Neuigkeiten des Institutes für Musik- und Medienwissenschaften

[25.10.17]Vortrag Time-Uncritical Media. Stretching and Shrinking Sound in the 1940s

Jonathan Sterne (McGill University)

Time-Uncritical Media. Stretching and Shrinking Sound in the 1940s

Die Veranstaltung findet im Rahmen des (wöchentlichen) Forschungskolloquiums „Medien, die wir meinen“ in Kooperation mit dem Kolloquium „KlangDenken / Sonic Thinking“ (beide HU Berlin) sowie der Max Planck Forschungsgruppe „Episteme der modernen Akustik“ statt: im Medientheater des Fachgebietes Medienwissenschaft, Georgenstraße 47, 10117 Berlin.

23. Oktober 2017 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[29.09.17] Symposion „Lektüre im Zeitalter digitaler Medien“

Weg vom Text, hin zu den Daten – unter dieser Losung vollzieht sich derzeit ein grundlegender Wandel innerhalb der Geisteswissenschaften. Er ist Teil eines großen Transformationsprozesses, der die geisteswissenschaftlichen Einzeldisziplinen in den von transdisziplinären Fragestellungen und Ansätzen geleiteten Digital Humanities zusammenführt.

Im Zuge dessen übernimmt die Literaturwissenschaft – als Textwissenschaft schlechthin – zunehmend neue Instrumente aus der Informatik und Computerlinguistik. Literaturwissenschaft unter hochtechnischen Bedingungen heißt nicht nur Lesen am Computer, sondern auch Lesen mit dem Computer. Der Einzeltext als primärer Gegenstand der Philologien verliert dabei an Bedeutung. An seine Stelle treten Korpora und quantitative Forschungsdaten.

Während des zweitägigen Symposions werden Vertreter*innen verschiedener Disziplinen über die Potenziale der neuen, computergestützten Instrumente und deren Anschlussfähigkeit an vordigitale Methoden und Fragestellungen geisteswissenschaftlichen Arbeitens diskutieren. Dabei soll anhand literaturwissenschaftlicher Fragestellungen eine grundlegende Problematik der Digital Humanities angesprochen werden: Innerhalb welchen Deutungsrahmens können Daten überhaupt interpretiert werden?

Anmeldung unter lzdm@posteo.de

Beiträge:

Wolfgang Ernst |HU Berlin
Algorithmisierte Geisteswissenschaft. Für eine intelligente Adressierung von „big data“ (alias Literatur)

Manuel Günther | HU Berlin
Texte lesen uns

Jörg Lehmann | FU Berlin
Pattern recognition. Vom anekdotischen Lesen zur Clusteranalyse

Harun Maye |IKKM Weimar
Für eine Medienphilologie des Lesens

Carolin Odebrecht | HU Berlin
Annotationsgestützte Suche und Visualisierung für Close und Distant Reading

Christian Thomas | BBAW
In die Tiefe gehen. Lektüre- und Nutzungsmöglichkeiten digitaler Repräsentationen historischer Textzeugen

Jan Claas van Treeck | HU Berlin
Aus/Eintreibung des Geistes aus den Geisteswissenschaften

Peer Trilcke | Uni Potsdam
Das dlina-Projekt und das epistemische Ding einer digitalen Literaturwissenschaft

Thomas Weitin |TU Darmstadt
Digitale Literaturwissenschaft

Burkhardt Wolf | HU Berlin
Nicht-Lesen im Mann ohne Eigenschaften

Organisation:
Stephan Brändle & Maximilian Pötzsch

In Kooperation mit:
Humboldt-Universitäts-Gesellschaft (http://www.hug-berlin.de/)
if|DH|b (http://www.ifdhberlin.de/)

