STUDENTLIV: Das Studierenden-Magazin

Die (Inter)​Disziplinierten

Studentliv stellt vor

Was bedeutet interdisziplinäres studentisches Miteinander, fächerübergreifender Austausch und Diskussion?

Wir, Die (Inter) Disziplinierten, sind eine Gruppe von Studierenden mit verschiedenen Studienschwerpunkten aus den Bereichen Geistes- und Naturwissenschaften, die genau dies versuchen herauszufinden. Als studentische Online-Zeitschrift und Gruppe von Menschen versuchen wir bei unseren Redaktionstreffen in den Dialog zu treten, uns auszutauschen und gemeinsam Themen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Im Zentrum einer „Ausgabe“ steht ein Titelthema, welches wir aber zugleich auch als Denkanstoß für den Austausch begreifen und weniger als Themeneingrenzung. Wir veranstalten außerdem halbjährlich mehrtägige (meist 2–3 Tage andauernde) „Schreibwerkstätten”, die dem (gemeinsamen) Verfassen und Diskutieren von Artikeln dienen.

Gegründet wurde die Zeitschrift im August 2020 und erscheint seitdem halbjährlich. Wir treffen uns monatlich in Berlin oder über Zoom. Bisherige Titelthemen waren „Nähe und Ferne” und das Thema „glauben”. Der Art und Weise, wie ihr euch einem dieser Themen nähern wollt, sind keine Grenzen gesetzt. Journalistische Artikel, Essays, Lyrik, Satire-Beiträge oder auch Kurzgeschichten. Alle Textformen sind willkommen! Außerdem betreiben wir eine Rubrik, die sich „Forschen im Alltag“ nennt. Die Texte in dieser Rubrik beschreiben meist Alltagssituationen in detaillierter Form, sodass die Absurditäten in unserer Normalität sichtbar werden.

Neugierig geworden? Dann besucht doch mal unsere Website unter:

https://interdisziplinierten.de/

Und wenn ihr Lust bekommen habt, mal vorbeizuschauen, dann schreibt uns eine Mail an:

interdisziplinierten@web.de

Wir freuen uns sehr über neue Redakteur*innen

Oder folgt uns auf:

FB @ Die Interdisziplinierten

IG @ die_interdis

Bis bald!

Die (Inter) Disziplinierten

16. Mai 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Feature
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Filmkvällar på NI

Veranstaltungshinweis

Auch in diesem Semester organisiert unser Schwedisch-Lektor Håkan Fink wieder einen regelmäßigen Filmabend mit schwedischen Filmen. Eine Übersicht über die geplanten Filme findet ihr in unserem Moodle-Kurs.

Die Filme werden auf Schwedisch mit schwedischen Untertiteln gezeigt.

Geplante Termine sind 17.05, 24.05, 31.05, 07.06, 14.06, 21.06, 28.06 und 05.07.

Beginn des Filmabends ist immer 18.00 Uhr in Raum 3.134.

Diese Verantstaltung ist angeschlossen an die Schwedisch-Kurse des Instituts, aber natürlich offen für alle Studierenden des NI. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

12. Mai 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Verschiedenes

Was tun, wenn alles zu viel wird

Special: Krisen & andere Hindernisse

Ein Beitrag von Theresa Kohlbeck Jakobsen

Das Weltgeschehen konfrontiert uns gerade mit einer Vielzahl an Bedrohungen, die sichtbar Einfluss nehmen auf unseren Alltag: Pandemie, Krieg und alle zugehörigen gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen. Gerade uns Studierende können diese Auswirkungen besonders hart treffen. Egal, ob Geldsorgen, fehlende Technik, oder einfach die Einsamkeit in einer neuen, fremden Stadt: Die Geschehnisse der letzten 2 Jahre potenzieren den Stressfaktor und lassen viele von uns mit existentiellen Ängsten zurück!

Doch was tun, wenn einem alles zu viel wird und die eigene Situation einem als ausweglos erscheint?

Ich möchte euch im Folgenden hier ein paar Berliner Anlaufstellen und Hilfsangebote kurz vorstellen. Dies ist selbstverständlich nur eine subjektive Auswahl und der Artikel hat keinen Vollständigkeitsanspruch.

