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Eco-Connectivity – eine Ausstellung zur Berlin Science Week im Thaer-Saal und den Zweigbibliotheken Campus Nord und Naturwissenschaften

Die Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin freut sich, auch in diesem Jahr wieder zu den Gastgebern einer Ausstellung im Rahmen der Berlin Science Week zu gehören.

Unter dem Titel „Eco-connectivity: an Art/NaturSci exhibition series“ können Sie vom 1. November bis 22. Dezember 2018 an verschiedenen Standorten sowohl am Campus Nord als auch am Campus Adlershof die von MP Warming kuratierte Ausstellung im Spannungsfeld Kunst – Natur – Wissenschaft entdecken.

Eco-Connectivity in der Zweigbibliothek Campus Nord

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Foto: Anja Müller

Die Hauptausstellung befindet sich im Thaer-Saal der Humboldt-Universität zu Berlin (Invalidenstr. 42) und kann an Wochentagen von 8:00 bis 20:00 Uhr besichtigt werden.

Unweit der Hauptausstellung befinden sich in der Zweigbibliothek Campus Nord (Hessische Str. 1-2) die „Annex Galleries“: In mehreren Lesesälen, Lesenischen und Loungebereichen der Bibliothek werden die Werke internationaler Künstler*innen ausgestellt und können während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Montag bis Freitag von 9:00 bis 19:00 Uhr, Samstag von 11:00 bis 19:00 Uhr) besichtigt werden.

Als neuer Ausstellungsort ist die Zweigbibliothek Naturwissenschaften in Adlershof hinzugekommen: Die „Satellite Exhibition“ präsentiert rund um den Lesesaal weitere Exponate internationaler Künstler*innen, die sich besonders den großzügigen Raum zu eigen machen. Auch diese Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Montag bis Freitag von 8:45 bis 18:00 Uhr und Samstag von 11:00 bis 18:00 Uhr) zugänglich.

Es gelten für beide Standorte die regulären Bedingungen für die Benutzung der Bibliothek.

Herzstück in den Annex Galleries in der Zweigbibliothek Campus Nord ist die Ausstellung  der School of Visual Art New York, die von Suzanne Anker kuratiert wurde. Die School of Visual Art New York ist die einzige Kunsthochschule weltweit, die über ein vollausgestattetes Biologielabor verfügt, zu dem einzigen Zweck, Kunst in einem naturwissenschaftlichen Kontext zu schaffen. Die ausgestellten Werke beschäftigen sich mit den Themen Ökosysteme, Klimawandel und Umweltsanierung. Ein Besuch lohnt sich!

Die weiteren Einzelausstellungen stammen von Adam Crosson, Virginia Hanusik und Guillaume Le Moine und wurden wie das Gesamtkonzept von MP Warming kuratiert.

Die Bilder der Ausstellung „A Receding Coast: The Architecture and Infrastructure of South Luisiana“ zeigen die besonderen Herausforderungen, mit denen eine Stadt wie New Orleans, auf der Delta-Ebene des Mississippi erbaut, zu kämpfen hat und geben gleichzeitig einen Eindruck von zukünftigen Entwicklungen. So heißt es im Programm zur Ausstellung:

„As we continue to feel the effects of global warming over the next 50 years, architecture and infrastructure will become the foundation for life along the Louisiana coast, and a critical exploration of this topic will allow for a deeper understanding around how societies will be able to adapt to climate change.“

Im Lesesaal der Zweigbibliothek Naturwissenschaften laden mehrere Exponate dazu ein, sich mit dem Verhältnis Mensch – Umwelt auseinanderzusetzen. Wiederkehrendes Thema in verschiedenen Arbeiten ist die Verschmutzung der Meere durch Plastik. So erstellt Ying Kit Chan aus Hong Kong Objekte aus recyceltem Plastik, oftmals auch aus Müll, Mara Marx Lewis & Tyler Lewis aus den USA und Österreich kombinieren natürliche Materialen mit Plastik so dass sie eins werden. Auch die Werke von Katrina Abbatuan (Philippinen/Großbritannien), Adam Crosson (USA), Stefaan von Biesen (Belgien) und José Esquivel (USA) setzen sich ganz unterschiedlich mit dem Verhältnis Mensch – Natur auseinander, wobei der letztgenannte zu den Vorreitern gehört, die sich schon seit den 1970er-Jahren in diesem Themenbereich arbeiten. Der Vorhang von Megumi Baba (Japan) gehört schließlich zu den auffälligsten Exponaten. Die Motive entstammen der Forschung über die Giftigkeit und Heilkraft von Pflanzen.

