Neuigkeiten des Institutes für Musik- und Medienwissenschaften

[15.12.16] „Selbstgespräche und ihre Medien“

Vortrag von Prof. Dr. Viktora Tkaczyk

mit anschließender öffentlicher Diskussion

am Donnerstag, 15.12.2016, 12.00 Uhr (s.t.)
in der Georgenstr. 47, Raum 0.12

5. Dezember 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

[17.02.17] GAME CIRCUITS #17

Operative Computerspielanalyse

Computerspiele(Computer(spiele))

Epistemologie der Computertechnologie-Simulation in Computerspielen

Die Untersuchung von „Medien in Medien“ besitzt eine lange Tradition innerhalb unterschiedlicher geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen. Von den Myse-en-Abyme-Theorien der Theaterwissenschaft über die Inter- und Paratextualitätsanalyse der Literaturwissenschaft bis hin zur Motivforschung der Film- und Fernsehwissenschaften untersucht sie das Zitieren von Medientechnologien und -inhalten in anderen Medieninhalten aus vor allem ästhetischer und phänomenologischer Perspektive. Trotz aller Grenzverwischung bleibt das dargestellte Medium in Hinblick auf seine „Medialität“ jedoch stets unterkomplex gegenüber dem es darstellenden Medium: Eine im Radio zu hörende Schallplatte lässt sich vom Zuhörer nicht als Schallplatte benutzen; ein im Roman zitierter Roman lässt den Leser die materiellen Nutzungsmöglichkeiten des Buches vermissen; ein im Fernsehen dargestellter Computer bleibt bloß ein auf seine Audiovisualität reduzierte Motiv.

Wie verhält es sich aber, wenn Computern in Computern selbst auftauchen? Der Computer als das erste Medium, das allein der Theorie entspringt, eskaliert aufgrund seiner hybriden Verfasstheit (nämlich als materielle Hardware und immaterielle Software ästhetisch „adressierbar“ zu sein) die Methoden der genannten Forschungstradition: Wenn eine allgemeine Turingmaschine jede spezielle Turingmaschine simulieren kann, dann können Computer, die in Computern aufgerufen werden, in Hinblick auf ihre Komplexität, Interaktivität und Medialität von ihren „Host-Computern“ ununterscheidbar und damit für den User nutzbar werden. Mit dieser Indifferenz „spielt“ der Computer als Simulationsmaschine.

Auf der Game-Circuit-Sitzung untersuchen wir den Aufruf von Computern in Computerspielen, indem wir diesen zunächst oberflächlich systematisieren: 1. Computerspiele, in denen Computer lediglich als Motiv auftauchen (z.B. der Computer GlaDOS in „Portal 2“). 2. Computerspiele, die dem Spieler an einen virtuellen Computer setzen und dessen Bedienung als Spiel deklarieren (z.B. das Hackingspiel in „Fallout 4“). Und 3. Computerspiele, die andere spielbare Computerspiele enthalten (z.B. „Zork“, das in „Call of Duty: Black Ops“ spielbar ist). Die Untersuchung dieser drei Kategorien geht zunächst von den traditionellen Methoden und Theorien medienwissenschaftlicher „Medien-in-Medien“-Analysen aus und versucht deren bei „Computern in Computern“ aufscheinende Defizite durch Methoden der Informatik und Computerarchäologie zu kompensieren. Anhand der unterflächlichen Code-Analyse eines Computerspiels in einem Computerspiel sollen die Host- und Gast-System als epistemische Objekte identifiziert und dadurch der Begriff des Computerspiels erweitert werden: Als Technologie, mit der Computer simuliert und damit zu ludischen Objekten werden.

Wie üblich wird das Treffen durch einen Vortrag eingeleitet und bietet sodann die Möglichkeit, die diskutierten Spiele auf historischen Original-Computersystemen nachzuspielen.

Beginn ist 17:00 Uhr (s.t.) im Signallabor (Raum 2.26, GEO 47)
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

13. Februar 2017 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

[09.01.17] Fundus Fundamentalis No. 4

DIE VERANSTALTUNG MUSS LEIDER AUSFALLEN, ÜBER EINEN NEUEN TERMIN WIRD RECHTZEITIG INFORMIERT!

Untitled II (Marianthi Papalexandri-Alexandri)

Marianthi Papalexandris work is situated at the intersections of composition, performance and sound art, by questioning and transforming the role and function of the instrument as a sound-generator. As a result, she has designed and realized new instruments, most of them mechanized sound devices. Her departure away from the more traditional forms has also led her to sound objects and sculptures that are able to produce sounds autonomously,
independent of a performer. She is fascinated by the idea of using the same materials and objects under different conditions, and the ways in which the context can influence these materials.

Her recent works Untitled series centered upon a unique friction instrument, that allows her to acoustically activate musical instruments, everyday objects and architectural space into resonant bodies.

