SPRACHEN ÖFFNEN HORIZONTE

Der Sprachbereich Russisch beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der Langen Nacht der Wissenschaften (LNDW) am 6.6.2026.
Entdecken Sie ein neues Alphabet und machen Sie erste Erfahrungen im Lesen der kyrillischen Schrift. Dies ist bereits nach fünf Minuten möglich! Unser Quiz bietet Ihnen zudem interessante Einblicke in die russische Sprache und Kultur. Sie werden feststellen, dass das Erlernen einer neuen Sprache nicht nur bereichernd ist, sondern auch viel Freude machen kann. Darüber hinaus eröffnet Ihnen das Russische einen Zugang zur Welt der slawischen Sprachen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Veranstaltungszeit und -ort sowie weitere Informationen finden Sie auf der LNDW-Homepage.
Flyer: Antonio Barquero
Für Studentinnen und Studenten der Kurse B1/Brücke und B2.1:

Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Mariana Alvarez (Koordination Spanisch; E-Mail: Mariana.Alvarez@hu-berlin.de).
von Jill Gottwald
Sprachreise-Impressionen September 2025:
Text und Fotos: Dan Sulaiman




Text: Gianluca Pedrotti, Video: Arbeitsgruppe 3 (Vita notturna)
Im Rahmen eines Italienisch-Kurses (A1) arbeiteten die Studierenden gegen Ende des Semesters an einem handlungsorientierten Projekt: die Erstellung eines Stadtführers für Berlin in Form eines Videos. Mittelpunkt war dabei nicht die Vorbereitung auf eine mündliche Prüfung, sondern ein gemeinsamer Arbeitsprozess. Sprache wurde als Werkzeug genutzt, um ein konkretes Produkt für ein reales Publikum zu entwickeln.
Unter dem Titel „Als Erasmus-Student in Berlin überleben“ arbeiteten die Studierenden drei Wochen lang in Gruppen an einem klaren und authentischen Ziel: Sie sammelten Informationen, verfassten kurze Texte und produzierten thematische Videos zu zentralen Aspekten des Berliner Lebens, um zukünftigen Erasmus-Studierenden aus Italien praktische Tipps zu geben.
Unterrichtsphasen und Arbeitsaufträge für zu Hause wechselten sich ab. Während des gesamten Projekts erhielten die Studierenden gezieltes Feedback sowie sprachliche Unterstützung, sodass sie Schritt für Schritt an ihren Texten und Präsentationen arbeiten konnten.
Arbeiten wie in einem Redaktionsteam
Die Studierenden organisierten sich wie eine kleine Redaktion:
Phase 1: Planung (im Unterricht)
Die Gruppen wählten vier zentrale Themenbereiche (z. B. Geschichte und Politik, Natur und Kultur, Esskultur und Einkaufen, Nachtleben) und legten die inhaltlichen Schwerpunkte fest.
Phase 2: Umsetzung (in Gruppenarbeit, teilweise zu Hause)
Die Studierenden recherchierten Informationen, diskutierten deren Auswahl, verfassten die Skripte und bereiteten ihre Videopräsentationen vor.
Handlungsorientiertes Lernen in der Praxis
Das Projekt ist ein Beispiel für handlungsorientierten Unterricht: Die italienische Sprache diente im Rahmen des Projekts als Werkzeug, um ein konkretes Produkt für ein reales Publikum zu erstellen. Sie war nicht nur Lerngegenstand, sondern Mittel zum Handeln.
Gleichzeitig entspricht die Aktivität den Prinzipien von UNIcert®, da sie universitätsnahe Inhalte einbindet und überfachliche Kompetenzen wie Teamarbeit, Informationsrecherche und Präsentationsfähigkeit fördert.
Trotz ihres Einstiegsniveaus zeigten die Studierenden, dass bereits auf A1-Niveau Kommunikation, Kooperation, kreatives Schreiben und freies Sprechen möglich sind. Das folgende Video dokumentiert das Endergebnis sowie auch den Lernprozess, der von Kreativität und authentischem Sprachgebrauch geprägt war.
Vita notturna a Berlino: (Arbeitsgruppe 3)
Die Rückmeldungen der Studierenden waren durchweg positiv. Besonders hervorgehoben wurden: die Freude an der Zusammenarbeit, die Motivation durch eine sinnvolle Aufgabe und ein gestärktes Selbstvertrauen im mündlichen Ausdruck.
Ein herzlicher Dank an alle Kursteilnehmenden: ottimo lavoro!
Text und Fotos: Elena Carrara

Gemeinsam mit einer Gruppe von Studierenden besuchte ich die Ausstellung „Emilio Vedova. Mehr als Bewegung um ihrer selbst Willen“ im Kunsthaus Dahlem. Die Exkursion fand im Rahmen eines Italienischkurses für Studierende der Kunstgeschichte statt und wurde durch eine vom Italienischen Kulturinstitut organisierente Führung auf Italienisch ergänzt, die nicht nur sprachlich forderte, sondern auch kulturell und künstlerisch anregte.
Solche praxisnahen Lernformate bieten wertvolle Gelegenheiten, Sprachvermittlung über den Klassenraum hinaus zu denken. Wenn Sprache im Dialog mit Expert:innen und im Gespräch mit Kommiliton:innen in authentischen Kontexten eingesetzt wird, entsteht ein verankerter und lebendiger Zugang.

