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Archiv für Kategorie Allgemein

BUCH-upcycling – die neue Papier-Ausstellung in der Zweigbibliothek Naturwissenschaften

Bereits zum vierten Mal präsentiert die Adlershofer Künstlerin Regina Steinbrecher ihre Papier-Objekte in der der Zweigbibliothek Naturwissenschaften. Dieses Jahr zeigt sie Mappen, Kisten, Blöcke und vieles mehr, das sie aus Buchdeckeln – zum Teil ausgesonderte Bücher aus der Zweigbibliothek – und anderem Altpapier erstellt hat.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember 2017 im Lesesaal der Zweigbibliothek Naturwissenschaften zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen. Ab 14 Uhr können an diesem Tag die Werke dann zu „studentischen Preisen“ bei Frau Steinbrecher erworben werden.

Kommen Sie vorbei und lassen sich überraschen, was alles aus alten Büchern entstehen kann! Vielleicht ahnen Sie, welche Kiste ein altes Programmier-Handbuch oder ein Chemie-Lehrbuch war?

6. November 2017 | Veröffentlicht von Anja Herwig | 1 Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein

Open-Access-Tools, die das (wissenschaftliche) Leben leichter machen

Open Access verfolgt nicht zuletzt das Ziel, durch den freien Zugang zu Informationen wissenschaftliche Kommunikation zu erleichtern und Barrieren abzubauen. Beim Rezipieren von Open-Access-Artikeln wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern insbesondere der zeitliche Vorteil des unmittelbaren Zugriffs ohne Anmeldung, Abhängigkeit von Lizenzen etc. allseits geschätzt (sofern die frei verfügbaren Artikel denn auch gefunden werden). Geht es um das Produzieren von Open-Access-Inhalten, so scheuen viele den damit verbundenen Zeitaufwand, insbesondere im Falle der Zweitveröffentlichung (green open access). Doch weder das Auffinden von Open Access verfügbaren Artikeln noch das Publizieren muss mit hohem Zeitaufwand verbunden sein. Verschiedene kleine Helfer können den wissenschaftlichen Alltag erleichtern. Eine kleine Auswahl:

Unpawall/oaDOI

Wie der Name Unpaywall schon andeutet, hilft dieses von Impactstory entwickelte Werkzeug dabei, Bezahlschranken im Netz („Paywall“) zu umgehen. Mittels einer leicht zu installierenden Browsererweiterung (für Chrome und Firefox) wird geprüft und angezeigt, ob für wissenschaftliche Publikationen legale Open-Access-Versionen verfügbar sind. Die Erweiterung ist sehr einfach zu installieren und zu benutzen, die Trefferrate inzwischen recht hoch. Personenbezogene Daten werden bei der Verwendung nicht erhoben. Ein wunderbar effizientes und komfortables Tool, das im April 2017 veröffentlicht wurde und binnen kürzester Zeit eine intensive Nutzung erfahren hat! Wer ganze Listen von Publikationen mit DOI auf den den Open-Access-Status hin prüfen möchte, kann dies direkt über eine Schnittstelle des Dienstes oaDOI tun, der die Grundlage von Unpaywall bildet.

Open Access Button

Der Open Access Button funktioniert ähnlich wie Unpaywall. So kann über die Weboberfläche kann nach frei verfügbaren Versionen von Publikationen gesucht werden, deren DOI, URL, Titel oder andere Angaben man im Suchschlitz eingetragen hat. Noch einfacher ist es, den Service in der Lesezeichenleiste zu hinterlegen und darüber zu nutzen. Befindet man sich auf einer Webseite, auf der sich Angaben zu einer Publikation zu finden sind, und klickt auf den Open Access Button, wird parallel über ein Pop-up-Fenster im Hintergrund nach einer Open-Access-Version des Artikels gesucht und – im Falle einer erfolgreichen Suche – zum schnellen Aufruf verlinkt.