Berliner Krisendienst

Rund um die Uhr telefonisch erreichbar.

Eine erste Anlaufstelle, besonders bei akuten Krisensituationen aller Art. (z. B. Trennung, Einsamkeit, Panikzustände, Suizidgedanken, Konflikte in der Familie/dem Job, traumatische Erlebnisse)

Ihr könnt hier auch anrufen, wenn es einer Freund:in/ Bekannten etc. schlecht geht und ihr euch Sorgen macht. Der Krisendienst bewertet kompetent die Lage und sendet gegebenenfalls Hilfe zu der betreffenden Person.

https://www.berliner-krisendienst.de/

Hochschulisches Gesundheitsmanagement

Hier findet ihr eine Übersicht der Beratungsangebote an der Humboldt-Universität.

Die Angebote reichen von Seelsorge über Studienberatung bis hin zu Perspektivberatung bei Studienzweifeln. Es gibt auch eine Anlaufstelle für Studierende mit Beeinträchtigungen. Ihr findet hier außerdem instituts- & fakultätsunabhängige Institutionen der Uni wie den Referent:innenrat (s. Feature Feb.-Ausgabe), das Studierendenwerk und den Personalrat der studentischen Beschäftigten.

https://www.hgm.hu-berlin.de/de/gesund-studieren/angebote/beratung-informationen

Zentrum für Familienplanung im Auguste-Viktoria-Klinikum

Auch wenn der Name so klingt, ist diese Anlaufstelle des Gesundheitsamtes Berlin nicht nur bei Nachwuchsthemen eine super Adresse, sondern besonders auch, wenn es um Konflikte in Partnerschaften, sexuelle Gesundheit und sonstige gynäkologischen Anliegen (z. B. Schwangerschaftsabbruch, Verhütungsberatung, Vertrauliche Geburt, Sexualpädagogik etc.) geht.

Außerdem könnt ihr als Studierende hier eine Kostenübernahme für Verhütungsmittel beantragen. Ausschlaggebend ist dabei nur euer Einkommen, ansonsten müsst ihr euch nicht weiter rechtfertigen.

Eine gynäkologische Untersuchung ist hier sogar ohne Krankenversicherung möglich.

https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/gesundheitsamt/zentrum-fuer-familienplanung/artikel.29766.php

Wenn sich euer Anliegen um Sexarbeit und/oder sexuell übertragbare Infektionen dreht:
Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung in Friedrichshain-Kreuzberg.
Hier ist ein anonymer HIV-Test möglich.

https://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/aemter/gesundheitsamt/zentrum-fuer-sexuelle-gesundheit-und-familienplanung/

Hilfe in Berlin – Portal für Betroffene von Straftaten

Ihr seid Zeug:in einer Straftat geworden oder euch ist selbst Gewalt widerfahren? Hier findet ihr sowohl nützliche Informationen, als auch unterschiedlichste Anlaufstellen. Die Website ist sowohl in Gebärden- und Leichter Sprache als auch auf Englisch und vielen weiteren Sprachen verfügbar.

https://www.hilfe-in-berlin.de/

Ihr kennt noch ein tolles Angebot, das unbedingt im STUDENTLIV vorgestellt werden sollte?!
Dann schickt eure/n Artikel/Kurznachricht an: kohlbeth@hu-berlin.de

10. Mai 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Thema Spezial
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Ausstellung: Identität und Namensänderung

Ein Veranstaltungshinweis

„[…] weil ich mir an manchen Tagen einfach so wünsche gar keinen Namen zu haben.“


Eine Ausstellung zum Thema Identität und Namensänderung am Beispiel der Berliner Hochschulen.

Im Rahmen eines Seminars zu Rechtsanthropologie im Fachbereich der Europäischen Ethnologie an der Humboldt-Universität haben wir untersucht, wie verschiedene Akteure an Hochschulen rechtliche Spielräume nutzen, um Namensänderungen für trans*, inter und nicht-binäre Menschen zu ermöglichen. Damit wollen wir auf die massiven Diskrepanzen bei der Auslegung des TSG durch verschiedene Hochschulleitungen aufmerksam machen, sowie auf den daraus resultierenden Leidensdruck für Betroffene. Das TSG ist diskriminierend, liegt es nicht auch in der Verantwortung der Hochschulen, die Reform mit anzustoßen? Die Ausstellung zentriert Betroffene und deren Erfahrungen, sowie die Widersprüche der Gesetzgebung.

