Drei Jahre nach seinem Start hat sich der Fachinformationsdienst Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung (FID) als bedarfsorientiertes Angebot für die Wissenschaft etabliert. Die UB der HU vertritt in diesem FID den Bereich der Hochschulforschung, aber natürlich stehen auch den Angehörigen der HU alle Angebote des gesamten FID zur Verfügung. Der FID ist im Fachportal Pädagogik integriert und bietet allen Wissenschaftlern und an Bildungsfragen Interessierten folgende Dienste:
Recherchieren
Für Ihre Literaturrecherche steht Ihnen im Fachportal Pädagogik der integrierte Such- und Nachweisraum zur Verfügung. Dieser unter Erziehungswissenschaftlern, Fachdidaktikern und Bildungsforschern langjährig bekannte Suchraum (FIS Bildung Literaturdatenbank) wird nun kontinuierlich durch den FID mit Nachweisen internationaler Literatur (anglo-amerikanische und italienische, demnächst auch französische und spanische Fachliteratur) erweitert.
Praktisch auch, dass Sie – ohne das Portal zu verlassen – zu den Treffern eine Prüfung auf Verfügbarkeit in Ihrer Bibliothek vornehmen können.
Bestellen
Einmal registriert, können Sie Bücher, die Sie im Suchraum finden, als Direktausleihe nach Hause bestellen und zugeschickt bekommen, aber auch Bücher, die nicht im Portal zu finden sind, können Sie bestellen. Einzige Voraussetzung: das Buch steht bislang an keiner deutschen Bibliothek zur Ausleihe zur Verfügung. Dieser Service ist für Sie kostenlos. Hier geht es zur Registrierung und Buchbestellung.
Vorschlagen
Wenn Sie für Ihre Forschung internationale Zeitschriften benötigen, die Sie nicht in Deutschland bekommen können, machen Sie uns bitte darauf aufmerksam. Wir werden diese dann an einer unserer Partnerbibliotheken kaufen oder – wenn möglich – für den deutschlandweiten Online-Zugriff lizenzieren.
Nationallizenzen nutzen
Etliche solcher Zeitschriften und die Datenbank ‚Video in Education‘ konnten wir schon mit Lizenz für den deutschlandweiten Online-Zugriff (sog. Nationallizenz) erwerben. Ihre Bibliothek kann sich für die kostenlose Nutzung registrieren lassen (www.nationallizenzen.de) und damit haben Sie freien Online-Zugriff auf die Zeitschrifteninhalte und die Datenbank.
Digitalisieren
Für die bildungsgeschichtliche und die Schulbuchforschung können Sie hier auf Wunsch urheberrechtsfreie Werke digitalisieren und dauerhaft online stellen lassen. Auch beschaffen wir Quellen und historische Werke in diesen beiden Teildisziplinen gerne für Sie.
Unabhängig vom FID können Sie auch urheberrechtsfreie Werke aus dem Bestand der Universitätsbibliothek der HU per sog. EOD-Service digitalisieren lassen.
In der zweiten Förderperiode wird unter anderem der integrierte Such- und Nachweisraum weiter ausgebaut. Zudem ist geplant, E-Books einzubinden und für diese Nationallizenzen auf Nutzerwunsch zu erwerben. Ein weiterer Schwerpunkt ist, den Zugang zu Publikationen, speziell zu freien und digitalen Werken, zu verbessern.
Kontakt:
www.fachinformationsdienst-erziehungswissenschaft-bildungsforschung.de

Mit diesem Service können Sie urheberrechtsfreie Bücher digitalisieren lassen. Bestellen Sie ganz einfach über das Online-Formular. Sie erhalten eine pdf-Datei mit Volltextrecherche zum Download sowie auf Wunsch auch eine CD-Rom. Soll es ein Geschenk sein? Bestellen Sie einen Reprint. Das gewünschte Buch wird als klassisches Paperback gedruckt und Ihnen zugeschickt.
