Das berechtigte Misstrauen der Befristeten

Bildung und Politik  ·  17. Juni 2019

Quelle BLOG: https://www.jmwiarda.de/2019/06/17/das-berechtigte-misstrauen-der-befristeten/

“Frist ist Frust”: Die Politik sollte endlich eine umfassende Bestandsaufnahme bei Befristungen in der Wissenschaft machen.

Foto: pexels – cco.

ES IST EIN OFFENER BRIEF der offenen Enttäuschung. Ein “Gefälligkeitsgutachten” sei das, was das Bundesforschungsministerium da in Auftrag geben wolle, kritisierten die Unterzeichner die “sehr geehrte Frau Ministerin” Anja Karliczek. Und sie verkündeten: Da machen wir nicht mit.

Die Briefeschreiber, unter ihnen der Jenaer Soziologieprofessor Tilman Reitz, gehören zum sogenannten Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft, womit der Haupt-, – der einzige – Zweck dieses Bündnisses griffig zusammengefasst ist. Als neulich die Wissenschaftspakte ausgehandelt wurden, demonstrierten die Leute vom “NGA Wiss” vor Karliczeks Ministerium, sie hielten symbolisch ihre Kettenverträge in die Pressekameras und riefen das Motto ihrer (gemeinsam mit der GEW initiierten) Kampagne in die Mikrofone: “Frist ist Frust“.

In der Tat sind die Zahlen erschreckend: Der sogenannte wissenschaftliche Nachwuchs an deutschen Hochschulen ist zu rund 90 Prozent befristet beschäftigt. Zu den Eigenheiten deutscher Hochschulpolitik zählt dabei, dass dank der Kettenverträge selbst 40-Jährige in Abhängigkeit gehalten und insofern immer noch zum “Nachwuchs” gezählt werden.

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17. Juni 2019 | Veröffentlicht von Uta Hoffmann
Veröffentlicht unter Allgemein

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