SHERPA-RoMEO

Was Verlage in Hinblick auf die Zweitveröffentlichung wissenschaftlicher Artikel (green open access) erlauben, erläutert die SHERPA-RoMEO Liste. Angezeigt werden – nach Verlagen bzw. einzelnen Zeitschriften – Informationen zu zeitlichen Fristen, nach denen Artikel auf Repositorien eingestellt werden können (Embargo), zu den Versionen, die  verwendet werden können etc.  Die Liste gibt eine wertvolle Orientierung für Autoren über ihre Zweitveröffentlichungsmöglichkeit von bereits publizierten Artikeln. Bei der Nutzung ist jedoch zu beachten, dass die Liste nicht rechtsverbindlich ist und daher der Autorenvertrag stets genau zu prüfen ist.

dissemin

Ein ebenfalls recht neuer Dienst, der bibliographische Quellen und Informationen aus SHERPA-RoMEO auf einer ansprechend gestalteten und intuitiv nutzbaren Oberfläche zusammenführt ist die in Frankreich entwickelte Plattform dissemin. Über diesen Service lässt sich die für eigene Publikationen prüfen, welche davon bereits frei verfügbar sind (die freie Verfügbarkeit wird hier sehr weit ausgelegt und z.B. auch ResearchGate einbezogen) bzw. für welche der noch nicht frei  verfügbaren Publikationen die Möglichkeit zur Zweitveröffentlichung besteht. Besonders umfassend funktioniert diese Prüfung, sofern man sich mit einem bestehenden ORCID-Account anmeldet, da in der Folge alle dort hinterlegten Publikationen in dissemin abgeprüft werden können. Über ein persönliches Profil besteht eine bequeme Möglichkeit zum Upload von Publikationen u.a. nach Zenodo, einem EU-finanzierten Repositorium.

SPARC Author’s Addendum/Scholar’s Copyright Addendum Engine

Autorinnen und Autoren sollten die Möglichkeit nutzen, sich bereits im Verlagsvertrag ein einfaches Nutzungsrecht vorzubehalten, indem sie einen Anhang zum Autorenvertrag erstellen oder einschränkende Vertragsklauseln zu streichen. Dadurch kann eine zeitnahe Zweitver­öffentlichung etwa auf dem edoc-Publikationsserver ermöglicht werden. Doch wie sollte man hier vorgehen? Informationen zu Verlagsverträgen bietet die Informationsplattform open-access-net. Das bekannteste Beispiel für einen Vertragszusatz, mittels dessen sich Autoren das Nutzungsrecht an ihrem Artikel vorbehalten können, ist das SPARC Author Addendum. Wer nicht das pdf-Formular ausfüllen möchte, kann sich auch bequem über die Scholar’s Copyright Addendum Engine ein vorausgefülltes SPARC Author Addendum generieren oder auch weitere Varianten der Rechteinräumung wählen, welche die Open-Access-Zeitveröffentlichung ermöglichen.

29. Oktober 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter #OAweek, Allgemein, Open Access

#OAweek: Finanzierungsmöglichkeiten für Publikationen in Open-Access-Zeitschriften

In den vergangenen Jahren haben sich viele qualitativ hochwertige Open-Access-Zeitschriften etabliert, deren Inhalte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit kostenlos digital zur Verfügung stehen. Ein großer Teil dieser Open-Access-Zeitschriften finanziert sich über Article Processing Charges (APC), die die Autorinnen und Autoren an Verlage zahlen, damit die Artikel mit ihrer Veröffentlichung frei im Internet zugänglich sind.

Open-Access-Publikationsfonds an der Humboldt-Universität ab Januar 2018

Noch druckfrisch ist der Zuwendungsbescheid der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Förderung eines Open-Access-Publikationsfonds (OA-Publikationsfonds) an der Humboldt-Universität, der uns pünktlich zum Start der Open Access Week erreicht hat. Damit steht fest – ab Januar 2018 wird es einen OA-Publikationsfonds für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität geben! Durch den OA-Publikationsfonds können  APC für Erstveröffentlichungen in originären Open-Access-Zeitschriften finanziert werden. Der Fonds wird im Jahr 2018 über ein Volumen von ca. 65.000 € verfügen. Die Förderung der Autorinnen und Autoren ist jedoch an spezifische Förderkriterien der DFG gebunden – so werden Artikelgebühren nur bis zu einer Kostengrenze von 2.000 € gefördert.

Die Universitätsbibliothek wird nun in den nächsten Monaten die Workflows und die technische Infrastruktur zur Einreichung der Anträge durch Autorinnen und Autoren entwickeln und auf ihren Open-Access-Seiten detailliert über den OA-Publikationsfonds informieren.

