Im Projekt „Lebensreformbewegte Architekturen. Familienerziehung, freie Kinder und „kleine Teufel“ im ‚neuen‘ Einfamilienhaus“ befassen wir uns mit den „ästhetische[n] Signaturen
der Reformpädagogik“1.
Am Beispiel des sich um 1900 konzeptionell entwickelnden und um 1920 etablierenden „Einfamilienhauses“ beschäftigen wir uns mit der architektonische Ästhetik der ’neuen‘ Familie und des ’neuen‘ Kindes und diskutieren auf Basis reformpädagogisch einschlägiger Kontextquellen und -bezüge, wie Synergien zwischen Architektur und Pädagogik illustriert und – ästhetisch-baulich, aber auch im Medium der Familienfotografie – inszeniert wurden. Uns beschäftigt dabei auch die Frage, welches Wissen über das ’neue‘ Kind und den ’neuen‘ Menschen zirkulierte, und wie dieses Wissen sich im Familienalltag manifestierte. In diesem Kontext veranstalten wir gemeinsam mit Patrick Bühler und Daniel Deplazes einen Workshop, »Bilder der Reformpädagogik und der Jugendbewegung«, der sich u.a. diesen Themen aus der Perspektive von visual history widmen wird.
Projektteam
Katharina Vogel | DIPF