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Schluss mit den Selbsttäuschungen!

Wissenschaftspolitik  ·  02. Mai 2019

Quelle und weiterlesen: https://www.jmwiarda.de/2019/05/02/schluss-mit-den-selbstt%C3%A4uschungen/

Die finalen Stunden bei den Verhandlungen um die Wissenschaftspakte haben begonnen. Wenn Bund und Länder bereit sind, sich jeweils an entscheidender Stelle ehrlich zu machen, kann der Durchbruch heute Nacht gelingen.

HEUTE ABEND GEHEN die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern in Klausur. Kamingespräch nennt sich das Format, auch wenn es gar keinen Kamin im Bundesforschungsministerium gibt. Abseits des Protokolls wollen sie den Verhandlungsknoten durchstoßen, um am Freitag nach ihrer offiziellen Sitzung doch noch eine Einigung verkünden zu können. 

Der Erwartungsdruck ist gewaltig: Vom Ergebnis der sogenannten Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hängt ab, wie die Wissenschaft in den 20er Jahren finanziert werden kann. Wie eng das Korsett wird für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ob genug Luft für Bewegung und für neue Ideen bleibt. Drei Wissenschaftspakte und insgesamt über 100 Milliarden Euro stehen zur Abstimmung. Mit am Tisch sitzen auch mehrere Finanzminister, was die seit Monaten andauernde Suche nach einem Kompromiss noch schwieriger macht.

Doch es hilft nichts. Die Minister müssen liefern, das wissen sie. Ein Scheitern, erst recht an Scheitern am finanzpolitischen Hickhack, wäre ein fatales Signal für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft im Vorfeld eines womöglich heftigen Konjunktureinbruchs.  

2. Mai 2019 | Veröffentlicht von Uta Hoffmann
Veröffentlicht unter Allgemein
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