Neu:
Sie brauchen eine Druckvorlage? Kein Problem: Bestellen Sie hochauflösende Einzelbilder und Sie erhalten JPEG oder TIFF Dateien mit mindestens 300 dpi.
Die Bezahlung ist ganz einfach: Im Internet per Kreditkarte, Maestro oder Paypal oder per Rechnung.
Der EOD-Service – „E-Books on demand“– ist ein kooperatives Angebot europäischer Bibliotheken.
Weitere Informationen & Kontakt:
https://www.ub.hu-berlin.de/de/bibliothek-benutzen/digitalisierung-eod
Humboldt-Universität zu Berlin
Universitätsbibliothek
Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
Historische Sammlungen / eod-Service
Telefon: +49 30 2093-99213, -99284
E-Mail: eod.admin@ub.hu-berlin.de
Die Humboldt-Universität steht gemeinsam mit den Berliner Universitäten und der Charité geschlossen hinter den Verhandlungszielen des Projektes DEAL der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das den Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften verbessern möchte.
Ziel des DEAL-Projekts sind bundesweite Lizenzen mit den großen Zeitschriftenverlagen Springer/Nature, Wiley und Elsevier, die ermöglichen, dass die Artikel deutscher, korrespondierender Autorinnen und Autoren (corresponding authors) künftig Open Access veröffentlicht werden. Auf diese Weise sollen die bisherigen Lizenzkosten durch eine am Publikationsaufkommen orientierte Finanzierung ersetzt werden.
Die Verhandlungen mit den Verlagen Springer/Nature und Wiley verlaufen sehr konstruktiv, sodass für das Jahr 2018 eine gemeinsam erarbeitete Übergangslösung in Kraft treten kann, die den Weg für eine bundesweite Lizenz ab 2019 offenhält.
Die seit Mitte 2016 mit Elsevier geführten Verhandlungen gestalten sich hingegen weiterhin schwierig. Nach den Informationen des DEAL-Projekts hat Elsevier bisher kein Angebot gemacht, das den Erwartungen der Verhandlungsgruppe des DEAL-Projekts entspricht.
Um nachdrücklich zu verdeutlichen, dass die deutsche Wissenschaft einen Wandel in der Finanzierungspraxis der Nutzung wissenschaftlicher Zeitschriften fordert, haben die Präsidien der Freien Universität, der Humboldt-Universität und der Technischen Universität sowie der Vorstand der Charité in enger Abstimmung beschlossen, den laufenden Zeitschriften-Vertrag mit Elsevier nicht zu verlängern. Dieser Beschluss erfolgt im Schulterschluss mit knapp 200 Einrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen) deutschlandweit, die ihre Zeitschriften-Subskriptionen bei Elsevier ebenfalls gekündigt haben.
Mit dieser Kündigung wird sich die Humboldt-Universität ab dem 1. Januar 2018 in einem vertragslosen Zustand befinden, der voraussichtlich eine Kappung des Zugriffs auf die aktuellen Jahrgänge der Elsevier-Freedom Collection und der Cell Press-Titel nach sich ziehen wird. Zugriffe auf die im Rahmen von Nationallizenzen und eigenen Lizenzierungen erworbenen Archivrechte bleiben davon unberührt.
Die dadurch entstehende Lücke in der Informationsversorgung kann durch die Universitätsbibliothek nur eingeschränkt über Lieferdienste wie die Fernleihe oder Subito geschlossen werden.
Nähere Informationen zur DEAL-Initiative entnehmen Sie bitte der Homepage der Universitätsbibliothek. Hier finden Sie auch Hinweise über die Lieferdienste der Universitätsbibliothek.
Aktuelle Ergänzung (Stand 2.1.2018):
Der Verlag Elsevier hat den Zugang zu den aktuellen Journals der Freedom Collection zunächst noch nicht unterbrochen. Die weitere Entwicklung der Verhandlungen zwischen DEAL und Elsevier bleibt abzuwarten.