Aus didaktischer Sicht erweist sich das Museum als ein besonders reicher Lernort, da es mehrere zentrale pädagogische Prinzipien vereint und Lernprozesse auf unterschiedlichen Ebenen anregt. Das Museum ermöglicht ein multisensorisches Lernen: Originale Kunstwerke, räumliche Inszenierungen und atmosphärische Eindrücke sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an. Lerninhalte werden dadurch sowohl kognitiv, aber auch emotional und körperlich erfahren.
Für die Teilnehmenden war die Exkursion eine Art angewandte Praxis: Vokabular zur Kunstbeschreibung, zuvor im Unterricht erarbeitet, konnte nun in einem realen Kommunikationskontext eingesetzt werden. Fragen zur Ausstellung, spontane Reaktionen, Diskussionen über Eindrücke, all das förderte Spontanität, Hörverstehen und Ausdruckssicherheit.

Der Museumsbesuch ist zudem ein soziales Ereignis und fördert kollaborative Lernprozesse. Das gemeinsame Erleben außerhalb der gewohnten Seminarstruktur stärkt die Gruppendynamik und verändert Rollenbilder: Lernende tauschen sich offener aus und unterstützen sich gegenseitig beim sprachlichen Handeln. Diese soziale Dimension wirkt sich positiv auf Motivation und Lernbereitschaft aus.
Nicht zuletzt ist das Museum Teil des urbanen Raums und damit eingebettet in die Stadt als Lernumgebung. Die Verbindung von Sprache, Bewegung und Raum unterstützt ein situatives Lernen, das nachhaltiger wirkt als rein abstrakte Wissensvermittlung. Viele Studierende äußerten im Nachgang, wie sehr sie es schätzen, ihre Sprachkenntnisse in einem „echten“ Kontext anzuwenden, und berichteten, dass Inhalte stärker im Gedächtnis bleiben, wenn Lernen mit Emotion, Neugier und persönlicher Erfahrung verknüpft ist.
Bild und Text: Christiane Hoyer

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Sprachkoordinatorin für Französisch, Frau Dr. Jaeger (Catherine.Jaeger@hu-berlin.de).
Bild und Text: Christiane Hoyer

Kontakt: Christiane Hoyer (christiane.hoyer@hu-berlin.de). Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich gern an die Sprachkoordinatoren.
Text: Tatjana Lischitzki, Foto: Pixabay

Text und Fotos: Muriel von Dungern
In Februar/März 2025 fand ein zweiwöchiger Deutsch-Französischer Tandemkurs unter dem Motto „Deutschland-Frankreich: Sprache, Gesellschaft, Politik und Kultur im Vergleich“ statt, – in Berlin zum 10. Mal unter der Leitung von Muriel v. Dungern (Doz. für Französisch). Dieser Tandemkurs ist das Ergebnis einer erfolgreichen Kooperation von drei Institutionen: dem Sprachenzentrum der Humboldt-Universität zu Berlin, der Université Sorbonne Nouvelle-Paris 3 und dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (OFAJ-DFJW).

Ein solcher Kurs ist immer ein kleines Abenteuer, aber das Prinzip ist einfach. Es werden jeweils in Berlin und in Paris 10 Studierende ausgesucht, die sich im Vorfeld für das Projekt beworben und in der Zielsprache mindestens das Niveau B1 bis B2 erreicht haben. Der zweisprachige Intensivkurs bietet den 20 Teilnehmer:innen täglich 5 Stunden Sprachaktivitäten im Tandem (inkl. Theater- und Radioworkshops, Planspiel, Realisation von Projekten etc.) sowie zahlreiche andere kulturelle Aktivitäten und Führungen. Während der Tandemaktivitäten ist jeder Teilnehmende Experte in seiner Muttersprache.
Dieser Austausch bietet eine hervorragende Gelegenheit, in einer entspannten Atmosphäre Französisch zu üben und zu verbessern, mit Französischsprachigen die französische Kultur zu entdecken und gleichzeitig den Partnern dabei zu helfen, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern sowie Berlin und die deutsche Kultur zu entdecken und/oder zu verstehen. In der Woche in Paris verschieben sich die sprachlichen, kulturellen bzw. interkulturellen Schwerpunkte dementsprechend.
Darüber hinaus ist es für die Teilnehmenden aus Berlin eine echte Chance, sich ergänzend auf einen Erasmus-Austausch oder ein französischsprachiges Praktikum vorzubereiten, ihre sprachlichen wie auch interkulturellen Kompetenzen zu erweitern und zu vertiefen sowie ein Deutsch-Französisches Netzwerk aufzubauen.
Ohne eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen Jonas Meir und Helen Schreilechner (beide Lektor:innen in Paris 3) wäre dieses intensive und für alle sehr bereichernde Projekt nicht möglich gewesen. Ganz besonders soll auch hier die wesentliche Rolle des Deutsch-Französischen Jugendwerks (OFAJ-DFJW) unterstrichen werden, das diesen Intensivtandemkurs seit vielen Jahren begleitet, finanziert und in der Form möglich macht.
Merci an alle!

