UB Blog

Herzlich willkommen zum Wintersemester 2023/24 an der Humboldt-Universität zu Berlin

Wir begrüßen alle neuen Studierenden an der Humboldt-Universität sehr herzlich zum Wintersemester 2023/24!

Nutzen Sie gerne unsere umfangreichen Führungs- und Schulungsangebote, um sich mit den Gegebenheiten der Bibliotheksstandorte vertraut zu machen. In unserem kompakten einstündigen Angebot „Rund um die Bib zum Studienstart“ erhalten Sie das nötige Rüstzeug für Ihre ersten Bibliotheksbesuche. Durch unsere vertiefenden Webinare und Vor-Ort-Schulungen zu Recherchetechniken und Literaturverwaltungsprogrammen werden Sie schnell fit für Ihren Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten. Hier sehen Sie unser aktuelles Schulungsangebot auf einen Blick. Hintergrundinformationen dazu und den Anmeldelink finden Sie auf unserer Website:

Empfehlen möchten wir Ihnen auch unsere virtuellen Coffee-Lectures. Dort erhalten Sie immer dienstags um 14:00 Uhr in nur 15 Minuten kurze Einblicke in diverse Aspekte der Bibliotheksnutzung, des studentischen Arbeitens und der Literaturbeschaffung. Das aktuelle Programm sowie den tagesaktuellen Zoom-Zugangslink finden Sie auf unserer Coffee-Lecture-Website.

Für alle Anfragen rund um die Bibliotheksnutzung und Literaturrecherche sind wir auf verschiedenen Wegen für Sie da: Suchen Sie uns gerne während der Servicezeiten an den Theken auf, kontaktieren Sie uns telefonisch – im Grimm-Zentrum übrigens auch von den Info-Punkten auf den Etagen 2 bis 5 aus – unter 2093 99370 oder schreiben Sie uns eine Mail an info@ub.hu-berlin.de.

Am 16.10.2023, dem „Dies academicus“, finden Sie uns auch auf dem „Infomarkt“ am Campus-Nord.

Am besten steuern Sie gleich einen unserer zwölf Bibliotheksstandorte an und erkundigen die Arbeitsmöglichkeiten vor Ort. Ganz neu bieten wir Ihnen an den meisten Standorten Meeting-Boxen und Solo-Boxen an – für die Gruppenarbeit oder die ungestörte Webinarteilnahme.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Semesterstart!

Ihre Universitätsbibliothek

13. Oktober 2023 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Erstsemester, Semesterstart

14 Jahre GZ – 14 nette Plätzchen im GZ

Wer hätte das gedacht – das Grimm-Zentrum wird am 12. Oktober 2023 bereits 14 Jahre „alt“ und kommt damit sozusagen in die Pubertät.

Das macht sich leider auch im Gebäude bemerkbar, denn seit einiger Zeit sucht die Cafeteria im Grimm-Zentrum eine neue Bewirtschaftung, derzeit haben wir bei den Dachfenstern auf den Leseterrassen einen massiven Glasschaden, die Buchsortier- und Transportanlage ist aus präventiven Sicherheitsgründen gesperrt und die Aufzüge gönnen sich auch ab und zu eine überraschende Betriebspause.

Aber es gibt auch positive News zu vermelden, wie z. B. die neuen Meeting- und Solo-Boxen auf mehreren Etagen, vier weitere Tagearbeitskabinen im 5. OG sowie die Dauerschließfächer für HU-Angehörige im UG etc.

Passend zum Jahrestag haben unsere Azubis Isabel, Melina und Tom aus dem 2. Lehrjahr, die aktuell im Referat Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt sind, eine Fotostrecke entwickelt.

Die Bildergalerie zeigt 14 ausgesuchte Plätze im Grimm-Zentrum, die unsere Azubis mit unserem „Lieblingsleser“ besucht haben und dufte finden. Dabei werden sowohl die schönen als auch die kritischen Seiten des Grimm-Zentrums mit etwas Augenzwinkern gezeigt.

Haben Sie alle Plätze wiedererkannt bzw. waren schon selbst einmal dort? Ansonsten wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Entdecken.

Ihre Universitätsbibliothek

Fotos von Isabel Rotte und Melina Göbel

12. Oktober 2023 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Grimm-Zentrum

Neue Meeting- und Solo-Boxen im Grimm-Zentrum!