Auszug aus den Forschungskriterien:

  • Die zu veröffentlichenden Artikel erscheinen in Zeitschriften, deren Beiträge sämtlich unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzer entgeltfrei zugänglich sind (reine, goldene Open-Access-Zeitschriften) und die im jeweiligen Fach anerkannte, strenge Qualitätssicherungsverfahren anwenden.
  • Aus den von der DFG bereitgestellten Mitteln dürfen Publikationsgebühren in Höhe von maximal 2.000,- EUR (inkl. MwSt.) pro Aufsatz finanziert werden. Im Falle von Publikationsgebühren, die 2.000,- EUR (inkl. MwSt.) übersteigen, ist eine Ko-Finanzierung mit DFG-Mitteln nicht vorzusehen.
  • Es können ausschließlich Artikel finanziert werden, bei denen ein Angehöriger der antragstellenden Hochschule als „submitting author“ oder „corresponding author“ für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich ist.
  • Die Open-Access-Freischaltung von Aufsätzen in subskriptionspflichtigen Zeitschriften nach dem „hybriden“ Modell („Open Choice“) ist nicht förderfähig.

Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hg.) (2017): Merkblatt: Open Access Publizieren. S. 3. Online verfügbar unter http://www.dfg.de/formulare/12_20/index.jsp

 

Post-Grant-Förderung der Europäischen Kommission und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Kosten für Open-Access-Publikationsgebühren bei laufenden Drittmittelprojekten können in der Regel über den Etat des Drittmittelprojektes abgerechnet werden. Ist das Projekt jedoch abgeschlossen, stehen Mittel aus dem Projekt nicht mehr zur Verfügung. Um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Open-Access-Publikation weiterer Forschungsergebnisse zu unterstützen, haben die Europäische Kommission (EU) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für Publikationen, die erst nach der Projektlaufzeit entstanden sind, jeweils eine Post-Grant-Förderung ins Leben gerufen.

Die Förderung durch die EU bezieht sich auf Projekte des vorangegangenen 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Die Möglichkeit der Förderung wurde bis Februar 2018 verlängert. Auch hier gelten spezifische Förderkriterien – so gilt hier u.a. ebenfalls die Kostengrenze von 2.000 €. Weiter werden max. 3 Artikel pro Projekt gefördert.

Der Post-Grant-Fund des BMBF fördert Publikationsgebühren für Veröffentlichungen aus abgeschlossenen BMBF-Projekten. Laut Förderbedingungen können Publikationskosten bis zu einer Höhe von 2.000 € (netto) je Publikation in voller Höhe gefördert werden.  Betragen die Veröffentlichungsausgaben mehr als 2.000 € werden zusätzlich 20 % des Mehrbetrags gefördert. Die maximale Fördersumme pro Publikation beläuft sich auf 2.400 € (netto).

Haben Sie Fragen zur Finanzierung von Open-Access-Publikationsgebühren? Sie erreichen uns unter: openaccess@ub.hu-berlin.de

24. Oktober 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter #OAweek, Allgemein, Open Access

#OAweek: Open Access an der Humboldt-Universität zu Berlin

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unter dem Hashtag #OAweek melden sich während der Internationalen Open Access Week, die vom 23.10 – 29.10.2017 stattfindet, Einzelpersonen, Institutionen und andere Akteure in den Sozialen Medien zur Wort, um für den kostenfreien und offenen Zugang zu Forschungsergebnissen zu werben. Auch die Humboldt-Universität zu Berlin, die sich bereits 2006 mit ihrer Open-Access-Erklärung zur Offenheit in Forschung und Bildung bekannt hat, nimmt an der internationalen Aktionswoche teil. Im Blog der UB informieren wir Sie täglich über die Open-Access-Angebote an der Humboldt-Universität.

