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Projekt DEAL

Die Humboldt-Universität steht gemeinsam mit den Berliner Universitäten und der Charité geschlossen hinter den Verhandlungszielen des Projektes DEAL der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das den Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften verbessern möchte.

Ziel des DEAL-Projekts sind bundesweite Lizenzen mit den großen Zeitschriftenverlagen Springer/Nature, Wiley und Elsevier, die ermöglichen, dass die Artikel deutscher, korrespondierender Autorinnen und Autoren (corresponding authors) künftig Open Access veröffentlicht werden. Auf diese Weise sollen die bisherigen Lizenzkosten durch eine am Publikationsaufkommen orientierte Finanzierung ersetzt werden.

Die Verhandlungen mit den Verlagen Springer/Nature und Wiley verlaufen sehr konstruktiv, sodass für das Jahr 2018 eine gemeinsam erarbeitete Übergangslösung in Kraft treten kann, die den Weg für eine bundesweite Lizenz ab 2019 offenhält.

Die seit Mitte 2016 mit Elsevier geführten Verhandlungen gestalten sich hingegen weiterhin schwierig. Nach den Informationen des DEAL-Projekts hat Elsevier bisher kein Angebot gemacht, das den Erwartungen der Verhandlungsgruppe des DEAL-Projekts entspricht.

Um nachdrücklich zu verdeutlichen, dass die deutsche Wissenschaft einen Wandel in der Finanzierungspraxis der Nutzung wissenschaftlicher Zeitschriften fordert, haben die Präsidien der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität sowie der Vorstand der Charité in enger Abstimmung beschlossen, den laufenden Zeitschriften-Vertrag mit Elsevier nicht zu verlängern. Dieser Beschluss erfolgt im Schulterschluss mit knapp 200 Einrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen) deutschlandweit, die ihre Zeitschriften-Subskriptionen bei Elsevier ebenfalls gekündigt haben.

Mit dieser Kündigung wird sich die Humboldt-Universität ab dem 1. Januar 2018 in einem vertragslosen Zustand befinden, der voraussichtlich eine Kappung des Zugriffs auf die aktuellen Jahrgänge der Elsevier-Freedom Collection und der Cell Press-Titel nach sich ziehen wird. Zugriffe auf die im Rahmen von Nationallizenzen und eigenen Lizenzierungen erworbenen Archivrechte bleiben davon unberührt.

Die dadurch entstehende Lücke in der Informationsversorgung kann durch die Universitätsbibliothek nur eingeschränkt über Lieferdienste wie die Fernleihe oder Subito geschlossen werden.

Nähere Informationen zur DEAL-Initiative entnehmen Sie bitte der Homepage der Universitätsbibliothek. Hier finden Sie auch Hinweise über die Lieferdienste der Universitätsbibliothek.

 

Weitere Informationen

Das Projekt DEAL

Pressemitteilung der Berliner Universitäten zur Kündigung des Elsevier-Vertrages

 

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Degkwitz
Direktor der Universitätsbibliothek
andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de

oder

ub.deal@hu-berlin.de

4. Dezember 2017 | Veröffentlicht von Felicitas Günther
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