Vernissage: 22.05.22, 19:00 Uhr

Ort: Sonntags-Club e.V., Greifenhagener Straße 28, 10437 Berlin – Prenzlauer Berg

10. Mai 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Verschiedenes
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Natur vs. Machthunger

Beitrag und Bilder von Anna-Mariya Mushak

Am 18. März gab es in meiner Heimatstadt Lwiw (Lemberg) Explosionen in der Nähe des Flughafens. Diesen Text möchte ich aber dem Thema „Natur“ widmen.

Auf dem Video vom 18. März, das die Explosionsrauchwolken in der Stadt im Morgenrauen zeigt, konnte ich sehr deutlich den Vogelgesang hören. Dies schockierte mich, womöglich mehr als die Rauchwolken selbst. Denn das ist die Kombination, die man sich als allerletztes vorstellen würde: Krieg, Explosionen, Chaos, Rauchwolken, Grusel und Vogelgesang im Sonnenaufgang. Doch das ist die genaue Beschreibung davon, was auf dem Video zu sehen und zu hören ist.

Ich fühlte mich sehr davon beeindruckt. Das Gesehene und Gehörte führte mich zu ähnlichen Überlegungen hin, die ich bereits im Jahre 2020 nach ein paar Monaten Pandemie hatte. Damals kam Folgendes in den Nachrichten: Die Menschen in Indien konnten zum ersten Mal seit Jahrzehnten den Himalaya sehen. Dies lag daran, dass der Lockdown beziehungsweise das Flugverbot die Luftverschmutzung verringert hatte. Dadurch habe ich so klar wie nie zuvor verstanden: Die Natur kann und wird ganz gut ohne uns, Menschen, gedeihen. Es sind wir, die Menschen, die die Natur brauchen und ohne sie nicht sein können.

Warum vergessen wir das so oft?

Warum vergessen wir, dass wir hier nur Gäste und keine Herrscher*innen sind?

Warum begreifen das die ambitiösen, machthabenden Personen nicht?

Die Natur gibt mir immer Kraft. Vor allem, wenn ich verzweifelt oder traurig bin oder Antworten auf Fragen finden muss, die mir unlösbar zu sein scheinen. Ein ein- bis zwei Stunden langer Spaziergang im Park mit Sonnenschein und Vogelgesang kann mir immer einen Teil des Schmerzes, der Trauer oder der Sorgen abnehmen. Ich bin mir sicher, das Gefühl ist ziemlich vielen von uns bekannt. Warum kann man dafür nicht dankbar sein?

Jetzt im Frühling, wenn ich beobachte, wie schön es ist, wenn die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, frage ich mich nur: Wie sind solche Sachen wie Krieg überhaupt denkbar und möglich? Wie kann es sein, dass auf diesem Planeten, der voll von Wundern ist, die unerfüllten Ambitionen irgendwelcher dummen Menschen von so einer großen Bedeutung sind? Beschämend und schmerzhaft.

5. Mai 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Thema Spezial

Studentische Kunst

Beitrag und Bild von Cecilia Falkmann

5. Mai 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Kreativ schön / Schön kreativ

APRIL-Ausgabe jetzt live

Hej allesammans,

Das neue Semster ist bereits gestartet, wenn ihr diese Ausgabe im übertragenen Sinne in Händen haltet. Die Sonne scheint und die Vorfreude auf den nahenden Sommer liegt wie ein Summen in der Luft. Das in Präsenz geplante Sommersemester bringt jedoch auch viel Neues und/oder mittlerweile Ungewohntes mit sich. Das STUDENTLIV versucht euch mit spannenden Beiträgen, im gewohnt digitalen Format, bei diesem Neustart zu unterstützen. Deshalb enthält diese Ausgabe auch besonders viele Hinweise zu weiteren spannenden und nützlichen Angeboten rund um das Studium.

