Bericht über den internen Kick-off des Projektes „humboldt gemeinsam“

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Vergangenen Mittwoch, am 08.05.2019, lud das Projekt „humboldt gemeinsam“ zur Einführung von SAP  zum internen Kick-off ein. Die interne Veranstaltung richtete sich an alle (bisherigen) Mitglieder der Projektorganisation und dauerte von 9 bis 15 Uhr. Wir vom Team des Gesamtpersonalrats waren mit drei Personen anwesend. Insgesamt nahmen etwa 40 Personen an der eintägigen Veranstaltung teil. Von Seiten der Humboldt-Universität war außerdem Herr Greb, der als Rechtsanwalt für die Vertragsausarbeitung mit der Firma Scheer beauftragt wurde, beteiligt. Wir möchten nun einen kurzen Überblick darüber geben, welche Diskussionen und Informationen des Kick-offs für Sie als Beschäftigte besonders relevant sind.

Herr Kronthaler hob in seinen einleitenden Worten die langfristige Bedeutung der SAP-Einführung für die Universität hervor. Zudem betonte er seinen Wunsch nach einer offenen Fehlerkultur an der Humboldt-Universität. Er ermunterte insbesondere die Teilprojektleiter*innen zum Mut, Entscheidungen zu treffen. Es sollte nicht nach dem Motto „Wer nichts macht, macht keine Fehler“ vorgegangen werden; im Gegenteil sollte gelten: „Wer nichts macht, macht den größten Fehler“. Beide, Herr Kronthaler und Herr Naumann, betonten außerdem, dass das Projekt auf dem Subsidiaritätsprinzip beruhe. Aufgaben und Probleme sollen zuerst von den Projektmitarbeiter*innen übernommen werden. Erst wenn auf dieser Ebene keine Lösung erreicht werden kann, soll die Ebene darüber einbezogen werden. Der Kick-off zum SAP-Projekt hat auch zum Ziel, dass nun ein „Ruck“ durch die Universität gehen müsse. Die Mitarbeit bei „humboldt gemeinsam“ sei ab jetzt verbindlich und der Firma Scheer als Leistung zugesagt.

Herr Naumann stellte im Anschluss die inhaltliche Einführung und den aktuellen Stand vor. Dabei kam es zu Diskussionen zu den Fragen, in welchem Umfang Mitwirkungspflichten von Seiten der HU-Mitarbeiter*innen gegenüber der Firma Scheer bestehen. Zudem wurde offen über das Leistungsverzeichnis und die Vertragsbedingungen gesprochen.

Der Rechtsanwalt Herr Greb erläuterte anschließend die Grundsätze des Vertrags mit der Firma Scheer und die verschiedenen Schritte in dem Projekt, die zur Freigabe der Zwischenergebnisse führen. Abschluss ist die Endabgabe der Leistung. Das alles ist im Leistungsumfang von Scheer abgesichert und im Vertrag eingepreist. Die Abgabe des fertigen Projektes ist für Scheer im Jahr 2023 terminiert.

Im Anschluss wurden die Teilnehmer*innen in fünf Gruppen unterteilt, welche zwischen fünf inhaltlichen Stationen rotierten. Hier wurden die Grundregeln des SAP-Projekts anhand konkreter Beispiele thematisiert. In den Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmer*innen mit der Projektleitung über die Inhalte des Vertrages mit Scheer aus und erhielten u. a. eine erste Idee davon, was es bedeutet, wenn im Projekt von „Service Level-Agreement“ gesprochen wird. Die Abläufe des Projektes und die Mitwirkungspflichten, die wir in der HU in dem Projekt haben, wurden erläutert und es konnten Fragen dazu gestellt werden.

Die Kleingruppen kamen am Ende zum großen Plenum zusammen, das von Herrn Naumann geleitet wurde. Dieser nahm sich den gestellten Fragen an, welche von den Teilnehmer*innen offen diskutiert wurden. Die Fragen drehten sich insbesondere darum, wie die Einführung von SAP zu schaffen sei, da bereits jetzt viele Mitarbeiter*innen überlastet sind. Abschließende Antworten konnten trotz der Verweise auf die Kompensationsleistungen nicht gegeben werden. Derzeit basieren die Kompensationsleistungen auf Schätzungen, die sich an den Erfahrungen an anderen Universitäten und eigenen Voruntersuchungen orientieren. Die genaue Ausgestaltung der Kompensation soll weiter in der Steuerungsgruppe besprochen werden, wobei hier einzelne Mitglieder der Steuerungsgruppe noch stärker in die Planungen einbezogen werden müssen. Generell trat mehrfach die Frage auf, wie die Entscheidungskompetenzen der Projektteams, der Steuerungsgruppe, der Projektleitung und der Universitätsleitung voneinander abgegrenzt werden können.

Fazit: Der interne Kick-off kam zur rechten Zeit. In den Diskussionen wurde deutlich, dass einige Fragen insbesondere bezüglich der personellen Ressourcen weiter bearbeitet werden müssen. Wir vom Gesamtpersonalrat bringen uns aktiv in diesen Prozess ein und werden das Projekt im Sinne der Beschäftigten weiterhin kritisch, aber konstruktiv begleiten.

13. Mai 2019 | Veröffentlicht von Miriam Siglreitmaier
Veröffentlicht unter Allgemein
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