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Rückgabe eines „Beutebuches“

Immer wieder tauchen in Bibliotheken Bücher auf, die anhand ihres Besitzstempels als „fremde“ Bücher identifiziert werden. Dies geschah vor einiger Zeit auch in der Nationalen Wissenschaftlichen Bibliothek in Tiflis: ein Band der schwedischen Zeitschrift „Ymer“ wurde entdeckt und anhand des Stempels „Geographisches Institut der Universität Berlin“ der Humboldt-Universität zu Berlin zugeordnet. Es gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion und kam so in den Besitz der Nationalen Wissenschaftlichen Bibliothek von Tiflis (Georgien).

In diesem speziellen Fall fand nun ein einzelner Band seinen Weg zurück in die ursprünglich besitzende Bibliothek, insgesamt wurden allerdings seit den Abkommen zur Rückgabe von „Beutebüchern“ 1993 über 76.000 Bücher aus Georgien zurück nach Deutschland gebracht, darunter auch viele Bände der „Fortschritte der Physik“, die 2008 der UB in feierlichem Rahmen übergeben wurden.

 

15. Mai 2018 | Veröffentlicht von Anja Herwig
Veröffentlicht unter Allgemein, Historische Sammlungen

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