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Urkunden von Rudolf Virchow werden restauriert und dadurch erstmals zugänglich gemacht

HU-Archiv erhält 7.500 Euro Förderung für Wiederherstellung

Das Universitätsarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) kann bis Ende 2017 aus dem Nachlass des Mediziners und Politikers Rudolf Virchow 60 Urkunden restaurieren lassen. Dies macht ein erfolgreicher Antrag bei der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) möglich. Unter dem Motto „Das besondere Format“ fördert die Koordinierungsstelle bundesweit 34 Projekte zum Erhalt von Originalen in Archiven und Bibliotheken. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder stellen für alle Vorhaben insgesamt rund 450.000 Euro bereit. Für die Wiederherstellung der Virchow-Urkunden erhält das HU-Archiv von der KEK 7.500 Euro Förderung, 2.500 Euro steuert das Archiv selbst bei.

Unter den großformatigen Urkunden, die etwa 20 Prozent des Nachlasses von Rudolf Virchow ausmachen, finden sich beispielsweise Ehrenpräsidentschaften und Ehrenmitgliedschaften sowie Gratulationen und Geburtstagswünsche an ihn. Ein Großteil der Urkunden besteht aus Papier, das sehr behutsam restauriert werden muss. Die Urkunden sind mit zahlreichen Verzierungen und Vergoldungen versehen und enthalten vielfältige Grafiken und Ornamente – so auch die Originalverpackungen der Urkunden, die ebenfalls kalligrafisch beschriftet sind.

Ausschnitt aus der Urkunde zur Verleihung der Ehrenpräsidentschaft der Deutsche Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte aus dem Jahr 1893.
Universitätsarchiv der HU Berlin. NI R. Virchow, Nr. 176.

Die Dokumente werden bei der Restaurierung plan gelegt, also durch lokales Befeuchten und Beschweren geglättet und gereinigt. Risse und andere Beschädigungen werden ausgebessert. Durch die Maßnahme können die Dokumente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der interessierten Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht werden, im Anschluss an das Projekt auch digital.

Die Besonderheit des Nachlasses liegt im einzigartigen Umfang des Nachlasses, der die Biographie Virchows und sein nationales wie internationales Renommee widerspiegelt.

Weitere Informationen:

http://schriftgutschuetzen.kek-spk.de/

https://www.ub.hu-berlin.de/de

 

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Degkwitz

Direktor der Universitätsbibliothek

Tel.: 030 2093-99300

andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de

17. August 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause
Veröffentlicht unter Allgemein

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