Weitere Informationen
Pressemitteilung der Berliner Universitäten zur Kündigung des Elsevier-Vertrages
Kontakt
Prof. Dr. Andreas Degkwitz
Direktor der Universitätsbibliothek
andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de
oder
Ist Ihnen schon die neue weihnachtliche Beleuchtung im Erdgeschoss des Grimm-Zentrums aufgefallen? Das festliche Strahlen geht von unseren neuen Ausleihautomaten aus, die seit einigen Tagen die alten Geräte ersetzen. Von den Funktionalitäten her ändert sich für Sie nichts: Neben der Ausleihe können Sie hier Ihr Konto einsehen, Ausleihfristen verlängern und ggfs. Gebühren bezahlen. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Auskunfts- und Servicetheken.
Und das Schöne: Das grün-rote Leuchten wird uns auch saisonunabhängig weit über die Weihnachtszeit hinaus erhalten bleiben. Damit erfüllen wir ein klein wenig manch innig geäußerten Wunsch: „Ach, wenn doch jeden Tag Weihnachten wär!“
Ihnen allen wünschen wir frohe Feiertage und ein glückliches neues Jahr!
Bitte beachten Sie unsere Sonderöffnungs- und Servicezeiten zum Jahreswechsel.

Per Januar 2018 steigt die HU auf die interdisziplinäre Referenzdatenbank Scopus um. Diese löst das bisher lizenzierte Produkt Web of Science (WoS) ab.
Scopus ist bereits freigeschaltet und kann unter diesem Link erreicht werden: https://www.scopus.com/.
- Bitte überarbeiten Sie Ihre in WoS gespeicherten Alerts und dokumentieren Sie Ihre Suchanfragen, damit Sie diese bei Bedarf in Scopus nachbilden können.
- WoS wird über einen Archivzugang retrospektiv zugänglich sein. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.
- Der h-Index ist auch in Scopus recherchierbar. Derzeit werden Zitierungen bis 1996 ausgewertet. Dieser Zeitraum wird vom Anbieter kontinuierlich ausgeweitet.
- Forschungsdaten sind über die Anbindung von DataSearch in Scopus recherchierbar.
- Da die ResearcherID vom gleichen Anbieter wie WoS ist, wird es durch den Wechsel nicht mehr möglich sein, eigene Profile halbautomatisiert zu aktualisieren. Als Alternative bietet sich die Open Researcher and Contributor ID, kurz ORCID, an. Dies ist ein kostenloser und produktunabhängiger eindeutiger Identifikator, der mittlerweile auch von vielen Forschungsförderern gefordert wird. Mehr dazu unter https://orcid.org/.
Um den Umstieg zu erleichtern, bietet Scopus nach einer Registrierung eine Reihe von kostenlosen Webinaren an. Die UB wird ab Januar Datenbankschulungen zu Scopus anbieten.
Rückfragen zum Wechsel beantwortet der Direktor der UB, Prof. Dr. Andreas Degkwitz (andreas.degkwitz@ub.hu-berlin.de) oder die Erwerbungsleitung der UB unter erwerbungsleitung@ub.hu-berlin.de.
Bereits zum vierten Mal präsentiert die Adlershofer Künstlerin Regina Steinbrecher ihre Papier-Objekte in der der Zweigbibliothek Naturwissenschaften. Dieses Jahr zeigt sie Mappen, Kisten, Blöcke und vieles mehr, das sie aus Buchdeckeln – zum Teil ausgesonderte Bücher aus der Zweigbibliothek – und anderem Altpapier erstellt hat.
Die Ausstellung ist bis zum 14. Dezember 2017 im Lesesaal der Zweigbibliothek Naturwissenschaften zu den Öffnungszeiten der Bibliothek zu sehen. Ab 14 Uhr können an diesem Tag die Werke dann zu „studentischen Preisen“ bei Frau Steinbrecher erworben werden.