Das Motto der #OAweek ist in diesem Jahr

Open meint hier die Möglichkeit eines kostenfreien und offenen Zugangs zu publizierten Forschungsergebnissen. Das Motto „Open in order to:” soll, so die Initiatoren, dazu anregen nicht nur im Allgemeinen über Open Access zu sprechen, sondern konkrete und persönliche Erfahrungen mit einzubeziehen. Beispielsweise, was Open Access in meinem Forschungskontext, meiner Institution und meinem Umfeld ermöglichen kann und wie genau Maßnahmen zur Umsetzung aussehen können. Die Antworten auf dieses Motto können vielfältig sein:

Open Access ermöglicht,

  • die Sichtbarkeit von Forschungsergebnisse zu erhöhen,
  • eine gerechtere Teilhabe an Forschungsprozessen zu ermöglichen,
  • weltweit kollaborativ zu forschen und die Ergebnisse zu diskutieren,
  • Texte und Daten uneingeschränkt zu analysieren und auszuwerten,
  • Forschungsergebnisse nachzuvollziehen und zu überprüfen,
  • uvm.

 

Was bedeutet Open für Sie? Welchen Mehrwert sehen Sie für sich persönlich und für ihre Forschungs-Community? Wir freuen uns über Ihre Mitteilung.

In Berlin gibt es während der Open Access Week auch eine dezentrale Veranstaltung bei der man mit OA-Akteuren aus Berlin und Brandenburg in Kontakt kommen kann. Das Open-Access-Büro Berlin hat im Vorfeld der Aktionswoche alle Einrichtungen aus Berlin und Brandenburg dazu eingeladen, ihre Open-Access-Projekte im Rahmen einer Postersammlung zu präsentieren. Eine Auswahl dieser Poster wird am 26.10.2017 im Rahmen der Konferenz Force2017 in der Kalkscheune präsentiert und es gibt Gelegenheit zum Kennenlernen und Austauschen.

Alle Poster sind auch ebenfalls in einer virtuellen Ausstellung auf zenodo.org anzusehen.

23. Oktober 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter #OAweek, Allgemein, Open Access

Herzlich willkommen und einen guten Start!

Wir heißen Sie herzlich willkommen an der Humboldt-Universität zu Berlin und laden Sie ein, das vielfältige und umfangreiche Führungs- und Schulungsangebot der Universitätsbibliothek kennenzulernen. Besichtigen Sie unsere verschiedenen Bibliotheksstandorte, lassen Sie sich durch das Grimm-Zentrum führen und machen Sie sich mit unserem Suchportal Primus vertraut. Vielleicht interessieren Sie sich auch für einen vertieften Einstieg in die Zeitschriftenrecherche oder in Fachdatenbanken? Oder Sie möchten eine Einführung in die Literaturverwaltungsprogramme Citavi, EndNote und Mendeley besuchen?

Gerne können Sie sich an unseren verschiedenen Standorten über die einzelnen Veranstaltungsformate und -termine informieren.

In der Woche vom 9. bis 13.10. betreuen unsere Azubis von 12 bis 16 Uhr im Foyer des Grimm-Zentrums gemeinsam mit dem Computer- und Medienservice einen Infostand rund um die Bibliotheksnutzung. Auch am Dies academicus am 16.10.2017 werden wir im Foyer des Grimm-Zentrums von 9:00 bis 13:00 Uhr eine zusätzliche Informationstheke einrichten. Nachmittags werden wir am Dies academicus von 13:30 bis 16:30 Uhr auf dem Infomarkt im Foyer des Hauptgebäudes vertreten sein.

Falls Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne persönlich an den Auskunftstheken, per Mail (info@ub.hu-berlin.de) oder telefonisch (2093-99370 / -99371). Wir helfen Ihnen gerne! Die Auskunfts- und Servicetheken im Grimm-Zentrum sind regulär von Montag bis Freitag von 9:00 bis 19 Uhr (Servicetheken bis Ende Oktober nur bis 18 Uhr) besetzt sowie samstags von 10:00 bis 18 Uhr. Bitte informieren Sie sich an den jeweiligen Standorten über die dort geltenden Öffnungs- und Servicezeiten.

 

Einen guten Start ins Wintersemester 2017/18 wünscht Ihre Universitätsbibliothek

3. Oktober 2017 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »

Interviews zum Suchportal der UB – vor allem Studierende gesucht!