Im Rahmen der Ausstellung findet am Dienstag, den 6. November um 19 Uhr im Thaer-Institut (Invalidenstr. 42, Hörsaal 9) eine Panel-Diskussion zu dem Thema „Designed Environments: climate change, adaptability, and our nomadic futures“ in englischer Sprache statt. Hierzu sind alle interessierten Personen herzlich eingeladen!

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.artscienceexhibits.com/

https://berlinscienceweek.com/

2. November 2018 | Veröffentlicht von Anja Herwig | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein

Arbeitskabinen im Grimm-Zentrum für Examenskandidatinnen und -kandidaten: Jetzt bewerben!

Ab 31.10.2018 starten wir mit einem neuen Vergabeverfahren für die Arbeitskabinen im Grimm-Zentrum.

Sie sind HU-Studierende/r und planen im 1. Quartal 2019 eine Abschlussarbeit zu verfassen? Wenn Ihr Hauptfach in einem der Fächer liegt, die wir im Grimm-Zentrum „betreuen“, d.h. Literatur und Medien dazu anschaffen, dann können Sie sich gerne auf eine unserer über 40 Arbeitskabinen bewerben, die ab Januar 2019 zur Verfügung stehen. Unsere Arbeitskabinen befinden sich auf den Etagen 2-5, sind z.T. mit PC ausgestattet und können für acht Wochen zur Abfassung der Abschlussarbeit genutzt werden.

Das Online-Bewerbungsformular und weitere Informationen finden Sie hier, Bewerbungsfrist ist der 02.12.2018.

Foto: Birgit Stumm
31. Oktober 2018 | Veröffentlicht von Birgit Stumm | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Grimm-Zentrum

International Open Access Week 2018

Alljährlich im Oktober findet die International Open Access Week statt, die weltweit von Institutionen genutzt wird, um mit Aktionen oder Veranstaltungen für Open Access zu werben.

Im diesjährigen Motto “Designing Equitable Foundations for Open Knowledge“ manifestiert sich der Wandel, in dem sich das wissenschaftliche Publizieren derzeit befindet. Während Forschungsförderorganisationen und Institutionen Open Access zunehmend als Standardmodell des Publizierens fördern oder voraussetzen, ist die Art und Weise der praktischen Umsetzung vielfach noch im Fluss. Wenn der offene Zugang zu Wissen als Standardmodell des Publizierens gelten soll, müssen die neuen und offenen Systeme des Zugangs so gestaltet werden, dass sie den Bedürfnissen einer globalen Wissenschaftsgemeinschaft in ihrer Vielfalt gerecht werden. Die Open Access Week bietet die Möglichkeit, sich an den Diskussionen über die adäquate Gestaltung offener Wege zu Wissen zu beteiligen.

So steht der 24.10. ganz unter dem Motto der Diskussion und Vernetzung: Das Open-Access-Büro Berlin, das Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung Berlin (digiS) und der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) organisieren im Rahmen der International Open Access Week für alle Open-Access-Akteure aus Berlin und Brandenburg ab 16 Uhr im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin eine Netzwerkveranstaltung. Gezeigt wird in diesem Rahmen auch eine Postersammlung, die einige der Berliner/Brandenburger Open-Access-Projekte und -Aktivitäten vorstellt.

Die Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität unterstützt Open Access aktiv durch Beratungsangebote, Fördermöglichkeiten und Publikationsplattformen und baut ihre Services auch im nächsten Jahr weiter aus. Schon jetzt können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung durch Publikationsfonds für Zeitschriftenartikel nutzen, von zahlreichen Vereinbarungen mit Verlagen profitieren oder auch den edoc-Server als Open-Access-Publikationsserver der Humboldt-Universität für ihre Veröffentlichungen nutzen. Das Open-Access-Team der Universitätsbibliothek berät Sie bei Ihren Fragen rund um die Open-Access-Services an der Humboldt-Universität. Kontaktieren Sie uns unter openaccess@ub.hu-berlin.de

 

Weiterführende Links und Informationen:

International Open Access Week

Netzwerkveranstaltung Berlin/Brandenburg

Open-Access-Seiten der Universitätsbibliothek

Publikationsfonds der HU

Verlagsvereinbarungen an der HU

edoc-Server. Open-Access-Publikationsserver der Humboldt-Universität zu Berlin

Open-Access-Tools, die das (wissenschaftliche) Leben leichter machen

CC BY Nick Shockey
22. Oktober 2018 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter #OAweek, Open Access

Primus im neuen Gewand

Endlich ist es so weit: ab sofort erscheint unser Primus Suchportal in völlig neuem Gewand. Damit bieten wir Ihnen effektivere Suchmöglichkeiten, ein übersichtlicheres User Interface sowie intuitivere Zugänge zu Weiterverarbeitungsmöglichkeiten und Kontofunktionen. Das neue UI ist optimiert für die mobile Nutzung und barrierefrei.

