Archiv für 2026:

Überleben in Berlin, auf Italienisch! Ein Projekt aus dem A1-Kurs

Text: Gianluca Pedrotti, Video: Arbeitsgruppe 3 (Vita notturna)

Im Rahmen eines Italienisch-Kurses (A1) arbeiteten die Studierenden gegen Ende des Semesters an einem handlungsorientierten Projekt: die Erstellung eines Stadtführers für Berlin in Form eines Videos. Mittelpunkt war dabei nicht die Vorbereitung auf eine mündliche Prüfung, sondern ein gemeinsamer Arbeitsprozess. Sprache wurde als Werkzeug genutzt, um ein konkretes Produkt für ein reales Publikum zu entwickeln.

Unter dem Titel „Als Erasmus-Student in Berlin überleben“ arbeiteten die Studierenden drei Wochen lang in Gruppen an einem klaren und authentischen Ziel: Sie sammelten Informationen, verfassten kurze Texte und produzierten thematische Videos zu zentralen Aspekten des Berliner Lebens, um zukünftigen Erasmus-Studierenden aus Italien praktische Tipps zu geben.

Unterrichtsphasen und Arbeitsaufträge für zu Hause wechselten sich ab. Während des gesamten Projekts erhielten die Studierenden gezieltes Feedback sowie sprachliche Unterstützung, sodass sie Schritt für Schritt an ihren Texten und Präsentationen arbeiten konnten.

Arbeiten wie in einem Redaktionsteam

Die Studierenden organisierten sich wie eine kleine Redaktion:

Phase 1: Planung (im Unterricht)
Die Gruppen wählten vier zentrale Themenbereiche (z. B. Geschichte und Politik, Natur und Kultur, Esskultur und Einkaufen, Nachtleben) und legten die inhaltlichen Schwerpunkte fest.

Phase 2: Umsetzung (in Gruppenarbeit, teilweise zu Hause)
Die Studierenden recherchierten Informationen, diskutierten deren Auswahl, verfassten die Skripte und bereiteten ihre Videopräsentationen vor.

Handlungsorientiertes Lernen in der Praxis

Das Projekt ist ein Beispiel für handlungsorientierten Unterricht: Die italienische Sprache diente im Rahmen des Projekts als Werkzeug, um ein konkretes Produkt für ein reales Publikum zu erstellen. Sie war nicht nur Lerngegenstand, sondern Mittel zum Handeln.

Gleichzeitig entspricht die Aktivität den Prinzipien von UNIcert®, da sie universitätsnahe Inhalte einbindet und überfachliche Kompetenzen wie Teamarbeit, Informationsrecherche und Präsentationsfähigkeit fördert.

Trotz ihres Einstiegsniveaus zeigten die Studierenden, dass bereits auf A1-Niveau Kommunikation, Kooperation, kreatives Schreiben und freies Sprechen möglich sind. Das folgende Video dokumentiert das Endergebnis sowie auch den Lernprozess, der von Kreativität und authentischem Sprachgebrauch geprägt war.

Vita notturna a Berlino: (Arbeitsgruppe 3)

https://blogs.hu-berlin.de/wwwteam_spz/wp-content/uploads/sites/72/2026/03/Italienisch-A1-Ueberleben-in-Berlin-1.mp4

Die Rückmeldungen der Studierenden waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden: die Freude an der Zusammenarbeit, die Motivation durch eine sinnvolle Aufgabe und ein gestärktes Selbstvertrauen im mündlichen Ausdruck.

Ein herzlicher Dank an alle Kursteilnehmenden: ottimo lavoro!

9. März 2026 | Veröffentlicht von Anja-Sylvia Zimmermann | Kein Kommentar »
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Das Museum als Lernort: Italienischunterricht zwischen Sprache, Kunst und Stadtraum

Text und Fotos: Elena Carrara

Gemeinsam mit einer Gruppe von Studierenden besuchte ich die Ausstellung Emilio Vedova. Mehr als Bewegung um ihrer selbst Willen“ im Kunsthaus Dahlem. Die Exkursion fand im Rahmen eines Italienischkurses für Studierende der Kunstgeschichte statt und wurde durch eine vom Italienischen Kulturinstitut organisierente Führung auf Italienisch ergänzt, die nicht nur sprachlich forderte, sondern auch kulturell und künstlerisch anregte.

Solche praxisnahen Lernformate bieten wertvolle Gelegenheiten, Sprachvermittlung über den Klassenraum hinaus zu denken. Wenn Sprache im Dialog mit Expert:innen und im Gespräch mit Kommiliton:innen in authentischen Kontexten eingesetzt wird, entsteht ein verankerter und lebendiger Zugang.

Aus didaktischer Sicht erweist sich das Museum als ein besonders reicher Lernort, da es mehrere zentrale pädagogische Prinzipien vereint und Lernprozesse auf unterschiedlichen Ebenen anregt. Das Museum ermöglicht ein multisensorisches Lernen: Originale Kunstwerke, räumliche Inszenierungen und atmosphärische Eindrücke sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an. Lerninhalte werden dadurch sowohl kognitiv, aber auch emotional und körperlich erfahren.

Für die Teilnehmenden war die Exkursion eine Art angewandte Praxis: Vokabular zur Kunstbeschreibung, zuvor im Unterricht erarbeitet, konnte nun in einem realen Kommunikationskontext eingesetzt werden. Fragen zur Ausstellung, spontane Reaktionen, Diskussionen über Eindrücke, all das förderte Spontanität, Hörverstehen und Ausdruckssicherheit.

Der Museumsbesuch ist zudem ein soziales Ereignis und fördert kollaborative Lernprozesse. Das gemeinsame Erleben außerhalb der gewohnten Seminarstruktur stärkt die Gruppendynamik und verändert Rollenbilder: Lernende tauschen sich offener aus und unterstützen sich gegenseitig beim sprachlichen Handeln. Diese soziale Dimension wirkt sich positiv auf Motivation und Lernbereitschaft aus.

Nicht zuletzt ist das Museum Teil des urbanen Raums und damit eingebettet in die Stadt als Lernumgebung. Die Verbindung von Sprache, Bewegung und Raum unterstützt ein situatives Lernen, das nachhaltiger wirkt als rein abstrakte Wissensvermittlung. Viele Studierende äußerten im Nachgang, wie sehr sie es schätzen, ihre Sprachkenntnisse in einem „echten“ Kontext anzuwenden, und berichteten, dass Inhalte stärker im Gedächtnis bleiben, wenn Lernen mit Emotion, Neugier und persönlicher Erfahrung verknüpft ist.

16. Februar 2026 | Veröffentlicht von Anja-Sylvia Zimmermann | Kein Kommentar »
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Theaterworkshop Französisch: JOUER (AVEC) LA LANGUE

Bild und Text: Christiane Hoyer

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Sprachkoordinatorin für Französisch, Frau Dr. Jaeger (Catherine.Jaeger@hu-berlin.de).

3. Februar 2026 | Veröffentlicht von Anja-Sylvia Zimmermann | Kein Kommentar »
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Intensivkurse in den Semesterferien (März 2026)

Bild und Text: Christiane Hoyer

Kontakt: Christiane Hoyer (christiane.hoyer@hu-berlin.de). Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich gern an die Sprachkoordinatoren.

3. Februar 2026 | Veröffentlicht von Anja-Sylvia Zimmermann | Kein Kommentar »
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