Es ist soweit: Ab sofort können Sie unsere neuen Meeting- und Solo-Boxen im Grimm-Zentrum in Betrieb nehmen.

Die sechs Solo-Boxen für die Teilnahme an Videokonferenzen befinden sich im Erdgeschoss, jeweils drei auf der Westseite vor der Lehrbuchsammlung und drei auf der Ostseite vor den Abholregalen. Wie der Name sagt, sind die Boxen nur für jeweils eine Person nutzbar. Bringen Sie bitte Ihr eigenes mobiles Gerät mit und machen Sie es sich auf den Hockern bequem. Bis zu maximal zwei Stunden am Stück können Sie die Boxen nutzen. Sollte eine Box frei sein, können Sie gerne auch mal dringende Telefonate darin erledigen. Licht und Lüftung schalten sich automatisch bei Betreten der Kabine ein.

Die Meeting-Boxen sind für die Gruppenarbeit von zwei bis vier Personen vorgesehen und mit Lesebildschirmen ausgestattet, an die Sie Ihre eigenen Geräte anschließen können. Belegen Sie die Kabinen nicht alleine. In den Meeting-Boxen schalten Sie Licht und Lüftung bitte selbst über den Schalter an der Decke an und aus.

Die Boxen sind in erster Linie für HU-Angehörige gedacht und können nur von diesen reserviert werden. Bitte tragen Sie sich hierzu vorab in die Belegungspläne ein, die von außen an den Boxen aushängen. Sollte eine Box mal nicht belegt und nicht reserviert sein, können auch Nicht-HU-Angehörige darin arbeiten.

Weitere Informationen zu den Meeting- und Solo-Boxen finden Sie auf unserer Website.

Wir wünschen Ihnen viel Freude an und frohes Schaffen in diesen neuen Arbeitsbereichen!

Fotos: Ulrike Schenk. Die fotographierten Personen haben der Veröffentlichung zugestimmt.

2. Oktober 2023 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | Kein Kommentar »

Baulärm? Wir bauen für Sie!

Haben Sie sich schon gewundert, warum es aktuell so viele Baustellen im Grimm-Zentrum gibt? Ja, manche mögen vielleicht sofort an die abgesperrten östlichen Lesesaalterrassen, die nicht funktionierenden Rückgabeautomaten und Fahrstühle denken – hier kommt gerade einiges zusammen. Und hier müssen Sie und wir uns leider noch etwas gedulden. Die Technische Abteilung der HU arbeitet mit Hochdruck an der Behebung dieser Baustellen.

Es gibt aber auch gute Nachrichten – gemeint sind hier die Baustellen, wo aktuell Neues für Sie entsteht: In Kürze bieten wir Ihnen hier und sukzessive auch an vielen anderen Standorten der Universitätsbibliothek die Möglichkeit, in unseren neuen, schallisolierten sogenannten Solo-Boxen an Videokonferenzen teilzunehmen und in unseren Meeting-Boxen mit bis zu vier Personen konzentriert in der Gruppe zu arbeiten. Die Solo-Boxen finden Sie im Erdgeschoss, jeweils drei in Richtung Friedrichstraße vor der Lehrbuchsammlung und drei in östlicher Richtung vor dem Buchabholbereich.

Damit Sie die Nutzung der Kabinen planen können, tragen Sie sich bitte vorab in die Reservierungspläne ein, die in Kürze an den Boxen aushängen. Die Belegungspläne werden jeweils für die laufende und kommende Woche ausgehängt. Die Reservierung ist nur HU-Angehörigen vorbehalten. Sind Kabinen nicht reserviert und nicht belegt, stehen sie zur freien Nutzung – auch für Nicht-HU-Angehörige – zur Verfügung. Die maximale Belegungsdauer beträgt für die Meeting-Boxen drei zusammenhängende Stunden pro Person und Tag, für die Solo-Boxen zwei Stunden pro Person und Tag. Die Nutzung der Solo-Boxen ist auf eine Person beschränkt. Die Meeting-Boxen sind ab zwei Personen nutzbar und ausdrücklich nicht für die Einzelnutzung vorgesehen. Die Kabinen werden voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche für die Nutzung freigegeben. Die Nutzungsbedingungen an den anderen UB-Standorten können von denen im Grimm-Zentrum abweichen.

Die Lernboxen sind mit Belüftung, Licht sowie USB-Anschlüssen ausgestattet und bestehen aus nachhaltigen Materialien.