Hier die Neuerungen im Einzelnen:

  • Sie können nun vorab Ihren Suchbereich einschränken auf „HU-Katalog“. Hier finden Sie dann gedruckte und elektronische Bücher und Zeitschriften der UB. Voreingestellt ist der umfangreichere Suchbereich „HU-Katalog, Artikel und mehr“, in dem Sie gedruckte und elektronische Bücher und Zeitschriften der UB sowie Zeitschriftenartikel und weitere Medienarten finden.
  • Wenn Sie eine Suche in Primus absetzen, ist die Verfügbarkeit eines Titels mitsamt den Standortinformationen unmittelbar in der danach erscheinenden Trefferliste erkennbar. Ist der Titel vor Ort, wird die Standortinformation (Zweigbibliothek, Etage, Bereich, Signatur) eingeleitet mit einem grünen „Verfügbar in“. Ist der Titel entliehen, ist auch dieses sofort erkennbar, indem die Standortinformation mit einem blassgrauen „Entliehen in“ beginnt. Sie erhalten also auf den ersten Blick die wichtigsten Informationen zu einem Titel.

 

 

  • Auch der Weg zu Online Ressourcen erfordert nun weniger Klicks.
  • Ihr Konto ist mit Klick auf Ihren Namen oben rechts abrufbar und zeigt Ihnen auf einen Blick alle verfügbaren Funktionen an: Informationen zu Ausleihen, Bestellungen, Gebühren, Sperren und Meldungen. Auch Inhalte sind bereits in einer Kurzansicht erkennbar:

 

 

 

  • „Persönliche Informationen“ erscheinen nicht als separater Block, sondern klein oben rechts in der horizontalen Navigation. Hier befindet sich auch die Funktion „PIN/Passwort ändern“:

 

 

  • Schon aus der Kurztrefferliste heraus haben Sie die Möglichkeit, für Sie relevante Treffer weiterzuverarbeiten: Schicken Sie sich die Resultate per Mail an die in Ihrem Konto hinterlegte Mail-Adresse, exportieren Sie Treffer in ein Literaturverwaltungsprogramm Ihrer Wahl oder geben Sie sich bibliographische Angaben in einem bestimmten Zitierformat aus.

 

 

  • In der Kurztrefferliste erhalten Sie jetzt auf den ersten Blick die Information, ob ein Titel per ‚Open Access‘ frei zugänglich ist.
  • Bei Zeitschriftenartikeln wird Ihnen ebenfalls auf der obersten Ebene schon angezeigt, ob der Artikel einer qualitätsgeprüften, sogenannten „peer-reviewed“-Zeitschrift entstammt.

 

 

  • Dass Sie in Primus Favoriten markieren und sammeln können, kennen Sie schon. Neu ist, dass Sie diese Favoriten auch mit Labeln versehen und gruppieren können. Probieren Sie es mal mit der Pinnnadel-Funktion aus.

 

 

  • Die sogenannten „Facetten“, über die Sie eine Suche verfeinern können, finden Sie nach wie vor auf der linken Seite. Hier können Sie beispielsweise auf eine Zweigbibliothek, eine Medienart oder auch einen Zeitraum einschränken. Neu ist die komfortable An- und Abwahlmöglichkeit einer Facette:

 

 

  • Die gesetzten Filter werden dann oben links angezeigt. Sie können diese speichern, indem Sie auf das kleine Schloss-Symbol klicken.

 

 

  • Informationen zu „Details“ und „Standort“ müssen nicht mehr über separate Reiter angeklickt werden. Die meisten Informationen zu einem Titel sind in übersichtlicher Abfolge dargestellt:

 

 

Um Primus im vollen Umfang nutzen zu können, empfehlen wir Ihnen, sich vor einer Recherche in Primus anzumelden. Dann werden Ihnen die für Sie persönlich geltenden Ausleihbedingungen angezeigt, können Sie entliehene Medien vormerken, Bücher aus dem Magazin bestellen sowie Ihr Konto einsehen und verwalten.

Bitte beachten Sie auch, dass lizenzierte Online Ressourcen nur aus dem HU-Netz heraus zugänglich sind.

In kurzen Filmen werden wir Ihnen die einzelnen Funktionen von Primus näher bringen. Den Auftakt macht ein 3-minütiges Tutorial mit dem Thema „Zugang zu gedruckten Büchern in Primus“.

Während einer kurzen Übergangsphase haben Sie die Möglichkeit, zwischen alter und neuer Primus-Oberfläche zu wählen. Da das alte User Interface jedoch danach nicht mehr zur Verfügung steht, empfehlen wir Ihnen, sich möglichst schon jetzt mit der neuen Oberfläche vertraut zu machen. Es lohnt sich ohnehin, denn das neue Primus ist wirklich besser!