Ihr findet die Ausgabe wie immer im Moodle-Kurs als PDF zum downloaden.
Außerdem werden in den nächsten Wochen die Beiträge der Ausgabe nach und nach hier erneut veröffentlicht.

Los geht’s: Setzt euch mit einem Getränk eurer Wahl in die Sonne und fangt an zu stöbern.

Theresa

Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Wichtiges aus dem NI – 2
Was tun wenn… – 3
Natur vs. Machthunger – 5
Kreativ schön / Schön Kreativ – 6
Feature: Die (Inter)​Disziplinierten – 7
Endometriose?! – 8
Verschiedenes – 9
Ausblick

Bild: Canva
28. April 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein
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ZWISCHEN HUMOR UND REFLEXION pt. 2

Ein Beitrag von Victoria Reiniger

Nichts auf der Welt ist so mächtig wie ein Meme, dessen Zeit gekommen ist.

– mögliche Worte eines berühmten Literaten lange vor den sagenhaften Meme-Zeiten
Textzeile wurde von Victoria hinzugefügt.
Ramon Casa (1899), Jove decadent
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Jove_decadent.jpg

Damit die Macht sich in voller Blüte im Gedanken entfaltet, die würzige Frechheit im Nachgeschmack nicht nachlässt, ein kurzes Rezept für die Tasse aromatischer Memes für den Zwischenstopp beim täglichen Scrollen:

Ein Tropfen vom Zweig fraglichen Humors,
Ein Teelöffel ehrlicher Reflexion,
Ein Hauch von Geist im Leib und Text, gewürzt in alltäglicher Erschöpfung
Und zuletzt ein Esslöffel subtiler Kritik frisch aus der alten Quelle.

Guten Appetit!

Besonders für uns alle in der Literatur- und Geisteswissenschaft, gibt es nichts, das davon abhält, unseren Gegenstand – Text, Idee, Konstrukt, wissenschaftliche Arbeit – mit einem Lächeln, Grinsen oder sogar Lachen näher zu betrachten.

Für euch – die zwei Memes:

Über die literatur- und geisteswissenschaftliche Arbeit

Textzeile wurde von Victoria hinzugefügt.
Caravaggio (1605/1606), Hl. Hieronymus beim Schreiben
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Michelangelo_Caravaggio_057.jpg
24. März 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
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Werde Teil des Studentliv-Magazins

Von wissenschaftlich über kreativ bis alltäglich.

Nächste Deadline 18.04.2021

!!!Allgemeine Formalia!!!

You are welcome to submit in English as well as in all nordic languages. Please note that we request a translation of texts submitted in faroese, sápmi, greenlandic, icelandic and finnish. Translations can be into german, english or an scandinavian language.

21. März 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein
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Ich komme aus der Ukraine.

Ein Beitrag von Anna-Mariya Mushak (geschrieben am 27.02.2022)

„Mit dem Beginn der vorlesungsfreien Zeit fange ich an meine Bachelorarbeit zu Ende zu schreiben. Ab Donnerstag, den 24.02. Ja, so wird es sein.“ Dachte ich mir.

Am Morgen, des 24.02.2022, las ich in den Nachrichten: Russia launches „full-scale“ invasion of Ukraine. Ukraine on fire.

Bild: Anna-Mariya Mushak

Seit diesem Moment lebe ich, wie auch alle andere Ukrainer:innen, gefühlt in einem neuen Universum. Ein Universum in dem ich mich noch nie zuvor befand und eines von dem man nichts wissen kann, bevor man in es hinein gerät. Das passiert erst, wenn man direkt vom Krieg betroffen ist und nicht, wenn man darüber aus Nachrichten erfährt.

An diesem Tag habe ich, innerhalb einer Stunde, mindestens 30 Nachrichten mit den Worten der Unterstützung bekommen. Das war unglaublich. Ich war und bin sehr dankbar für jeden Gedanken an mich. Nur eine Frage hat mich hilflos gelassen: Wie es mir geht. Gefühlt wollte ich nur zurückfragen: Was glaubt ihr, wie es mir geht?