In her presentation she will perform Untitled II, a sound artwork and performance with a frictional sound device developed in collaboration with kinetic artist
Pe Lang, and discuss the combination of the device with different materials as well as its application to different spaces and contexts to question the notion of the sound device.

The event is part of the new project Apparatus which aims to acoustically activate and transform spaces into resonant bodies by challenging architectural and site-specific contexts.  Apparatus is a collaboration with dramaturge Juliane Beck and is supported with a Work stipend New Music and sound art by the Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten Berlin.

Short CV

Marianthi Papalexandri-Alexandri is a Greek-born composer and sound artist working in Berlin, Germany and Ithaca, New York. Papalexandri’s works interweave the borderlines of sound art, musical composition, visual objects and performance and explore the factors that link these art forms. The world of sound and the visual appearance of her works are in continuous interaction, while being uncompromisingly precise, pure and economical in their means.

Montag, 09. Januar 2017, 16:00 Uhr
Medienarchäologischer Fundus (Am Kupfergraben 5, Souterrain)

http://marianthi.net
Facebook Event: http://fbl.me/ffno4mu

6. Dezember 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

[25.11.16] Einführung in das medienwissenschaftliche Arbeiten

Das zweite Seminar „Einführung in das medienwissenschaftliche Arbeiten“ beginnt am 25.11.

Weitere Informationen: https://agnes.hu-berlin.de/lupo/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=116906&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung

22. November 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

[17.10.16] Semestereröffnung und Einführungsveranstaltung

am Montag, den 17. Oktober 2016, 12 Uhr

Die Einführungsveranstaltung für den BA und MA Medienwissenschaft findet in der Georgenstraße 47, im Medientheater (EG links) statt.

  • Begrüßung der Studierenden und Eröffnung des Semesters durch Prof. Dr. Wolfgang Ernst und Prof. Dr. Wolfgang Mühl-Benninghaus
  • Vorstellung der Lehrenden
  • Kurze Einführung der Studiengänge (Module, Prüfungsmpdalitäten, Lehrveranstaltungsnachweise) durch die Studienfachberater des Fachgebietes Medienwissenschaft
  • anschließend stellt sich die Prkatikumsbörse Sprungbrett vor
12. Oktober 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

[17.10.16] Fundus Fundamentalis No. 3: Pentatonische Permutationen (Benjamin Heidersberger)

Semesterauftaktveranstaltung im Medienarchäologischen Fundus

Der Lehrstuhl für Medientheorien lädt anlässlich der diesjährigen Semestereröffnung am Montag, den 17. Oktober 2016 um 16:00 Uhr in den Medienarchäologischen Fundus zu einer Lecture Performance in der Reihe

Fundus Fundamentalis No. 3:

Pentatonische Permutationen (Benjamin Heidersberger)

Pentatonische Permutationen* ist eine algorithmische Klavierkomposition von Benjamin Heidersberger, die vor 14 Milliarden Jahren begann und weitere 16 Billionen Jahre dauert. Damit wird jeder Moment der Zeit einzigartig gekennzeichnet. Nach der letzten Permutation ist das Stück beendet.

Primzahlenlange pentatonische Tonleitern verschieben sich laufend gegeneinander in der Phase und erzeugen dadurch Narrationen; Melodiefragmente entstehen und vergehen. Aus den 66 möglichen Tonleitern wurde die mit den Intervallen 1-4-2-3-2 ausgewählt.

In der Installation verräumlichen vier Lautsprecher die gesampelten Steinway Flügel, die von einem Laptop mit Multichannel-Output gespielt werden. Ein Computerprogramm erzeugt die algorithmische Komposition als Midi-Events, die von einem Software-Synthesizer unter Linux gespielt werden.

In der Lecture-Performance werden Geschichte und Hintergründe der Komposition und Hard- und Software des Pentatonischen Permutations Players erläutert, dessen Elemente Algorithmus, Pentatonik, Raspberry Pi, Linux, der Software-Synthesizer fluidsynth mit Soundfonts, Midi, Spatialisierung und Zeitzeichensender sind.

Montag, 17.10.2016, 16:00 Uhr
Medienarchäologischer Fundus (Am Kupfergraben 5, Souterrain)
Fundus Fundamentalis No. 3
Pentatonische Permutationen von und mit Benjamin Heidersberger

www.pentatonic-permutations.de
Facebook-Event: http://fbl.me/ffno3pp

11. Oktober 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

[11.10.16] Information zum Studienbeginn Medienwissenschaft (B.A./M.A.)

Fragen zu Studienplanung und Stundenplan?

Am 11.10.2016 um 10 Uhr im Medientheater(Georgenstraße 47, 10117 Berlin)

…laden die Studienfachberater Sie ein, alle Ihre Fragen vor Semesterbeginn zu stellen und Antworten von uns und Ihren zukünftigen Kommilitonen zu bekommen.