Wir laden Sie herzlich ein, das neue Primus zu testen und sind gespannt auf Ihr Feedback an info@ub.hu-berlin.de.

 

14. Oktober 2018 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Primus

Ein herzliches Willkommen an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin!

Als HU-Studierende sind Sie automatisch auch als Bibliotheksnutzerinnen und –nutzer registriert. Ihre Campus-Card ist zugleich Ihr Bibliotheksausweis. Mittels der integrierten MensaCard können Sie an allen Bibliotheksstandorten bargeldlos bezahlen, z.B. für Kopien, Scans oder Kaffee.

Informationen rund um Ihren ersten Bibliotheksbesuch finden HU-Studierende und HU-Wissenschaftlerinnen und –Wissenschaftler auf unserer Website.

In den Anfangswochen des Wintersemesters bieten wir Ihnen unser vielfältiges Schulungs- und Führungsprogramm in enger Taktung an. Dieses reicht von einer Führung durch das Grimm-Zentrum über eine Kurzvorstellung unseres Suchportals Primus bis hin zu der kombinierten Führungs- und Rechercheveranstaltung „UB-Kompakt“. Wer möchte, kann sich auch schon zu Beginn des Studiums mit der Vielfalt von Literaturverwaltungsprogrammen vertraut machen. Vielleicht möchten Sie schon Ihre erste Hausarbeit mit Hilfe von Citavi, EndNote (für Windows und Mac) oder Mendeley schreiben? Ebenfalls im Angebot haben wir eine vertiefende Einführung in die Datenbankrecherche.

In der Woche vom 08. bis 12.10.2018 im Zeitraum von 10.00 bis 15.00 Uhr richten wir im Foyer des Grimm-Zentrums eine Info-Theke speziell für Erstsemester bzw. Neulinge an der Universitätsbibliothek ein. Dort beantworten wir Ihnen gerne alle Fragen rund um die Bibliothek und unterstützen Sie beim Ersteinstieg.

Eine Premiere veranstalten wir in diesem Jahr mit unserem „Kaffeeklatsch für Erstsemester – Wissenswertes rund um die UB“. Dieser findet am 17.10.2018 zwischen 10.00 und 16.00 Uhr auf dem Westkubus im Grimm-Zentrum (über der Cafeteria) statt. Besuchen Sie uns auf einen Kaffee, fragen Sie uns Löcher in den Bauch, versorgen Sie sich mit unseren Informationsmaterialien und schauen Sie sich im angeschlossenen Schulungsraum unsere kurze Präsentation über die Services und Angebote der UB an.

Graphik: Nadya Shikalova

Die Vielfalt unserer Schulungen und Führungen erstreckt sich natürlich auch auf unsere anderen Standorte. Bitte erkundigen Sie sich vor Ort über die dortigen Angebote.

Zögern Sie nicht, sich mit Ihren Fragen, Anregungen und Problemen direkt an unsere Auskunftstheken (2093 – 99370, 2093 – 99371) zu wenden oder schreiben Sie eine Mail an info@ub.hu-berlin.de. Wir sind gerne für Sie da!

Einen guten Semesterstart wünscht Ihnen Ihre Universitätsbibliothek!

 

1. Oktober 2018 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Erstsemester

Originaldokument von Karl Marx wieder im Universitätsarchiv

Karl Marx gehört zweifellos zu den berühmtesten Studenten der Berliner Universität. Sein Studium der Jurisprudenz trat er 1836 an und besuchte acht Semester lang die Alma Mater Berolinensis, bevor er am 30. März 1841 sein Abgangszeugnis erhielt.

Dieses Zeugnis, zusammen mit weiteren Studienunterlagen, befand sich an der Humboldt-Universität zu Berlin, bevor 1952 die Originale auf Veranlassung des Rektors Friedrich dem Marx-Engels-Lenin-Institut (später Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED) in Berlin übergeben wurden. Zehn Jahre später kam das Konvolut zurück, die Originale waren durch Faksimiles ersetzt worden und befanden sich nunmehr im Besitz des 1963 gegründeten Zentralen Parteiarchivs. Das Institut war unter anderem für die historisch-kritische Herausgabe des Marx-Engels-Gesamtwerkes zuständig, das Archiv sammelte zahlreiche Memorabilien, die mit seinen Namensgebern und der Arbeiterbewegung allgemein in Verbindung standen, und verwaltete sie bis zur Auflösung nach 1989. Danach wanderten die Unterlagen ins zuständige Bundesarchiv (Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR), wo sie sich bis vor wenigen Wochen befanden.