Die ersten zwei Tage waren eine Mischung aus Angst, Chaos, Ungewissheit, Schuldgefühlen und irgendwelchen neuen Emotionen, die ich bisher gar nicht kannte. Ich weiß nicht, wie ich sie nennen sollte und ob es für sie Namen/Begriffe gibt. Und ja, Schuldgefühle. Denn ich befinde mich an einem ruhigen Ort und ich schaue in den blauen Himmel, in dem nur ab und zu ganz übliche Flugzeuge fliegen. Wie kann es sein, dass meine Familie, meine Freunde und meine Ukraine Sirenen statt dem Wecker hören während ich hier nur die Vögel singen höre? Ich fühlte mich so unangenehm unverdient privilegiert. Jedoch seitdem ich realisiert habe, dass ich auch hier mein Bestes tun kann, um zu helfen, sind diese Schuldgefühle ein wenig leiser geworden.

Bild: Pixabay

Seit der ersten Minute habe ich die Rolle einer Botschafterin, eines Infokanals, auf mich genommen: Ich teile viele Informationen auf Social Media, auf allen Sprachen, die ich kann. Ich teile unter anderem Informationen darüber, wie der Ukraine geholfen werden kann und beteilige auch mich selbst auf verschiedene Art und Weise.

Obwohl die erste Schockphase teilweise vorbei ist (wenn ich das überhaupt behaupten kann),  trage ich den Schmerz in mir. Ich trage den Krieg in mir. Ich merke, dass unabhängig davon, wohin ich gehe oder mit wem ich mich treffe, ich es nicht schaffe, von dem Thema abzuschalten. Aber ich muss vielleicht auch nicht? Weiß ich nicht, habe nur 4 Tage Erfahrung damit. 4 Tage. Gefühlt 4 Ewigkeiten. Auf Instagram habe ich gestern den Satz gesehen: „I just understood i don’t know the day of week today, but i know it is he 4th day…“. Besser könnte ich es nicht zusammenfassen. Schon dreimal habe ich meiner Familie eine gute Nacht gewünscht mit dem Wissen, dass die Nächte alles andere als gut sein werden. Habe mich dabei auch gefragt, ob ich sie alle am nächsten Tag noch haben werde, ob ich ihnen nochmal eine gute Nacht wünschen werden kann? Im schlimmsten Albtraum aller Zeiten könnte ich mir so ein Szenario nicht vorstellen.

Gleichzeitig darf ich nicht vergessen zu sagen, wie stolz ich bin, Ukrainerin zu sein. Wie stolz ich auf unsere Armee bin, die so mutig und engagiert die Ukraine verteidigt. Wie unglaublich wir, die Ukrainier:innen sind, dass wir auch in so einer schwierigen Zeit legendäre Sprüche und lustige Momente kreieren, die uns alle in dieser gruseligen, angespannten Situation aufmuntern und vereinen. Die Geschichte über die Verteidigung der Schlangeninsel. Die heroische Tat von Witalij Skakun. Der unbekannte Musiker, der in unserer Hauptstadt Kyiw in einer der Nächte auf einer Trompete unsere Nationalhymne gespielt hat, während die Stadt unter Beschuss stand. Ukrainner:innen im In- und Ausland, die in jeder Ecke der Welt sofort füreinander da waren und immernoch sind. Nur ein paar Beispiele dank denen ich mit Gewissheit sagen kann:

Ich komme aus der Ukraine. Ich bin stolz darauf.

Wie ihr helfen könnt:

https://how-to-help-ukraine-now.super.site/

https://drive.google.com/file/d/1cs2iUXeKSjQbr_XgxNm4SvgxGVFI1DAS/view (PDF Flyer)

Weiterführender Lesetipp der Redaktion:

Eine weitsichtige Einordnung der Russland-Ukraine-Krise von Prof. Ralph Tuchtenhagen:
Die Ukrainekrise und der Ostseeraum: Eine Chronik. NORDEUROPAforum Blogbeitrag über Entwicklungen und fortschreitende Eskalation von 2013 bis heute. Zu lesen hier: https://portal.vifanord.de/blog/die-ukrainekrise-und-der-ostseeraum-eine-chronik/

28. Februar 2022 | Veröffentlicht von kohlbeth | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Thema Spezial
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