Liebe Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer,

wir haben inzwischen zahlreiche spannende Interviews zu den Anforderungen an ein bibliothekarisches Suchportal geführt, bei denen uns auch die Interviewpartner/innen immer wieder bestätigt haben, dass auch sie von den Gesprächen profitieren. Nutzen Sie die Gelegenheit, uns konstruktiv bei der Gestaltung unserer Rechercheangebote zu unterstützen! Leider haben sich bisher nur wenige aus der Gruppe der Studierenden gemeldet, sodass wir uns vor allem über Teilnehmende aus dieser Nutzergruppe freuen würden. Auch Studienanfänger/innen sind herzlich eingeladen, sich zu melden. Die Gespräche finden in entspannter Atmosphäre statt, dauern ca. 30-40 Minuten, und außer den beiden Interviewpartnern ist niemand beteiligt. Die Auswertung der Fragebögen erfolgt anonym. Schon jetzt haben wir viele spannende Erkenntnisse über das Rechercheverhalten und die Bedürfnisse unserer Nutzer/innen gewinnen können.

Als Dankeschön winken kleine Präsente aus dem Fundus unserer Öffentlichkeitsarbeit.

Falls Sie Zeit und Lust haben, sich mal ‚face to face‘ mit uns über unsere Online-Rechercheangebote auszutauschen und Ihre Wünsche an ein Suchportal zu äußern, nehmen Sie bitte möglichst bis zum 15.09.2017 Kontakt zu uns auf:
ulrike.schenk@ub.hu-berlin.de. Bitte geben Sie dabei auch Ihre Fachrichtung an. Wir würden dann gerne einen individuellen Termin mit Ihnen vereinbaren. Vielen Dank!

Ihre Universitätsbibliothek

1. September 2017 | Veröffentlicht von Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Primus

Urkunden von Rudolf Virchow werden restauriert und dadurch erstmals zugänglich gemacht

HU-Archiv erhält 7.500 Euro Förderung für Wiederherstellung

Das Universitätsarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) kann bis Ende 2017 aus dem Nachlass des Mediziners und Politikers Rudolf Virchow 60 Urkunden restaurieren lassen. Dies macht ein erfolgreicher Antrag bei der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) möglich. Unter dem Motto „Das besondere Format“ fördert die Koordinierungsstelle bundesweit 34 Projekte zum Erhalt von Originalen in Archiven und Bibliotheken. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder stellen für alle Vorhaben insgesamt rund 450.000 Euro bereit. Für die Wiederherstellung der Virchow-Urkunden erhält das HU-Archiv von der KEK 7.500 Euro Förderung, 2.500 Euro steuert das Archiv selbst bei.

Unter den großformatigen Urkunden, die etwa 20 Prozent des Nachlasses von Rudolf Virchow ausmachen, finden sich beispielsweise Ehrenpräsidentschaften und Ehrenmitgliedschaften sowie Gratulationen und Geburtstagswünsche an ihn. Ein Großteil der Urkunden besteht aus Papier, das sehr behutsam restauriert werden muss. Die Urkunden sind mit zahlreichen Verzierungen und Vergoldungen versehen und enthalten vielfältige Grafiken und Ornamente – so auch die Originalverpackungen der Urkunden, die ebenfalls kalligrafisch beschriftet sind.

Ausschnitt aus der Urkunde zur Verleihung der Ehrenpräsidentschaft der Deutsche Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte aus dem Jahr 1893.
Universitätsarchiv der HU Berlin. NI R. Virchow, Nr. 176.

Die Dokumente werden bei der Restaurierung plan gelegt, also durch lokales Befeuchten und Beschweren geglättet und gereinigt. Risse und andere Beschädigungen werden ausgebessert. Durch die Maßnahme können die Dokumente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der interessierten Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht werden, im Anschluss an das Projekt auch digital.

Die Besonderheit des Nachlasses liegt im einzigartigen Umfang des Nachlasses, der die Biographie Virchows und sein nationales wie internationales Renommee widerspiegelt.

Weitere Informationen:

http://schriftgutschuetzen.kek-spk.de/

https://www.ub.hu-berlin.de/de

 

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Degkwitz

Direktor der Universitätsbibliothek

Tel.: 030 2093-99300

andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de

17. August 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein

Staub der Jahrhunderte – Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin erhält Fördermittel aus dem Sonderprogramm der Bundesregierung zum Erhalt des schriftlichen Kulturerbes

Das schriftliche Kulturerbe in deutschen Archiven und Bibliotheken ist vielerorts durch Verschmutzung, Schimmel und Säurefraß gefährdet. Ein Sonderprogramm der Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellt im Jahr 2017 1 Million Euro zur Verfügung, um ausgewählte Projekte, die zum Erhalt wertvoller Archivalien oder Drucke beitragen, zu fördern.