Schon damals bedeutete die Herauslösung der Marx’schen Dokumente aus einem fadengehefteten Konvolut des Universitätsarchivs einen Bruch der archivischen Grundsätze. Nach 66 Jahren konnte dieser Bruch wieder behoben werden. Das restaurierte Abgangszeugnis ist aus dem Bundesarchiv ins Archiv der HU zurückgekehrt und gibt Auskunft über Karl Marx und seine Studien an der Berliner Universität.

Marx‘ Erinnerungen an seine Berliner Zeit sind eher spärlich: nicht auf Jura habe er den Fokus seines Interesses gerichtet, obwohl er einige rechtswissenschaftliche Veranstaltungen besuchte, sondern vor allem auf Philosophie und Geschichte. Aus seinen Studienunterlagen geht der Besuch vereinzelter Vorlesungen hervor – unter anderem zur Logik oder zur Allgemeinen Geographie -, doch muss sein Philosophie-Studium vorwiegend ein Selbststudium gewesen sein. Die Testate seiner Universitätsbesuche bescheinigten ihm größtenteils eine regelmäßige Teilnahme bzw. Belegung von Vorlesungsreihen. Lediglich bei Juristen mit stark rechtsphilosophischer Ausrichtung, Eduard Gans und Georg Andreas Gabler, erhielt er eine „vorzüglich fleißige“ bzw. „ausgezeichnet fleißige“ Teilnahme bestätigt.

Zwar waren diese Informationen bereits den Faksimiles zu entnehmen, doch können Kopien die Originale nicht ersetzen. Und es ist erfreulich, dass die Dokumentation des Studiums eines der bekanntesten deutschen Philosophen nun wieder dort aufbewahrt wird, wo sie hingehört.

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/das-zeugnis-des-karl-marx-auf-der-suche-nach-den-wurzeln-des-revoluzzertums-31229196
http://www.fr.de/kultur/karl-marx-in-disziplinarischer-hinsicht-nichts-besonders-nachtheiliges-a-1579207
https://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/kulturradio_am_vormittag/archiv/20180907_0905/wissen_0910.html

Kontakt:

Dr. Aleksandra Pawliczek

Humboldt-Universität zu Berlin

– Universitätsarchiv –

Tel. +49(0)30-2093 99747

 

Universitätsarchiv

Wagner-Régeny-Str. 5

12489 Berlin

archiv@ub.hu-berlin.de

19. September 2018 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Universitätsarchiv

Hochschulschriftensammmlung der UB der HU jetzt in großen Teilen online zu recherchieren

Hochschulschriftensammlung der UB – jetzt zu einem großen Teil online zu recherchieren

Die Universitätsbibliothek (UB) der Humboldt-Universität (HU) zu Berlin beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Hochschulschriften, beginnend mit dem 16. Jhd. bis 1998. Nun ist ein großer Teil dieser Sammlung das erste Mal online in Primus nachgewiesen und bestellbar.

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Dissertation aus der Sammlung

Hintergrund: Gegen Ende des zweiten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts entstand der Akademische Austauschverein, dem die Berliner Universität und ihre Bibliotheken angehörten, und der Tauschbeziehungen begründete, die bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts für die Erwerbung von Hochschulschriften von großer Bedeutung blieben. Pflichtexemplarregelungen zugunsten der Berliner Universität kamen später hinzu: 1838 für alle preußischen Schul- und Universitätsschriften, 1885 für alle deutschen Hochschulschriften. Aus diesen Quellen speiste sich die Sammlung, zu der neben Dissertationen, Habilitationsschriften und Schulprogrammen auch Rektoratsreden und andere akademische Gelegenheitsschriften zählen. Der Bestand beinhaltet nicht nur deutsche Hochschulschriften, sondern auch internationale Bestände aus z.B. Frankreich, den Niederlanden, den USA, der Schweiz sowie den skandinavischen Ländern.

Mit seinem Beschluss vom 15.9.1998 legte der Akademische Senat der HU fest, dass der „historisch gewachsene Bestand der Hochschulschriften der Universitätsbibliothek der HU ergänzt, bibliothekarisch und konservatorisch betreut sowie in den elektronischen Katalogen erschlossen und im Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) verzeichnet [werden soll].“[1] Gleichzeitig legte er fest, dass die deutschen Dissertationen inklusive des Promotionsjahres 1998 zur Sammlung gehören. Ab diesem Zeitpunkt sammelt die HU nur noch die eigenen Hochschulschriften als Pflichtexemplar.