Wir hoffen, die Unannehmlichkeiten halten sich für Sie in Grenzen. Auch an unseren anderen Baustellen arbeiten wir intensiv – dies können wir Ihnen versichern. Viel Spaß bei der Inbetriebnahme!

Über die Bauvorhaben an den anderen Standorten halten wir Sie hier im UB-Blog auf dem Laufenden. Hier schon ein paar Eindrücke von den Bauarbeiten und von den fertigen Boxen:

Fotos: Ulrike Schenk

Auf ein Neues: Lost in Dissertation? Vortragsreihe für Promovierende

Vom 09. bis 13. Oktober 2023 können Promovierende und andere Interessierte sich im Rahmen der Vortragsreihe „Lost in Dissertation“ wieder zu einer Bandbreite an Themen rund um die Promotion informieren. Wir haben das Programm gegenüber dem des Vorjahres um einige spannende Themenfelder angereichert: Neben den Themen Literaturverwaltung, Zeitmanagement, Forschungsdatenmanagement, Open Access, Bildrechte, Publikationsmöglichkeiten, Qualitätskriterien wissenschaftlicher Publikationen und Finanzierungsmöglichkeiten bieten wir Ihnen jetzt auch Vorträge zur Prävention von Plagiaten sowie zu Künstlicher Intelligenz an. Und: Erstmals seit der Pandemie werden alle Vorträge wieder ausschließlich vor Ort in der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33, im Dietrich-Bonhoeffer-Saal (vom Foyer aus zugänglich) stattfinden.

Veranstalter der Reihe ist des Netzwerks Informationskompetenz Berlin-Brandenburg unter Federführung der Staatbibliothek zur Berlin – Preußischer Kulturbesitz und der Universitätsbibliotheken von Freier Universität, Humboldt-Universität und Technischer Universität.

Detailinformationen finden Sie in diesem Flyer sowie auf der Veranstaltungswebsite.

http://sbb.berlin/promovierende

Kontakt:
Dr. Christina Schmitz
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
christina.schmitz@sbb.spk-berlin.de

Dr. Ulrike Schenk
Humboldt-Universität zu Berlin – Universitätsbibliothek
ulrike.schenk@ub.hu-berlin.de

20. September 2023 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | 2 Kommentare »
Veröffentlicht unter Promovierende, Veranstaltung

Grimm-Zentrum: Derzeit keine Buchrückgabe über die Automaten möglich

Leider mussten wir die Buchsortieranlage im Grimm-Zentrum aufgrund präventiver Sicherheitsmaßnahmen vorübergehend außer Betrieb nehmen. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die automatische Buchrückgabe im Foyer. Medien werden üblicherweise direkt von dort aus maschinell in Kästen vorsortiert und fahren dann über die Buchtransportanlage ebenfalls automatisch in die Etage, in die sie gehören. Erst dort erfolgt die Feinsortierung durch das Bibliothekspersonal, das die Bände wieder an ihren jeweiligen Standort zurückstellt.

Die Abschaltung der Anlage hat nun zur Folge, dass wir die Buchrücknahme temporär über die Theke vornehmen müssen. Montags bis freitags von 9:00 bis 19:00 Uhr und samstags von 10:00 bis 18:00 Uhr nehmen wir Ihre Rückgaben gerne entgegen und leihen Ihnen die Bände auf Wunsch und sofern sie nicht vorgemerkt sind dort auch wieder neu aus. Bitte beachten Sie, dass die Wiederausleihe also momentan nur während der genannten Servicezeiten möglich ist.

Um Warteschlangen zu vermeiden, haben wir unseren Personaleinsatz an den Theken verdoppelt, bitten aber um Verständnis, falls Sie doch mal etwas länger anstehen müssen. In Zeiten, in denen die Rückgabetheke nicht besetzt ist, können Sie Ihre Bücher in der dafür aufgestellten Bücherbox platzieren. Die anschließende Rückbuchung durch das Leihstellenpersonal wird Ihnen garantiert.