Unter den insgesamt 45 geförderten Einrichtungen befindet sich auch die UB der HU. Diese beabsichtigt, Teile des wertvollen historischen Altbestands im Massenverfahren zu reinigen – insgesamt über 5 laufende Kilometer Buchbestand. Dabei werden Staub- und Schmutzablagerungen schonend entfernt. Der lästige Staub stellt nicht nur ein gesundheitliches Risiko für Leser und Bibliothekare dar: Er bietet Nährboden für Schimmel und Buchschädlinge. Die Schicht verfestigt sich im Lauf der Zeit und schädigt die Einbände. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 40.000 €. Die Hälfte davon wird durch das Sonderprogramm finanziert, zusätzliche Mittel für die Buchreinigung bringen die HU und ihre Bibliothek als Eigenanteil auf.

Der historische Buchbestand hat besondere kulturgeschichtliche Bedeutung, da zahlreiche Studienbibliotheken von Berliner Professorinnen und Professoren in ihm aufgegangen sind. Diese stellen eine einzigartige Quelle der Wissenschaft dar. Bekannt sind etwa 170 verschiedene Provenienzen von Gelehrten. Zudem erhielt die Universität ab 1825 Pflichtabgaben der Verlage in Berlin und Branden­burg. Viele dieser Werke sind heute sehr selten.

Die Projektanträge wurden durch den Fachbeirat der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), die von Bund und Ländern finanziert wird, fachlich begutachtet. „Diese Förderung wird die Universitätsbibliothek sehr darin unterstützen, das kulturhistorische Erbe zu bewahren“, sagt Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Direktor der UB. „Die Förderung ist ein Einstieg in weitere notwendige Reinigungen forschungsrelevanter Altbestände der UB. Die Fortsetzung dieser Aktivitäten zur Sicherung dieser Bestände ist äußerst dringlich und bedarf weiterer Unterstützung“, betont Degkwitz.

Blick in das Magazin mit Altbeständen der Universitätsbibliothek.
Blick in das Magazin mit Altbeständen der Universitätsbibliothek. © Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, Historische Sammlungen.
Fotografin: Heike Zappe 2017

Links:

Webseite der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK)

www.schriftgutschuetzen.kek-spk.de

www.kek-spk.de

Zur Pressemitteilung der Bundesregierung:

https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/BKM/Kurzmeldungen/2017/07/2017-07-28-schriftliches-kulturgut.html

 

Kontakt

Dr.Yong-Mi Rauch

Humboldt-Universität zu Berlin

Tel.: 030 2093- 99280

yong-mi.rauch@ub.hu-berlin.de

1. August 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause | Kein Kommentar »
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Umfrage zu den Anforderungen an ein bibliothekarisches Suchportal

Liebe Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer,

Sie sind Studierende/r, wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in oder Professor/in und möchten an der Verbesserung unseres bibliothekarischen Suchportals mitwirken? Dann würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sich für ein Interview zur Verfügung stellen würden! Die Universitätsbibliothek führt in den kommenden Wochen eine Umfrage zu den Anforderungen unserer Nutzerinnen und Nutzer an ein bibliothekarisches Suchportal durch. Hierzu möchten wir gerne mit Studienanfängern, fortgeschrittenen Studierenden und wissenschaftlichem Personal Kurzbefragungen (ca. 30 Minuten)  durchführen. Als Dankeschön winken kleine Präsente aus dem Fundus unserer Öffentlichkeitsarbeit.

Falls Sie Zeit und Lust haben, an der Verbesserung unserer Angebote konstruktiv mitzuwirken, nehmen Sie bitte möglichst bis zum 15.09.2017 Kontakt zu uns auf:
anja.otto@ub.hu-berlin.de. Bitte geben Sie dabei auch Ihre Fachrichtung an. Wir würden dann gerne einen individuellen Termin mit Ihnen vereinbaren. Die Befragungen sollen im Zeitraum Ende Juli bis Anfang Oktober durchgeführt werden.