22. September 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

Dr. Küssner veröffentlicht Studie zum Vokabellernen mit Hintergrundmusik

Leistungssteigerung beim Sprachenlernen mithilfe von Hintergrundmusik ist ein Thema, das Forscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten beschäftigt. Neuere Befunde legen nahe, dass Persönlichkeitseigenschaften, wie z.B. Introvertiertheit sowie Art bzw. Kontext der Aufgaben eine bedeutsame Rolle spielen. Ob es Musik gibt, die bei kognitiven Aufgaben, wie dem Lernen von Vokabeln leistungsfördernd wirkt, ist weiter umstritten.

Dr. Mats Küssner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) konnte nun gemeinsam mit Kolleginnen der Universität von Amsterdam zeigen, dass Vokabeln besser im Gedächtnis bleiben, wenn mehr von einer bestimmten Hirnaktivität vorherrscht – ein Effekt, der unabhängig von Hintergrundmusik, gemessen wurde. Ihre Ergebnisse wurden nun in der Open-Access-Zeitschrift “PLOS ONE” veröffentlicht.

Weiterlesen unter: https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/nr1608/nr_160819_00

Interview im Deutschlandfunk vom 01.09.2016 mit Mats Küssner: DF Mediathek

Link zur Originalstudie: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0161387

2. September 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Musikwissenschaft

22.07.16 – Game Circuit #16: Hands on C64 – zum Semesterende in der GEO47

Am 22. Juli findet ab 17:00 Uhr (st) im Raum 0.12 der Gorgenstr. 47, 10117 Berlin der „Game Circuit #16“ statt.

Organisiert und durchgeführt wird die Veranstaltung zur operativen Computerspielanalyse von Dr. Stefan Höltgen, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medientheorien. Die anstehende Folge des Game Circuit hat das Thema „Hands on C64“; darin werden die während des laufenden Semesters von den Studierenden des gleichnamigen BA-Kurses für Medienwissenschaftsstudenten erbrachten Arbeiten und Projekte vorgestellt. Jeder Studierende hatte eine original C64-Plattform (darunter Exoten wie der SX-64 oder der CBM4064) ein Semester lang zu Forschungszwecken vor sich, hat die Programmierung in BASIC erlernt, sich in die Hardware und Kultur des C64 eingedacht und ein Spielprogramm aus einer zeitgenössischen Computerzeitschrift abgetippt. Die eingegebenen Spiele werden an diesem Abend vorgeführt und können von den Besuchern getestet werden. Die Studierenden werden anwesend sein, „ihren“ C64 vorstellen und erklären und die von ihnen angefertigten Dossiers zum Kurs präsentieren.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

14. Juli 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft

12.07.16 – Präsentation studentischer Arbeiten „works in progress“

Dienstag, den 12.07.16, um 20:00 Uhr s.t.

Medientheater der Humboldt-Universität zu Berlin
Georgenstr. 47, 10117 Berlin

Folgende studentische Arbeiten werden einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt:

#S.T.A.C.I.E.

Tag 111 nach Tay – wie können wir mit künstlicher Intelligenz noch kommunizieren? Eine Fallstudie im Stile des dokumentarischen Medientheaters.

Textiles Rauschen

Während Modetrends beständig wechseln, mangelt es immer noch an Transparenz hinsichtlich der Herkunft unserer Kleidung. Die Video- und Soundinstallation fragt nach den moralischen Leerstellen einer globalisierten Textilindustrie.

One Girl, one Song, one Smartphone

Die digitale Revolution verschiebt die Grenzen musikalischer Produktion – bis hinein in die Hosentaschen der Gesellschaft, denn Smartphones sind auch kleine Tonstudios. Bieten entsprechende Apps eine Möglichkeit zu musizieren, ohne ein Instrument zu spielen? Können sie einen „authentischen“ Sound kreieren? Lässt sich mit einem Smartphone und zwei Stimmbändern ein veritabler Pop-Song einspielen – live auf der Bühne des Medientheaters?

The Random Super 8 Performance

Quentin Tarantino nutzt es, der erste Schritt auf dem Mond wurde damit dokumentiert – in dieser Performance erlebt Super 8 ein Revival. Indem wir live, in zufälliger Abfolge, Ausschnitte aus Found-Footage-Material zusammenfügen und durch den Projektor laufen lassen, werdet ihr Teil einer experimentellen Interaktion von Mensch, Maschine und Bewegtbild.

R_a_u_m_STRNG

“If the doors of perception were cleansed every thing would appear to man as it is, Infinite.“ (William Blake) Das Medientheater in der Sinnkrise – der Raum erleidet einen Nervenzusammenbruch. Nach einer kurzzeitig erlittenen Amnesie versucht er, durch wissenschaftliche Recherche zu sich selbst zurückzufinden. Doch dieser Trip der Erkenntnis lässt ihn dem Wahnsinn anheim fallen.

7. Juli 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
Veröffentlicht unter Medienwissenschaft