Wir wissen und bedauern sehr, dass Ihnen hierdurch Unannehmlichkeiten entstehen. Wir arbeiten intensiv an der Behebung der Missstände und danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Ihre Universitätsbibliothek

Fotos: Bernhard Ludewig

1. September 2023 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | Kein Kommentar »

Hintergründe zur Schließung der östlichen Lesesaalterrassen im Grimm-Zentrum

Leider erforderte ein Schaden an einem Dachfenster im Grimm-Zentrum oberhalb der östlichen Terrassenlesesäle die Schließung dieses Lesesaalbereichs. Hierdurch fallen 145 Arbeitsplätze weg. Wir bedauern dies sehr und arbeiten intensiv an der Behebung des Schadens. Da wir uns an der HU gerade im Prüfungszeitraum befinden, ist dies besonders schmerzlich, denn jeder nicht zur Verfügung stehende Arbeitsplatz wird vermisst. Um den HU-Angehörigen trotz der Sperrungen angemessene Arbeitsbedingungen während der Prüfungszeit zu ermöglichen, wird in Absprache mit der Leitung der Humboldt-Universität der Zutritt zum Innenbereich der Bibliothek an den Wochenenden 29./30.07. sowie 05./06.08. bis jeweils 19:00 Uhr auf HU-Angehörige beschränkt.

Die HU-Studierenden bitten wir, ihre Campus-Card HU Berlin, die HU-Mitarbeiter:innen ihren Bibliotheksausweis bei Zutritt zum Innenbereich unseren Wachschutzkolleg:innen vorzuzeigen.

Nicht-HU-Angehörigen steht das Grimm-Zentrum ab 19:00 Uhr an den besagten Wochenenden uneingeschränkt offen. Bitte weichen Sie samstags gerne auch auf unsere Zweigbibliotheken aus. Am Sonntag können Sie die benachbarte Staatsbibliothek Unter den Linden oder auch den Standort Potsdamer Straße nutzen.

Der Zutritt zum Foyer des Grimm-Zentrums ist für alle Nutzer:innen während der Öffnungszeiten uneingeschränkt möglich, es können also Medien zurückgegeben und Fernleihbücher abgeholt werden. Bereitgestellte Medien in den Abholregalen im Innenbereich und zurückgelegte Bücher in den Bücherboxen bleiben entsprechend zwei Tage länger liegen.

Wir bitten um Verständnis für die Maßnahmen und bemühen uns schnellstmöglich um Behebung des Schadens.

Startschuss für die Hausarbeit – Schreibabend im Grimm-Zentrum

Das Sommersemester 2023 neigt sich dem Ende zu und viele freuen sich auf die semesterfreie Zeit und ihren Urlaub. Möglicherweise steht aber zunächst noch das Schreiben und die Abgabe der Seminar- und Hausarbeiten an?

Um Sie dabei zu unterstützen, bieten wir am 25. Juli 2023 von 17-21 Uhr einen Schreibabend im Grimm-Zentrum mit verschiedenen Kurzformaten rund um das Thema wissenschaftliches Schreiben an. Sie können sich Input holen zu den Themen Schreibblockaden, Struktur und roter Faden, erhalten Tipps zur effizienten Literaturrecherche und erfahren, wie einem Literaturverwaltungsprogramme das Leben erleichtern können.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und sorgen mit einem Tässchen Kaffee und kleinen Snacks für das nötige Durchhaltevermögen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Veranstaltungen finden im PC-Saal auf der Ostseite des Grimm-Zentrums im 1. OG statt.

Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie auch auf unserer Webseite unter: https://link.ub.hu-berlin.de/schreibabend-gz

Wir freuen uns auf Sie!

11. Juli 2023 | Veröffentlicht von Sabine Tschorn | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Grimm-Zentrum, Schreiben, UB
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Die Lange Nacht der Wissenschaften in der Zweigbibliothek Naturwissenschaften

Am Samstag, 17. Juni 2023 nahm die Zweigbibliothek Naturwissenschaften in Adlershof nach langer Pause wieder an der Langen Nacht der Wissenschaften teil. Das Wetter bescherte allen einen gemächlichen Start, doch im Laufe des Abends kamen immer mehr Besucher:innen auf den Campus Adlershof, um die verschiedenen Einrichtungen zu erkunden.

Im Laufe des Abends stellten sich über 400 Gäste den Fragen des Glücksrads zur Bibliothek und zu Adlershof, erkundeten über 500 den Lesesaal, entweder eigenständig oder angeleitet von der digitalen Schnitzeljagd mit Actionbound oder auch im Rahmen von Führungen. Die Zusammenstellung von besonderen Büchern der Bibliothek (die noch bis zum 26. Juni zu sehen ist) lud zum Stöbern und Verweilen ein.