Kommen Sie vorbei und lassen sich überraschen, was alles aus alten Büchern entstehen kann! Vielleicht ahnen Sie, welche Kiste ein altes Programmier-Handbuch oder ein Chemie-Lehrbuch war?
Open Access verfolgt nicht zuletzt das Ziel, durch den freien Zugang zu Informationen wissenschaftliche Kommunikation zu erleichtern und Barrieren abzubauen. Beim Rezipieren von Open-Access-Artikeln wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern insbesondere der zeitliche Vorteil des unmittelbaren Zugriffs ohne Anmeldung, Abhängigkeit von Lizenzen etc. allseits geschätzt (sofern die frei verfügbaren Artikel denn auch gefunden werden). Geht es um das Produzieren von Open-Access-Inhalten, so scheuen viele den damit verbundenen Zeitaufwand, insbesondere im Falle der Zweitveröffentlichung (green open access). Doch weder das Auffinden von Open Access verfügbaren Artikeln noch das Publizieren muss mit hohem Zeitaufwand verbunden sein. Verschiedene kleine Helfer können den wissenschaftlichen Alltag erleichtern. Eine kleine Auswahl:
Unpawall/oaDOI

Wie der Name Unpaywall schon andeutet, hilft dieses von Impactstory entwickelte Werkzeug dabei, Bezahlschranken im Netz („Paywall“) zu umgehen. Mittels einer leicht zu installierenden Browsererweiterung (für Chrome und Firefox) wird geprüft und angezeigt, ob für wissenschaftliche Publikationen legale Open-Access-Versionen verfügbar sind. Die Erweiterung ist sehr einfach zu installieren und zu benutzen, die Trefferrate inzwischen recht hoch. Personenbezogene Daten werden bei der Verwendung nicht erhoben. Ein wunderbar effizientes und komfortables Tool, das im April 2017 veröffentlicht wurde und binnen kürzester Zeit eine intensive Nutzung erfahren hat! Wer ganze Listen von Publikationen mit DOI auf den den Open-Access-Status hin prüfen möchte, kann dies direkt über eine Schnittstelle des Dienstes oaDOI tun, der die Grundlage von Unpaywall bildet.
Open Access Button

Der Open Access Button funktioniert ähnlich wie Unpaywall. So kann über die Weboberfläche kann nach frei verfügbaren Versionen von Publikationen gesucht werden, deren DOI, URL, Titel oder andere Angaben man im Suchschlitz eingetragen hat. Noch einfacher ist es, den Service in der Lesezeichenleiste zu hinterlegen und darüber zu nutzen. Befindet man sich auf einer Webseite, auf der sich Angaben zu einer Publikation zu finden sind, und klickt auf den Open Access Button, wird parallel über ein Pop-up-Fenster im Hintergrund nach einer Open-Access-Version des Artikels gesucht und – im Falle einer erfolgreichen Suche – zum schnellen Aufruf verlinkt.
SHERPA-RoMEO

Was Verlage in Hinblick auf die Zweitveröffentlichung wissenschaftlicher Artikel (green open access) erlauben, erläutert die SHERPA-RoMEO Liste. Angezeigt werden – nach Verlagen bzw. einzelnen Zeitschriften – Informationen zu zeitlichen Fristen, nach denen Artikel auf Repositorien eingestellt werden können (Embargo), zu den Versionen, die verwendet werden können etc. Die Liste gibt eine wertvolle Orientierung für Autoren über ihre Zweitveröffentlichungsmöglichkeit von bereits publizierten Artikeln. Bei der Nutzung ist jedoch zu beachten, dass die Liste nicht rechtsverbindlich ist und daher der Autorenvertrag stets genau zu prüfen ist.