Anmeldung unter lzdm@posteo.de

25. September 2017 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[12.05.17] Game Circuit #18: Ludus Computatoris

Am Freitag, den 12.05. lädt das Signallabor wieder zu einer Runde Hands-on-Computerspielanalyse ein. Der 18. Teil der GAME-CIRCUITS-Reihe befasst sich mit Spielen, die es nur für Computer gibt. Die Idee dazu hatte (und den Einleitungsvortrag hält) unser Student David Friedrich:

Ludus Computatorius – Das Spiel im Schatten der Maschine unternimmt einen ersten Versuch, das Spiel in seiner reinen Substanz aus dem Schatten der elektrifizierten Rechenmaschine, des Computers, zu heben, um im nächsten Schritt das eigentliche Computerspiel zu beschreiben. Am Ende wird eine neue Differenzierung des Computerspiels angeboten: zum einen die des Computer-Spiels, dem die Maschine als Verlängerung des Körpers dient, ähnlich einem Tennis- oder Golfschläger, und zum anderen die des Computerspiels, eines Spieles, das ohne Maschine nicht spielbar wäre.

Beginn ist wie immer um 17:00 Uhr (c.t.) im Raum 2.26 (Signallabor) in der Georgenstraße 47 (2. Etage)

Nach dem Vortrag können die erwähnten Spiele gespielt werden. Ende des ersten Teils der Veranstaltung ist 19 Uhr. Nach einem gemeinsamen Abendessen in der benachbarten Gastronomie beginnt dann ab ca. 20 Uhr der Freestyle-Teil des GAME CIRCUIT.

Die Veranstaltung ist öffentlich und die Teilnahme kostenlos.

5. Mai 2017 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[17.02.17] GAME CIRCUITS #17

Operative Computerspielanalyse

Computerspiele(Computer(spiele))

Epistemologie der Computertechnologie-Simulation in Computerspielen

Die Untersuchung von „Medien in Medien“ besitzt eine lange Tradition innerhalb unterschiedlicher geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen. Von den Myse-en-Abyme-Theorien der Theaterwissenschaft über die Inter- und Paratextualitätsanalyse der Literaturwissenschaft bis hin zur Motivforschung der Film- und Fernsehwissenschaften untersucht sie das Zitieren von Medientechnologien und -inhalten in anderen Medieninhalten aus vor allem ästhetischer und phänomenologischer Perspektive. Trotz aller Grenzverwischung bleibt das dargestellte Medium in Hinblick auf seine „Medialität“ jedoch stets unterkomplex gegenüber dem es darstellenden Medium: Eine im Radio zu hörende Schallplatte lässt sich vom Zuhörer nicht als Schallplatte benutzen; ein im Roman zitierter Roman lässt den Leser die materiellen Nutzungsmöglichkeiten des Buches vermissen; ein im Fernsehen dargestellter Computer bleibt bloß ein auf seine Audiovisualität reduzierte Motiv.

Wie verhält es sich aber, wenn Computern in Computern selbst auftauchen? Der Computer als das erste Medium, das allein der Theorie entspringt, eskaliert aufgrund seiner hybriden Verfasstheit (nämlich als materielle Hardware und immaterielle Software ästhetisch „adressierbar“ zu sein) die Methoden der genannten Forschungstradition: Wenn eine allgemeine Turingmaschine jede spezielle Turingmaschine simulieren kann, dann können Computer, die in Computern aufgerufen werden, in Hinblick auf ihre Komplexität, Interaktivität und Medialität von ihren „Host-Computern“ ununterscheidbar und damit für den User nutzbar werden. Mit dieser Indifferenz „spielt“ der Computer als Simulationsmaschine.

