beschäftigten der HU sich einzeln oder auch in Gruppen rund um das Thema Pflege von Angehörigen, wie Organisation von Pflege, gesetzlicher Rahmen, Gesundheitsvorsorge, tarifliche Regelungen usw., informieren und beraten lassen können.

Weitere Informationen: https:/familienbuero.hu-berlin.de/de/familienbuero/info-cafe-pflege-von-angehoerigen

5. Einführung neuer IT-Verfahren und -Systeme

Der GPR ist bezüglich der Einführung bzw. Änderung von IT-Verfahren gemäß dem Personalvertretungsgesetz Berlin in der Mitbestimmung. Das bedeutet, dass wir hier nicht nur die Erfüllung der dienstlichen Aufgaben, sondern auch das Wohl der Beschäftigten im Blick haben.

Bei Einführung neuer IT-Verfahren und -Systeme an der HU sind bestimmte Werkzeuge und Maßnahmen anzuwenden, die durch den GPR gefordert werden – diese sind auf unserer Webseite zu finden:
– Fragebogen zum IT-Verfahren
– Grundsätze zur Prüfung und Gewährleistung der Gebrauchstauglichkeit

Zur Unterstützung können folgende Materialien herangezogen werden:
– Handbuch zur Gebrauchstauglichkeit
– Benutzerfragebogen zur Ergonomie
– Isonorm zur ergonomischen Beurteilung von Softwaresystemen

https://vertretungen.hu-berlin.de/de/gpr/themen/IT-Datenschutz/IT-Datenschutz

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Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des GPR
sowie auf dem Twitter-Kanal der HU-Personalräte:
https://hu.berlin/gpr
https://twitter.com/PersonalraeteHU

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Gesamtpersonalrat der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Sitz: Monbijoustr. 2b, 10117 Berlin
Tel.: 030 – 2093 46650
Fax: 030 – 2093 46646
E-Mail: gesamtpersonalrat@hu-berlin.de
Web: https://hu.berlin/gpr

3. September 2018 | Veröffentlicht von Uta Hoffmann
Veröffentlicht unter Allgemein
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