Die Pflege und Erschließung ist nach wie vor eine große Aufgabe. Der weitaus größte Teil dieser Sammlung ist zwar formal erschlossen – Autor, Titel, Ort usw. sind also erfasst -, allerdings nicht mehr den heutigen Nutzungserwartungen gemäß zu finden, sondern nur über verschiedene Zettelkataloge. Hinzu kommt: Wie damals üblich und modern, wurden die Katalogisate nach den „Instruktionen für die alphabetischen Kataloge der preußischen Bibliotheken“ – kurz „Preußischen Instruktionen“ (PI) erstellt. Diese heute fremdartig wirkende Verzeichnung will die UB nach und nach in die Neuzeit übertragen.

Die Sammlung ist in drei Katalogen verzeichnet, die folgende Zeitabschnitte abdecken:

  • Teil 1 umfasst den Zeitraum von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis 1816 (ca. 53.500 Katalogkarten)
  • Teil 2 umfasst den Zeitraum von 1817 bis 1907 (ca. 176.000 Katalogkarten)
  • Teil 3 umfasst den Zeitraum von 1908 bis 1974 (ca. 610.000 Katalogkarten)
  • Teil 4 umfasst die Bestände von 1975 bis 1998 und ist seit Jahren im Online-Katalog bzw. Primus zu finden

Alle drei Teile des Zettelkatalogs sind schon lange über Mikrofiche-Lesegeräte zu konsultieren. Aber die Erfahrung zeigt, dass nur Spezialisten und Ahnenforscher sich diese Art der Suche und Inanspruchnahme zumuten.

Nun ist in einem ersten Schritt der dritte und umfangreichste Teil von 1908 bis 1974 digitalisiert, mit Hilfe von Schrifterkennungssoftware (OCR) soweit es ging erschlossen und in unser PRIMUS-Suchsystem eingespielt worden. Ab sofort kann es also passieren, dass Sie bei Ihrer Recherche auf Hochschulschriften stoßen, die wenig bekannt und häufig auch falsch geschrieben sind. Ein besonders unschönes Beispiel sehen Sie hier:

Treffer_Scankatalog
Trefferanzeige in Primus

 

Der Vergleich mit der Originalkatalogkarte zeigt die Schwächen der Schrifterkennungssoftware:

Treffer_Scankatalog_karte
Katalogkarte im Zettelkatalog

 

Die Problematik der Arbeit mit OCR-Software ist hier besonders eindrücklich – und vielleicht verständlich angesichts der vielen Unterstreichungen, farbigen Zusätze, Absätze und Klammern auf der Katalogkarte. Das ist aber überhaupt nicht die Regel. Häufig sind nur einzelne Buchstaben falsch erkannt und übertragen worden, so dass die Chance, den Titel zu finden, recht hoch ist. Wichtig aber bleibt: Der gefundene Titel sollte geprüft werden, indem man sich in Primus unter den „Details“ die digitalisierte Katalogkarte selbst einmal anschaut.

Die Bestellung solcher Bestände, die im Forschungslesesaal des Grimm-Zentrums bereitgestellt werden, erfolgt dann nach dem üblichen Verfahren.

Ist eine solche Dissertation einmal gefunden und bestellt worden, wird sie nicht einfach zurückgestellt, sondern nach aktuellem Regelwerk im elektronischen Bibliothekskatalog erschlossen, so dass sie zukünftig schneller und zuverlässiger in Primus gefunden wird.

Wenn Sie Fragen zur Sammlung oder zum Sachverhalt haben, wenden Sie sich gerne an: christian.rueter@ub.hu-berlin.de

Und wen es interessiert, es gibt auch Literatur zum Thema:

  • Rudi Möbus, Der Bestand der Hochschulschriftensammlung der Universitätsbibliothek Berlin, in: Irmscher, Waltraud. Die Bestände der Universitätsbibliothek und ihrer Zweigstellen : Wissenschaftliches Kolloquium anläßlich des einhundertfünfzigjährigen Bestehens der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin am 20. Februar 1981; Diskussionsbeiträge. Hrsg. von Waltraud Irmscher, Berlin 1982 (Schriftenreihe der Universitätsbibliothek Berlin 40), S.71-74. (https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/5713/40.pdf)
  • Rudi Möbus, Die Arbeit mit Hochschulschriften in der Universitätsbibliothek Berlin in Vergangenheit und Gegenwart, in: Beiträge zur Arbeit der Universitätsbibliothek in Vergangenheit und Gegenwart, Berlin 1980, S. 83-97
  • Erich Stietz, Die Schulprogrammsammlung in der Universitäts-Bibliothek Berlin, in: Aus der Arbeit der Universitätsbibliothek, Berlin 1971 (Schriftenreihe der Universitätsbibliothek Berlin 7), S. 23-33 (https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/5678)

 

[1] Siehe dazu das „Beschlussprotokoll der 90. Sitzung des Akademischen Senates (…) der Humboldt-Universität zu Berlin vom 15.9.1998“, TOP 5. Grundlage dafür ist die Beschlussvorlage Nr. 111/98. Zitat Seite 5.