Auf der Game-Circuit-Sitzung untersuchen wir den Aufruf von Computern in Computerspielen, indem wir diesen zunächst oberflächlich systematisieren: 1. Computerspiele, in denen Computer lediglich als Motiv auftauchen (z.B. der Computer GlaDOS in „Portal 2“). 2. Computerspiele, die dem Spieler an einen virtuellen Computer setzen und dessen Bedienung als Spiel deklarieren (z.B. das Hackingspiel in „Fallout 4“). Und 3. Computerspiele, die andere spielbare Computerspiele enthalten (z.B. „Zork“, das in „Call of Duty: Black Ops“ spielbar ist). Die Untersuchung dieser drei Kategorien geht zunächst von den traditionellen Methoden und Theorien medienwissenschaftlicher „Medien-in-Medien“-Analysen aus und versucht deren bei „Computern in Computern“ aufscheinende Defizite durch Methoden der Informatik und Computerarchäologie zu kompensieren. Anhand der unterflächlichen Code-Analyse eines Computerspiels in einem Computerspiel sollen die Host- und Gast-System als epistemische Objekte identifiziert und dadurch der Begriff des Computerspiels erweitert werden: Als Technologie, mit der Computer simuliert und damit zu ludischen Objekten werden.

Wie üblich wird das Treffen durch einen Vortrag eingeleitet und bietet sodann die Möglichkeit, die diskutierten Spiele auf historischen Original-Computersystemen nachzuspielen.

Beginn ist 17:00 Uhr (s.t.) im Signallabor (Raum 2.26, GEO 47)
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

13. Februar 2017 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[09.01.17] Fundus Fundamentalis No. 4

DIE VERANSTALTUNG MUSS LEIDER AUSFALLEN, ÜBER EINEN NEUEN TERMIN WIRD RECHTZEITIG INFORMIERT!

Untitled II (Marianthi Papalexandri-Alexandri)

Marianthi Papalexandris work is situated at the intersections of composition, performance and sound art, by questioning and transforming the role and function of the instrument as a sound-generator. As a result, she has designed and realized new instruments, most of them mechanized sound devices. Her departure away from the more traditional forms has also led her to sound objects and sculptures that are able to produce sounds autonomously,
independent of a performer. She is fascinated by the idea of using the same materials and objects under different conditions, and the ways in which the context can influence these materials.

Her recent works Untitled series centered upon a unique friction instrument, that allows her to acoustically activate musical instruments, everyday objects and architectural space into resonant bodies.

In her presentation she will perform Untitled II, a sound artwork and performance with a frictional sound device developed in collaboration with kinetic artist
Pe Lang, and discuss the combination of the device with different materials as well as its application to different spaces and contexts to question the notion of the sound device.

The event is part of the new project Apparatus which aims to acoustically activate and transform spaces into resonant bodies by challenging architectural and site-specific contexts.  Apparatus is a collaboration with dramaturge Juliane Beck and is supported with a Work stipend New Music and sound art by the Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten Berlin.

Short CV

Marianthi Papalexandri-Alexandri is a Greek-born composer and sound artist working in Berlin, Germany and Ithaca, New York. Papalexandri’s works interweave the borderlines of sound art, musical composition, visual objects and performance and explore the factors that link these art forms. The world of sound and the visual appearance of her works are in continuous interaction, while being uncompromisingly precise, pure and economical in their means.

Montag, 09. Januar 2017, 16:00 Uhr
Medienarchäologischer Fundus (Am Kupfergraben 5, Souterrain)

http://marianthi.net
Facebook Event: http://fbl.me/ffno4mu

6. Dezember 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[15.12.16] „Selbstgespräche und ihre Medien“

Vortrag von Prof. Dr. Viktora Tkaczyk

mit anschließender öffentlicher Diskussion

am Donnerstag, 15.12.2016, 12.00 Uhr (s.t.)
in der Georgenstr. 47, Raum 0.12

5. Dezember 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[25.11.16] Einführung in das medienwissenschaftliche Arbeiten

Das zweite Seminar „Einführung in das medienwissenschaftliche Arbeiten“ beginnt am 25.11.