Die Raritäten der Bibliothek waren gut geschützt zu bewundern und führten zu vielen Fragen und spannenden Gesprächen zwischen Besucher:innen und Mitarbeiter:innen.

Das Exit-Game „Rettet die Daten“ zog ebenso zuverlässig „die Großen“ in seinen Bann, wie das Bilderbuchkino die kleinsten Besucher:innen. Und ein Dauerbrenner bis zum Papierfliegerwettbewerb: der Basteltisch, an dem viele Lesezeichen, Origami-Tiere, Papierflieger und vieles mehr entstanden.

Wie immer sorgte der Kuchenbasar schließlich für das leibliche Wohl derjenigen, die bei uns eine kurze Pause einlegten: die Einnahmen werden verwendet, um eines unserer wertvollen Bücher zu restaurieren.

Der gesamte Abend war geprägt von guter Stimmung, viel Interesse und Freude an Entdeckungen – wir freuen uns darauf, wenn wir wieder zu einer Langen Nacht der Wissenschaften öffnen werden!

# 3 Bücherwege: Zeugnisse einer behördeninternen Säuberung im Nationalsozialismus – Bücher und Broschüren aus der Bibliothek des Polizeiinstituts für Technik und Verkehr

Am 19. Oktober 1933 akzessionierte die Universitätsbibliothek der Friedrich-Wilhelms-Universität einen kleinen Bestand von belletristischen Werken und staatspolitischen Schriften unter dem Lieferanteneintrag „Vom Leiter des Landesamts f. Luftschutz auf Ministerialerlass v. 14.6.33. – II F. 88 b. Nr. 7/3.–“.

Von den einstmals zehn Titeln sind heute noch neun im Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums vorhanden. Wie in anderen Fällen beschlagnahmter Literatur existiert im Universitätsarchiv der Humboldt-Universität zu der Schenkung des Landesamts für Luftschutz ein Schriftwechsel. Er enthält unter anderem eine Angebotsliste. Wie die Notizen auf dem Schreiben zeigen, wählte die Universitätsbibliothek aus dieser Titel aus, die sie noch nicht besaß oder in einem zweiten Exemplar besitzen wollte.

Abb. 1 und 2: Angebotsliste des Leiters des Landesamts für Luftschutz, Technik und Verkehr an die Universitätsbibliothek Berlin, 6.10.1933.

Wenige Tage nach Erhalt des Angebotsschreibens bat Otto Leunenschloss, der stellvertretende Direktor der Universitätsbibliothek, um die Zusendung der gekennzeichneten Werke.

Abb. 3: Schreiben der Universitätsbibliothek an den Leiter des Landesamts für Luftschutz mit der Liste der erwünschten Literatur, 11.10.1933.
Abb. 4: Stempel des Polizeiinstituts für Technik und Verkehr mit Standortnummer (Sign: FB 447-7)

Mit einer Ausnahme findet sich in den Büchern oder Broschüren ein runder Besitzstempel mit der Umschrift „Polizeiinstitut für Technik und Verkehr. Berlin. Bücherei“, in der Mitte ein nicht bekrönter auffliegender preußischer Adler, der in dieser Gestalt auf zahlreichen Behördenstempeln der 1920er Jahre erscheint.

Leider kann im Rahmen der Provenienzforschung der Frage, in welchem Verhältnis das Polizeiinstitut zum Landesamt für Luftschutz stand, nicht weiter nachgegangen werden. Ein Blick in die Berliner Adressbücher gibt immerhin Aufschluss darüber, welche Einrichtungen sich an der Golßener Straße in Berlin-Kreuzberg befanden: Für 1933 ist hier das Polizeiinstitut für Technik und Verkehr eingetragen; in der Ausgabe für 1934 erscheinen stattdessen die Technische Polizeischule und die Luftschutz- und Luftpolizeischule. Dass eine Umstrukturierung stattgefunden hatte, von der die technische Ausbildungsstätte der Berliner Polizei betroffen war, bezeugt ebenfalls der Briefkopf der in den Akten der Universitätsbibliothek enthaltenen Schreiben. Die Zeile des Absenders ist teilweise ausgeixt und überschrieben. So wurde aus dem Absender „Präsident des Polizeiinstituts für Technik und Verkehr“ der „Leiter des Landesamts für Luftschutz, Technik und Verkehr“. Es ist anzunehmen, dass diese Veränderungen Auswirkungen auf die Bibliothek des Polizeiinstituts hatten.