3. September 2018 | Veröffentlicht von Christian Rueter | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein

Hilfe für Bücherriesen

Die Universitätsbibliothek erhält Fördermittel zur Restaurierung von großformatigen Bild- und Tafelwerken

Großformatige Druckwerke und Bücher waren im 19. und frühen 20. Jh. wichtige Medien für die Vermittlung wissenschaftlicher Ergebnisse und zentral für die universitäre Lehre:  Durch große Bildtafeln wurden naturkundliches Wissen, Architekturpläne, Kunstwerke oder archäologische Funde anschaulich. Die oft monumentalen Werke, etwa große Mappen mit losen Tafeln oder gewichtige Bücher im Tischformat, sind in der Bibliothek Sorgenkinder – sie benötigen eine spezielle Lagerung, eigene große Leseplätze und können schlecht transportiert werden. Aufgrund der sperrigen Handhabung  und ihres Eigengewichts sind die Werke häufig stark beschädigt und ihre Erhaltung gefährdet.

Die Universitätsbibliothek führt ein Modellprojekt zur Erhaltung dieser besonderen Materialien durch und wird von der „Koordinierungsstelle für den Erhalt des schriftlichen Kulturguts (KEK)“ aus Mitteln der Bundesregierung und der Kulturstiftung der Länder gefördert.

Für viele Wissenschaften sind historische Tafelwerke auch heute eine wichtige Quelle, denn sie dokumentieren beispielsweise inzwischen verschwundene Kunstwerke oder zeigen, wie historische Orte – etwa das Hohenzollernschloß – ursprünglich ausgesehen haben.  Auch medien- und kulturgeschichtlich sind die Tafelwerke aufschlussreich, denn im 19. Jahrhundert entwickelte sich auf dem Gebiet der Fotografie eine Vielfalt von Druck- und Reproduktionstechniken, die bei  hochwertigen Bildtafeln zum Einsatz kamen. Im Mittelpunkt des Projekts stehen seltene Werke, die im Bezug zur Geschichte Berlins und Preußens stehen und deren kulturelle Identität dokumentieren –  etwa historische Gebäude oder die großen öffentlichen Kunstsammlungen.

Exemplarisch werden etwa zehn herausragende historische Objekte restauriert sowie die Lagerung der „Riesen“ neu geplant.  Auch erhalten 100 Objekte eine Verpackung aus speziellem Archivkarton, welche vor Staub und weiteren Schäden schützt. Bei den Arbeiten müssen mindestens zwei Personen zusammenarbeiten – alleine können viele Werke kaum bewegt werden. Die fachgerechte Restaurierung erfolgt durch externe Spezialisten. Der Modellcharakter des Projekts besteht darin, dass unterschiedliche Materialarten, z.B. gebundene, gefaltete oder lose Blätter, exemplarisch ausgewählt werden und die jeweils beste Lösung erarbeitet wird. Ein Workshop zum Abschluss des Projekts wird das Bibliothekspersonal auf den neuesten Wissensstand bringen, wie die Großformate  langfristig erhalten werden können.

Dr. Yong-Mi Rauch

© Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. Fotos: Yong-Mi Rauch

Kontakt

Frau Dr. Yong-Mi Rauch

Universitätsbibliothek

yong-mi.rauch@ub.hu-berlin.de

030-2093-99280

31. August 2018 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Historische Sammlungen

110 Jahre Frauenstudium in Preußen – Listen der ersten Studentinnen werden mit Mitteln der KEK restauriert

HU-Archiv erhält 7.000 Euro Förderung für Restaurierung

Vor genau 110 Jahren wurden erste Frauen in Preußen offiziell zum Studium zugelassen. Die Zahl der immatrikulierten Studentinnen wuchs danach kontinuierlich an, besonders in den Jahren 1914-1918 nahm ihr prozentualer Anteil an der Gesamtzahl aller Studenten auffällig zu – zu der Zeit befanden sich viele männliche Kommilitonen an der Front.

Berlin war als Studienort damals schon sehr beliebt. Doch waren die ersten Studentinnen nicht die ersten Frauen, die in der deutschen Hauptstadt an Vorlesungen teilnehmen konnten. Bereits seit 1895 sind Listen der so genannten „Gasthörerinnen“ geführt worden, die in Ausnahmefällen und mit besonderem ministeriellem Dispens am akademischen Leben teilnehmen konnten und teilnahmen, um Lehrerinnen oder Ärztinnen zu werden.