dissemin

Ein ebenfalls recht neuer Dienst, der bibliographische Quellen und Informationen aus SHERPA-RoMEO auf einer ansprechend gestalteten und intuitiv nutzbaren Oberfläche zusammenführt ist die in Frankreich entwickelte Plattform dissemin. Über diesen Service lässt sich die für eigene Publikationen prüfen, welche davon bereits frei verfügbar sind (die freie Verfügbarkeit wird hier sehr weit ausgelegt und z.B. auch ResearchGate einbezogen) bzw. für welche der noch nicht frei verfügbaren Publikationen die Möglichkeit zur Zweitveröffentlichung besteht. Besonders umfassend funktioniert diese Prüfung, sofern man sich mit einem bestehenden ORCID-Account anmeldet, da in der Folge alle dort hinterlegten Publikationen in dissemin abgeprüft werden können. Über ein persönliches Profil besteht eine bequeme Möglichkeit zum Upload von Publikationen u.a. nach Zenodo, einem EU-finanzierten Repositorium.
SPARC Author’s Addendum/Scholar’s Copyright Addendum Engine

Autorinnen und Autoren sollten die Möglichkeit nutzen, sich bereits im Verlagsvertrag ein einfaches Nutzungsrecht vorzubehalten, indem sie einen Anhang zum Autorenvertrag erstellen oder einschränkende Vertragsklauseln zu streichen. Dadurch kann eine zeitnahe Zweitveröffentlichung etwa auf dem edoc-Publikationsserver ermöglicht werden. Doch wie sollte man hier vorgehen? Informationen zu Verlagsverträgen bietet die Informationsplattform open-access-net. Das bekannteste Beispiel für einen Vertragszusatz, mittels dessen sich Autoren das Nutzungsrecht an ihrem Artikel vorbehalten können, ist das SPARC Author Addendum. Wer nicht das pdf-Formular ausfüllen möchte, kann sich auch bequem über die Scholar’s Copyright Addendum Engine ein vorausgefülltes SPARC Author Addendum generieren oder auch weitere Varianten der Rechteinräumung wählen, welche die Open-Access-Zeitveröffentlichung ermöglichen.
GenderOpen ist ein Verbundprojekt der drei universitären Geschlechterforschungszentren Berlins zum Aufbau eines Open-Access-Repositoriums für die Geschlechterforschung. Gefördert wird GenderOpen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für zwei Jahre seit Anfang Oktober 2016. Mit dem Launch der Plattform am 4. Dezember 2017 geht das erste und weltweit einzige Repositorium im Bereich der Geschlechterforschung online.
Ziel des GenderOpen-Projekts ist die Einrichtung einer elektronischen Plattform, auf der Publikationen und andere Wissensbestände der Geschlechterforschung dauerhaft frei zugänglich gemacht und nachhaltig gesichert werden. So soll es Forschenden wie auch Interessierten künftig leichter möglich sein, Veröffentlichungen im Feld der Geschlechterforschung aufzufinden, mithilfe weniger Klicks einzusehen und mit ihnen zu arbeiten. Gleichzeitig wird Autor_innen die Möglichkeit geboten, ihre Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Geschlechterforschung öffentlich frei zugänglich zu machen und stärker in den Fokus der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit zu rücken. GenderOpen engagiert sich ausdrücklich für die Verwendung freier Lizenzen (bspw. Creative Commons Lizenzen). Somit ist auch die Modernisierung des Publikationsverhaltens in der Geschlechterforschung ein Ziel des Projekts. Das Team von GenderOpen setzt ebenfalls die Retrodigitalisierung von Werken der Geschlechterforschung aus den 60er bis frühen 2000er Jahren um. So wurde zum Beispiel die seit 1997 erscheinende Zeitschrift femina politica komplett retrodigitalisiert.
Eine Reihe von Kooperationspartner_innen – darunter Zeitschriftenredaktionen, Verlage, institutionelle und fachliche Repositorien sowie andere innovative Projekte im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung – konnte bereits gewonnen werden. Die jüngste Vereinbarung über eine enge Zusammenarbeit wurde zuletzt mit dem Barbara Budrich Verlag beschlossen.
