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#OAweek: Finanzierungsmöglichkeiten für Publikationen in Open-Access-Zeitschriften

In den vergangenen Jahren haben sich viele qualitativ hochwertige Open-Access-Zeitschriften etabliert, deren Inhalte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit kostenlos digital zur Verfügung stehen. Ein großer Teil dieser Open-Access-Zeitschriften finanziert sich über Article Processing Charges (APC), die die Autorinnen und Autoren an Verlage zahlen, damit die Artikel mit ihrer Veröffentlichung frei im Internet zugänglich sind.

Open-Access-Publikationsfonds an der Humboldt-Universität ab Januar 2018

Noch druckfrisch ist der Zuwendungsbescheid der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für die Förderung eines Open-Access-Publikationsfonds (OA-Publikationsfonds) an der Humboldt-Universität, der uns pünktlich zum Start der Open Access Week erreicht hat. Damit steht fest – ab Januar 2018 wird es einen OA-Publikationsfonds für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität geben! Durch den OA-Publikationsfonds können  APC für Erstveröffentlichungen in originären Open-Access-Zeitschriften finanziert werden. Der Fonds wird im Jahr 2018 über ein Volumen von ca. 65.000 € verfügen. Die Förderung der Autorinnen und Autoren ist jedoch an spezifische Förderkriterien der DFG gebunden – so werden Artikelgebühren nur bis zu einer Kostengrenze von 2.000 € gefördert.

Die Universitätsbibliothek wird nun in den nächsten Monaten die Workflows und die technische Infrastruktur zur Einreichung der Anträge durch Autorinnen und Autoren entwickeln und auf ihren Open-Access-Seiten detailliert über den OA-Publikationsfonds informieren.

Auszug aus den Forschungskriterien:

  • Die zu veröffentlichenden Artikel erscheinen in Zeitschriften, deren Beiträge sämtlich unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzer entgeltfrei zugänglich sind (reine, goldene Open-Access-Zeitschriften) und die im jeweiligen Fach anerkannte, strenge Qualitätssicherungsverfahren anwenden.
  • Aus den von der DFG bereitgestellten Mitteln dürfen Publikationsgebühren in Höhe von maximal 2.000,- EUR (inkl. MwSt.) pro Aufsatz finanziert werden. Im Falle von Publikationsgebühren, die 2.000,- EUR (inkl. MwSt.) übersteigen, ist eine Ko-Finanzierung mit DFG-Mitteln nicht vorzusehen.
  • Es können ausschließlich Artikel finanziert werden, bei denen ein Angehöriger der antragstellenden Hochschule als „submitting author“ oder „corresponding author“ für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich ist.
  • Die Open-Access-Freischaltung von Aufsätzen in subskriptionspflichtigen Zeitschriften nach dem „hybriden“ Modell („Open Choice“) ist nicht förderfähig.

Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Hg.) (2017): Merkblatt: Open Access Publizieren. S. 3. Online verfügbar unter http://www.dfg.de/formulare/12_20/index.jsp

 

Post-Grant-Förderung der Europäischen Kommission und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Kosten für Open-Access-Publikationsgebühren bei laufenden Drittmittelprojekten können in der Regel über den Etat des Drittmittelprojektes abgerechnet werden. Ist das Projekt jedoch abgeschlossen, stehen Mittel aus dem Projekt nicht mehr zur Verfügung. Um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Open-Access-Publikation weiterer Forschungsergebnisse zu unterstützen, haben die Europäische Kommission (EU) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für Publikationen, die erst nach der Projektlaufzeit entstanden sind, jeweils eine Post-Grant-Förderung ins Leben gerufen.

Die Förderung durch die EU bezieht sich auf Projekte des vorangegangenen 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Die Möglichkeit der Förderung wurde bis Februar 2018 verlängert. Auch hier gelten spezifische Förderkriterien – so gilt hier u.a. ebenfalls die Kostengrenze von 2.000 €. Weiter werden max. 3 Artikel pro Projekt gefördert.

Der Post-Grant-Fund des BMBF fördert Publikationsgebühren für Veröffentlichungen aus abgeschlossenen BMBF-Projekten. Laut Förderbedingungen können Publikationskosten bis zu einer Höhe von 2.000 € (netto) je Publikation in voller Höhe gefördert werden.  Betragen die Veröffentlichungsausgaben mehr als 2.000 € werden zusätzlich 20 % des Mehrbetrags gefördert. Die maximale Fördersumme pro Publikation beläuft sich auf 2.400 € (netto).

Haben Sie Fragen zur Finanzierung von Open-Access-Publikationsgebühren? Sie erreichen uns unter: openaccess@ub.hu-berlin.de

24. Oktober 2017 | Veröffentlicht von Katja Krause
Veröffentlicht unter #OAweek, Allgemein, Open Access

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