Ihre Universitätsbibliothek

 

24. Juli 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein

„Es bestand nie die Absicht, es zu behalten“

Die Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität erhält entliehenes Buch aus dem Vorbesitz der Brüder Grimm nach einem halben Jahrhundert zurück

Lange hat ein Nutzer der Universitätsbibliothek zu Berlin gebraucht, um in seinen Bücherregalen aufzuräumen: Nach einem halben Jahrhundert gab er ein seltenes Buch aus dem 18. Jahrhundert zurück. Das Werk mit dem Titel „Geschichte der Hofnarren“ von Karl Friedrich Flögel, erschienen 1789 und mit zwei Kupferstichen ausgestattet, ist besonders bemerkenswert, da es ursprünglich aus dem Besitz von Jacob und Wilhelm Grimm stammt. Die berühmten Philologen und Märchenforscher haben reiche Arbeitsspuren in Form von Notizen, Anstreichungen und Notizzetteln in dem Band hinterlassen.

Handschriftliche Anmerkungen (überwiegend von Jacob Grimm), Abbildung: Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin, Grimm-Bibliothek. Signatur: Xa 1102.

Nach den Ausleihstempeln zu schließen, wurde das Buch im November 1968  für die Ausleihe außer Haus übergeben. Die späte Rückgabe erfolgte vor zwei Wochen per Post mit einem knappen Begleitschreiben: Der Nutzer habe den Band „durch 13 Umzüge mitgeschleppt.“ Er erläutert: „Es bestand nie die Absicht, es zu behalten. Ich gebe es hiermit zurück und bitte um Vergebung“.

Es ist keine Seltenheit, dass Bibliotheksnutzer ihre Ausleihen erst mit erheblichem Verzug zurückbringen – verbunden mit hohem Verwaltungsaufwand für die Bibliothek und oft erheblichen Kosten für die Delinquenten : über 42.500 Erinnerungsschreiben versendet die Universitätsbibliothek jährlich, gleichzeitig werden Säumnisgebühren in der Höhe von weit über 300.000 € im Jahr fällig, die allerdings nicht der UB zugutekommen, sondern in den allgemeinen Haushalt der Universität fließen.

Selbstredend können Bücher aus der Privatbibliothek der Brüder Grimm heute, anders als in den 1960er Jahren, nicht mehr nach Hause entliehen werden. 1989 wurde die Gelehrtenbibliothek weitgehend rekonstruiert und geschlossen aufgestellt, insgesamt ca. 5.500 Bände. Die Bücher werden jedoch in Führungen gezeigt und können in den  Forschungslesesaal des Grimm-Zentrums bestellt werden, ein Teil der Bücher ist digitalisiert.

Die Arbeitsbibliothek der Brüder Grimm, die zum größten Teil in der Universitätsbibliothek in Berlin aufbewahrt wird, gilt als hochrangiges Kulturgut: Wegen der autographen Anmerkungen in den Bänden sind sie teure und begehrte Sammlerstücke. Ob es nicht doch das schlechte Gewissen war, das den Nutzer letztlich zum Aufräumen bewegt hat?

Ob die Universitätsbibliothek das seltene Buch schon vor 1970 gemahnt hat, ist unklar. Vielleicht wurde es von der damaligen Belegschaft schlichtweg übersehen, oder die Mahnschreiben erreichten den Adressaten aufgrund seiner vielen Umzüge nicht. Heute werden die Erinnerungsschreiben an säumige Bibliotheksbenutzer automatisch durch die Bibliotheks-Software Alma verschickt. Für das Grimm-Buch wären nach der heutigen Benutzungsordnung ca. 130 € fällig zuzüglich der Beschaffungskosten –  bei dem unersetzlichen Unikat aus der Provenienz Grimm ist der ideelle und wissenschaftliche Wert jedoch unermeßlich.

Frontispiz, Karl Friedrich Flögel Abbildung: Universitätsbibliothek der Humboldt- Universität zu Berlin, Grimm-Bibliothek. Signatur: Xa 1102.

 

Link zur Pressemitteilung der HU:

https://www.hu-berlin.de/de/pr/nachrichten/pm1706/nr_170628_00

3. Juli 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause | Kein Kommentar »
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