Ab dem 4. Dezember 2017 können Autor_innen und Interessierte unter www.genderopen.de auf den Volltextserver zugreifen. Bis dahin informiert der Blog des GenderOpen-Projekts (www.blog-genderopen.de) über die neuesten Fortschritte und aktuelle Veranstaltungen.
Kontakt
Aline Aloff / Andreas Heinrich
www.genderopen.de | www.blog-genderopen.de
(030) 2093-46208
Was ist ORCID?
ORCID ist eine gemeinnützige Initiative und bietet Forschenden einen eindeutigen Identifikator (eine ORCID iD) sowie einen Mechanismus zur Verknüpfung der ID mit den eigenen Forschungsergebnissen und -aktivitäten. Die ORCID iD ist ein (alpha-)numerischer 16-stelliger Code, der von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern selbst gepflegt und aktualisiert wird.
Ein Beispiel: orcid.org/0000-0002-2775-6751
Wozu brauche ich eine ORCID iD?
ORCID ist in viele Systeme integriert, die von Verlagen, Forschungsförderern, Institutionen und anderen forschungsnahen Diensten genutzt werden. Falls Sie einen Antrag im Förderprogramm Horizon 2020 stellen wollen oder einen Artikel veröffentlichen möchten, werden Sie häufig nach ihrer ORCID iD gefragt.
Welche Vorteile bietet mir ORCID?
Eine ORCID ist kostenlos, in ca. 30 Sekunden erstellt und hält länger als eine E-Mail-Adresse. Egal ob Sie ihre Heimatinstitution oder ihren Namen ändern – die ORCID bleibt unverändert. Eine ORCID beschleunigt den Publikationsprozess, da Standardinformationen über die ORCID iD automatisch übernommen werden können. Darüber hinaus stellt eine ORCID iD sicher, dass ihnen ihre Forschungsergebnisse und -aktivitäten korrekt und automatisiert zugeordnet werden können. Nicht nur Sie selbst sondern vor allem andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können somit leicht einen Einblick in ihre Forschungstätigkeiten erhalten.
Wie kommen meine Publikationen in mein ORCID-Profil?
ORCID bietet eine Vielzahl an Datenquellen an, um Werke automatisiert in das ORCID-Profil zu übernehmen. Sie können beispielsweise über BASE, Scopus und Europe PubMed Central nach ihren Werken suchen. Des Weiteren kann man über eine ISSN oder DOI nach eigenen Werken suchen. Wenn Sie eine Publikation übernehmen möchten, haben Sie bei jedem Eintrag die Wahl diesen nur privat, für bestimmte Institutionen oder für die Öffentlichkeit frei zu schalten. So können Sie ihr Profil flexibel gestalten.
Wie bekomme ich eine ORCID iD?
Wenn Sie eine ORCID iD registrieren möchten, können Sie sich auf der ORCID Webseite anmelden. Für die Registrierung sind nur ihr Name und eine E-Mail-Adresse notwendig.
Die Idee einer Offenen Wissenschaft umfasst mehr als Open-Access-Publikationen von Forschungsergebnissen in Form von Zeitschriftenartikeln, Sammelbandbeiträgen oder Monografien. Mittlerweile gehören auch die Zugänglichmachung und Verfügbarhaltung von Forschungsdaten dazu.
Zahlreiche hochschuleigene Publikationsserver bzw. Repositorien bieten bereits die grundsätzliche Möglichkeit an, Forschungsdaten zitierfähig und nachnutzbar zu veröffentlichen. Es bleibt jedoch als Herausforderung, dass etwa Prozesse der Qualitätssicherung oder der Workflows noch nicht standardisiert sind.
Viele Forschende sind unsicher in welchem Umfang, in welcher Bearbeitungsstufe, in welchen Formaten oder unter welchen Lizenzbedingungen ihre Forschungsdaten veröffentlicht und archiviert werden sollten. Auf der anderen Seite stehen Infrastruktureinrichtungen wie Universitätsbibliotheken und Rechenzentren vor der Aufgabe, die große Heterogenität von Forschungsdaten und die jeweiligen fachspezifischen Besonderheiten zu berücksichtigen.