Weitere Informationen: https://agnes.hu-berlin.de/lupo/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=116906&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung

22. November 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[17.10.16] Fundus Fundamentalis No. 3: Pentatonische Permutationen (Benjamin Heidersberger)

Semesterauftaktveranstaltung im Medienarchäologischen Fundus

Der Lehrstuhl für Medientheorien lädt anlässlich der diesjährigen Semestereröffnung am Montag, den 17. Oktober 2016 um 16:00 Uhr in den Medienarchäologischen Fundus zu einer Lecture Performance in der Reihe

Fundus Fundamentalis No. 3:

Pentatonische Permutationen (Benjamin Heidersberger)

Pentatonische Permutationen* ist eine algorithmische Klavierkomposition von Benjamin Heidersberger, die vor 14 Milliarden Jahren begann und weitere 16 Billionen Jahre dauert. Damit wird jeder Moment der Zeit einzigartig gekennzeichnet. Nach der letzten Permutation ist das Stück beendet.

Primzahlenlange pentatonische Tonleitern verschieben sich laufend gegeneinander in der Phase und erzeugen dadurch Narrationen; Melodiefragmente entstehen und vergehen. Aus den 66 möglichen Tonleitern wurde die mit den Intervallen 1-4-2-3-2 ausgewählt.

In der Installation verräumlichen vier Lautsprecher die gesampelten Steinway Flügel, die von einem Laptop mit Multichannel-Output gespielt werden. Ein Computerprogramm erzeugt die algorithmische Komposition als Midi-Events, die von einem Software-Synthesizer unter Linux gespielt werden.

In der Lecture-Performance werden Geschichte und Hintergründe der Komposition und Hard- und Software des Pentatonischen Permutations Players erläutert, dessen Elemente Algorithmus, Pentatonik, Raspberry Pi, Linux, der Software-Synthesizer fluidsynth mit Soundfonts, Midi, Spatialisierung und Zeitzeichensender sind.

Montag, 17.10.2016, 16:00 Uhr
Medienarchäologischer Fundus (Am Kupfergraben 5, Souterrain)
Fundus Fundamentalis No. 3
Pentatonische Permutationen von und mit Benjamin Heidersberger

www.pentatonic-permutations.de
Facebook-Event: http://fbl.me/ffno3pp

11. Oktober 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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[11.10.16] Information zum Studienbeginn Medienwissenschaft (B.A./M.A.)

Fragen zu Studienplanung und Stundenplan?

Am 11.10.2016 um 10 Uhr im Medientheater(Georgenstraße 47, 10117 Berlin)

…laden die Studienfachberater Sie ein, alle Ihre Fragen vor Semesterbeginn zu stellen und Antworten von uns und Ihren zukünftigen Kommilitonen zu bekommen.

22. September 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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Dr. Küssner veröffentlicht Studie zum Vokabellernen mit Hintergrundmusik

Leistungssteigerung beim Sprachenlernen mithilfe von Hintergrundmusik ist ein Thema, das Forscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten beschäftigt. Neuere Befunde legen nahe, dass Persönlichkeitseigenschaften, wie z.B. Introvertiertheit sowie Art bzw. Kontext der Aufgaben eine bedeutsame Rolle spielen. Ob es Musik gibt, die bei kognitiven Aufgaben, wie dem Lernen von Vokabeln leistungsfördernd wirkt, ist weiter umstritten.

Dr. Mats Küssner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) konnte nun gemeinsam mit Kolleginnen der Universität von Amsterdam zeigen, dass Vokabeln besser im Gedächtnis bleiben, wenn mehr von einer bestimmten Hirnaktivität vorherrscht – ein Effekt, der unabhängig von Hintergrundmusik, gemessen wurde. Ihre Ergebnisse wurden nun in der Open-Access-Zeitschrift “PLOS ONE” veröffentlicht.

Weiterlesen unter: https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/nr1608/nr_160819_00

Interview im Deutschlandfunk vom 01.09.2016 mit Mats Küssner: DF Mediathek

Link zur Originalstudie: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0161387

2. September 2016 | Veröffentlicht von Martin M. Meier
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