Abb. 5: Begleitschreiben des Leiters des Landesamts für Luftschutz, Technik und Verkehr bei der Zusendung der gewünschten Bücher an die Universitätsbibliothek, 17.10.1933. Briefkopf.

Wie oben erwähnt, vermerkte die Universitätsbibliothek in der Lieferantenspalte des Akzessionsjournals nicht nur den Schenkgeber, das Landesamt für Luftschutz, sondern gab darin auch die Rechtsgrundlage der Schenkung an. Der „Ministerialerlass v. 14.6.33. – II F. 88 b. Nr. 7/33.–“ des Preußischen Ministeriums für Justiz ist im Wortlaut dem archivierten Schriftwechsel mit dem Landesamt für Luftschutz beigefügt. Demnach war es schon vor dem 14. Juni 1933 zu ungeregelten Eingegriffen in die Bibliotheksbestände der Polizeibibliotheken gekommen. Unter der Überschrift „Büchereien der Schutzpolizei“ verpflichtete der Runderlass nunmehr die jeweiligen Dienststellenleiter zu einem einheitlichen Vorgehen. Grundlegend war dabei die Unterteilung der Polizeibibliotheken in Fachbüchereien – Offiziers- und Lehrerhandbibliotheken – und sogenannte Wohlfahrtsbüchereien. Letztere durften ohne Zugangsbeschränkungen von den gewöhnlichen Polizeibeamten aufgesucht werden. Diese behördeninternen, allgemein genutzten Wohlfahrtsbüchereien galt es, laut Erlass, „frei von Schund […], der die nationale Grundhaltung und die Sitten ungünstig beeinflusst,“ zu halten „und mit dem gehaltvollen Kulturgut der nationalen Bewegung auszubauen“. Die auf diesem Wege ausgeschiedene Literatur sollte zunächst daraufhin geprüft werden, ob sie in die Fachbüchereien, auch anderer Dienststellen, in die Bibliothek des Ministeriums der Justiz oder in die Höhere Polizeischule in Eiche übernommen werden konnte. Wenn dies nicht der Fall war, sollte „der verbleibende Restbestand“ den zuständigen Universitätsbibliotheken in Preußen angeboten und bei Ablehnung vernichtet werden. Der Umgang mit verbotener Literatur in den Polizeidienststellen wies durchaus Parallelen zu den Eingriffen in den Bestand öffentlicher Bibliotheken auf.

Ein Blick auf die Angebotsliste verdeutlicht, welche Ziele das NS-Regime mit dem Erlass vom 14. Juni 1933 verfolgte. Aus den Polizeibibliotheken sollte die Literatur jüdischer, politisch missliebiger und pazifistischer Autoren, die bislang zur Bildung und zur anspruchsvollen Unterhaltung in den Polizeibibliotheken bereitgestanden hatte, eliminiert werden. Ebenso sollten politische Bücher und Broschüren, die in Loyalität zur Weimarer Republik verfasst worden waren, aus der Reichweite der Polizeibeamten entfernt werden. Schriften, in denen die Funktionsweise des demokratischen Staats erläutert und die Aufgaben, die der Polizei in diesem zukamen, definiert wurden.

Abb. 6: Roland Dorgelès: Die hölzernen Kreuze. Übers. von Tony Kellen u. Erhard Wittek. Horw-Luzern, Stuttgart, Leipzig: Montana-Verl., [1930]. Innenseite des vorderen Buchdeckels mit Klebeetikett und Klappentext (Akzessionnummer D1933.238 / Signatur Xz 25311’18‘).

#Bücherwege – Provenienzforschung an der UB

Die Universitätsbibliothek untersucht derzeit ihre zwischen 1933 und 1945 zugegangenen Bücher auf Erwerbungskontexte, die auf beschlagnahmte, geraubte und erpresste Bestände in der NS-Zeit hinweisen. Die Verdachtsmomente werden flächendeckend erfasst, indem die erhaltenen Originalbestände und Erwerbungsakten systematisch durchgesehen werden. Ziel ist es, unrechtmäßige Erwerbungen zu dokumentieren und an die Anspruchsberechtigten und ihre Nachkommen zurückzugeben. Das Projekt wird bis 2024 durchgeführt und vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste gefördert.

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Quellen

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Verfasst von: Dr. Cornelia Briel