Da auch der edoc Publikationsserver der Humboldt-Universität zu Berlin die FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, Re-usable) einer offenen Wissenschaft unterstützen und entsprechende Dienste aufbauen möchte, erschien es naheliegend, die Veröffentlichung von Forschungsdaten zunächst an einem typischen Anwendungsfall zu erproben.
Diesem Zweck widmet sich das laufende DFG-Projekt “Elektronische Dissertationen Plus” (eDissPlus). In ihm geht es um ein integriertes Angebot zur Veröffentlichung und Archivierung von Forschungsdaten geht, die im Rahmen von Promotionsprojekten entstanden sind.
Dissertationsbegleitende Forschungsdaten zeichnen sich einerseits durch eine klar begrenzte Kontextzugehörigkeit aus und andererseits durch eine vergleichsweise hohe wissenschaftliche Relevanz und Qualität. Zudem besteht für Dissertationen ein gesetzlicher Sammelauftrag der Deutschen Nationalbibliothek (DNB), der auch die zugehörigen Forschungsdaten mit einschließt, wenn diese für das Verständnis der dargestellten Forschung unverzichtbar sind. Gemeinsam mit der DNB als Projektpartner von eDissPlus wird daher das Pflichtabgabeverfahren für Dissertationen an die DNB um eine Lösung für Forschungsdaten erweitert, an der sich im Sinne eines Prototyps auch andere Hochschulen orientieren können.
Die im Rahmen einer Anfordungsanalyse durchgeführten Interviews mit Promovierenden, Post-Docs und Gutachtern an Berliner Universitäten offenbarten allerdings auch Barrieren, die einer Veröffentlichung von Forschungsdaten entgegenstehen können. So ergab die Auswertung der Interviews beispielsweise folgende Einblicke in die Sicht der Forschenden:
- Das Thema “Forschungsdaten” ist eher randständig in Wissenschaftspraxis.
- Es gibt kaum erkennbare verbindliche Rahmenbedingungen für das Forschungsdatenmanagement (z.B. in Promotionsordnungen).
- Teilweise gibt es zu Dissertationen eine sehr hohe Anzahl an einzelnen unterschiedlichen Forschungsdaten (z.B. Quellenmaterialien).
- Das Forschungsdatenmanagement wird derzeit höher priorisiert als die Forschungsdatenpublikation.
- In datenintensiven Disziplinen wird der Umgang mit Forschungsdaten meist fachintern und nicht über die externe Wissenschaftsinfrastruktur geregelt.
- Besonders für Bereiche der qualitativen empirischen Sozialforschung zeichnet sich ein hoher Beratungsbedarf ab (z.B. rechtliche Aspekte).
- Ob Forschungsdaten veröffentlicht werden, ist stark abhängig von der individuellen Motivation (z.B. auf Grund von Mehraufwand und mangelnder Kreditierung)
- Die zum Verständnis und zur Nachnutzung von Forschungsdaten notwendige Dokumentation ist kaum standardisiert und sehr fachspezifisch.
- Oft wird eine Forschungsdatenpublikation zeitlich unabhängig von der Dissertationsschrift gewünscht.
- Viele Forschende möchten eine mögliche Weitergabe ihrer Forschungsdaten selbst kontrollieren, was die Idee von Open Research Data erheblich einschränken würde.
Aus dieser Perspektive wird vielleicht verständlicher, warum der Übergang zu einer offenen Wissenschaft, in der auch Forschungsdaten offen und frei zugänglich sind, ein längerer Prozess ist. Hierbei kommt Universitätsbibliotheken und Betreiber von Repositorien vor allem die Aufgabe zu technische und organisatorische Angebote zu schaffen, Beratungs- und Vermittlungsdienstleistungen zu etablieren sowie Best-Practice-Beispiele zu präsentieren.