Diese Listen sind erhalten geblieben und werden im Archiv der Humboldt-Universität aufbewahrt. Ihr Alter und auch die Benutzung haben an den wertvollen Dokumenten Spuren hinterlassen. Einige dieser Spuren, die das Material schädigen, können nun fachmännisch beseitigt werden, um die historischen Unterlagen zu schützen und ihre Aufbewahrung und Benutzung auch in Zukunft zu ermöglichen. Ein Projekt des Archivs wurde im Rahmen des Programms „Caring & Sharing“ der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts bewilligt, um die Restaurierung der 15 vorhandenen Bände durchzuführen.

Eine zeitnahe Digitalisierung und elektronische Verfügbarmachung der Dokumente ist im Anschluss geplant.

13. August 2018 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Universitätsarchiv

Geschichte der Universität bis 1945 online recherchierbar – das Universitätsarchiv präsentiert seine Findbücher im Netz

Für Besucher von Archiven ist die Suche nach Dokumenten, die Auskunft zu wissenschaftlichen Fragen, Biographien und historischen Zusammenhängen geben, oft verschlungen und mit Hürden verbunden: In welchen Beständen und Kontexten befinden sich thematisch passende Stücke? Auskunft dazu geben die Findbücher, welche Archivarinnen und Archivare erarbeiten, wenn sie Bestände ordnen, bewerten und verzeichnen. Bislang waren diese Findbücher im Universitätsarchiv nur analog vor Ort am Standort Adlershof nutzbar; wer seinen Archivbesuch vorbereiten wollte, war auf eine individuelle Auskunft angewiesen.

Am Archiv der Berliner Universität, einer der wichtigsten Universitäten Preußens und Deutschlands, kommt niemand vorbei, der sich für die deutsche Bildungsgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte interessiert. Geschichte von institutionellen und personellen Verknüpfungen, Unterlagen von Professoren und Nobelpreisträgern, von Studenten und Instituten liegen hier zur Einsicht bereit. Ob ein Besuch im Lesesaal des Archivs für die eigene Forschungsfrage lohnend ist, kann nun im Vorfeld am eigenen PC entschieden werden.

Seit kurzem  präsentiert das Archiv der HU die Verzeichnisse seiner Bestände bis 1945, die nahezu 2000 Regalmeter Akten umfassen, online unter www.archiv-hu-berlin.findbuch.net.

Diese Verzeichnisse, Findbücher genannt, ermöglichen den Zugang zu Informationen einzelner Aktenkonvolute und Dokumente und sind in ihrem Inhalt ebenso einmalig wie die Akten selbst. Findbücher werden nach Kontexten erstellt, von Archivarinnen und Archivaren, die jedes einzelne Konvolut in die Hand nehmen, um seinen Inhalt zu ermitteln, den kontextuellen Zusammenhang herzustellen, ihm einen Titel, eine Datierung und einen Inhaltsüberblick zuzuordnen. Da jede Akte unikal ist, d.h. nur in einem einzigen Exemplar existiert, kann bei der Abfassung eines Findbuchs nicht auf bereits existierende Daten zurückgegriffen werden. Die Grundlage der Ordnung bilden der chronologische und der administrative Zusammenhang, die sich aus der Entstehung der Akten in einzelnen Verwaltungseinheiten der Universität ergeben. Diese unterliegen Veränderungen, sie werden reformiert, umstrukturiert, neu definiert und neuem Personal zugeordnet. Auch diese Vorgänge fließen in die Findbücher des Archivs mit ein.

Denn historische Erkenntnisse erwachsen nicht zuletzt aus den Entscheidungszusammenhängen. Der Inhalt eines Dokuments ergibt oft erst Sinn, wenn man seine Provenienz erkennen kann: wenn nachvollziehbar wird, von wem es stammt, bei welchem Vorgang und mit welchem Ziel es entstanden ist. Darum werden im Archiv der Universität längst vergangene universitäre Strukturen rekonstruiert und verwaltet, die für das Verstehen ihrer Geschichte notwendig sind.

Die Unterlagen bis 1945 unterliegen keinen Schutzfristen mehr. Sie sind ins historische Gedächtnis der Universität übergegangen und für alle wissenschaftlich oder privat Interessierten einsehbar.

Die Findbücher sind frei im Internet über die Webseite des Universitätsarchivs zugänglich ­– für die Akteneinsicht gilt aber immer noch der herkömmliche analoge Weg, nämlich der Gang in den Lesesaal.

 

Kontakt:
Dr. Aleksandra Pawliczek
Leiterin des Archivs der Humboldt-Universität zu Berlin
Wagner-Régeny-Str. 5
12489 Berlin

Mail: archiv@ub.hu-berlin .de

Geöffnet:
Montag und Mittwoch von 9 bis 15 Uhr
Dienstag 11 bis 17 Uhr

5. Juli 2018 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Universitätsarchiv