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Das Universitätsarchiv mitten im Umzug

Seit einigen Wochen rollen die Akten des Universitätsarchivs nach Adlershof. Etwa die Hälfte der 9 laufenden Kilometer Akten hat ihren künftigen Standort bereits erreicht. Bald wird die gesamte 200jährige Geschichte der Humboldt-Universität zu Berlin in ihrem neuen Domizil in der Wagner-Régeny-Str. 81 dem Publikum wieder zugänglich sein.

In der ersten Phase des Umzugs bot sich dem Archivteam die Gelegenheit, physisch verstreute Bestände in eine kohärente chronologische Ordnung zu bringen und zusammenzuführen. Der Geschichte der Universität folgend ergeben sich für das Archivmaterial historische Zäsuren, die als Grundlage der Ordnung dienen: 1945, 1969, 1991, 2013 – und nachfolgend. Dieser Ordnung werden wir nun in den Magazinen am neuen Standort in Adlershof gerecht. Eine solche Integration der Bestände ist im Archivalltag kaum möglich. Für gewöhnlich können wir den Zuwachs einzelner Aktenbestände nicht antizipieren – und so werden Teile und Teilchen der Bestände nicht selten dort deponiert, wo noch Platz ist. Der Umzug bietet daher eine nahezu einmalige Gelegenheit der genauen Sichtung und Ordnung des uns anvertrauten historischen Materials. Das wird unseren künftigen Arbeitsalltag erleichtern, sowohl beim Ausheben und Reponieren als auch beim Verzeichnen der einzelnen Dokumente.

Das Sortieren und Verpacken in Archivkartons, die Vorbereitung der Reihenfolge des Umzugs haben viel Zeit in Anspruch genommen, doch die Zeit war sehr gut investiert. Nicht nur den Schutz der Bestände konnten wir dadurch verbessern, sondern auch einen reibungslosen, schnellen Umzug ermöglichen.

Diese zweite, längere Umzugsphase – die Überführung des Archivmaterials nach Adlershof – wird noch einige Wochen dauern, da wir nicht nur Archivgut, sondern auch Archivregale nach Adlershof mitnehmen. Dies kann nur zeitversetzt erfolgen, verläuft aber bisher ohne große und auch ohne kleine Katastrophen. Gewiss wird die Wiedereröffnung der Archivräume für Benutzer dadurch erleichtert und beschleunigt.

In der letzten Augustwoche wird auch das Archivteam in die neuen Büros einziehen und seinen Service für Forschung und Verwaltung wieder aufnehmen.

Einen ersten Einblick in das Umzugsgeschehen und die neuen Räume in Adlershof können Sie hier bekommen:

5. Juli 2016 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | 3 Kommentare »
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ALMA kommt – langsam, aber sicher!

Achtung – hierzu gibt es Neuigkeiten! ubsteigtum_logofinal

Als Nutzerinnen und Nutzer unserer Bibliothek sollen Sie im Allgemeinen möglichst wenig von betrieblichen Umbrüchen „hinter den Kulissen“ mitbekommen. Wir und Sie sind zufrieden, wenn Sie bei uns schnell und reibungslos die Informationen und Medien erhalten, die Sie benötigen, und wenn Sie unsere verschiedenen Standorte ohne Beeinträchtigungen nutzen können. Doch von größeren Veränderungen sind nicht nur wir, sondern auch Sie direkt betroffen. So hatten unsere Umzugsaktivitäten im vergangenen Jahr große Auswirkungen auf die Nutzung der UB. Das Grimm-Zentrum musste sogar für zwei Wochen schließen, und große Teile der Bestände konnten vorübergehend nicht genutzt werden. Dieses logistische Großprojekt haben wir 2015 erfolgreich und mit viel Verständnis von Ihrer Seite „über die Bühne gebracht“. Abgesehen davon, dass viele Zweigbibliotheken sich immer noch im Umzugsstress befinden, steht 2016/2017 ein weiteres Großprojekt an: Die Einführung des neuen Bibliothekssystems ALMA. Was ist ALMA? ALMA ist eine webbasierte Bibliothekssoftware, mit der wir alle Abläufe – von der Erwerbung über die Katalogisierung bis hin zur Ausleihverbuchung – effizient verwalten können. Wir wechseln zusammen mit den anderen drei großen Universitätsbibliotheken Berlins – der Technischen Universität, der Freien Universität sowie der Universität der Künste – zu ALMA und werden somit gemeinsam von standardisierten Arbeitsabläufen profitieren.

ALMA wird Ende September in Betrieb gehen. Was wir jetzt schon sagen können: Aufgrund der ALMA-Einführung wird es weder zu Schließtagen noch zu verkürzten Öffnungszeiten unserer Bibliotheken kommen. Doch ohne Einschränkungen wird der Systemwechsel nicht zu bewältigen sein: Die Servicezeiten an der Ausleihtheke im Grimm-Zentrum werden wir ab August voraussichtlich verkürzen müssen. Weiterhin ist im September mit Änderungen beim Aufgeben von Fernleihen zu rechnen. Selbstredend werden wir Sie immer rechtzeitig informieren, bevor es zu einschränkenden Maßnahmen kommt – hier im Blog, über unsere Displays im Foyer des Grimm-Zentrums, über Aufsteller und Aushänge in allen Zweigbibliotheken und auf unseren Social Media-Kanälen bei Facebook und Twitter. Wir bemühen uns, den Wechsel zu ALMA so zu planen und vorzubereiten, dass Sie als Nutzerinnen und Nutzer so wenig wie möglich dadurch beeinträchtigt werden.

Achtung – hierzu gibt es Neuigkeiten!

17. Juni 2016 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Alma

Lange Nacht der Wissenschaften 2016 – schön war’s!

Trockenes Wetter, nicht zu warm. Bei fast schon perfekten Rahmenbedingungen zog die 14. Lange Nacht der Wissenschaften wieder viele Besucher an. Auch das Erwin-Schrödinger-Zentrum gehörte wie immer zu den am häufigsten besuchten Häusern in Berlin.

Die Zweigbibliothek Naturwissenschaften konnte über 500 Besucher in ihren Führungen und Veranstaltungen begrüßen. Besonders die erstmalig durchgeführte Schnitzeljagd und der Vortrag über die Auslagerung von Bibliotheksbeständen im Zweiten Weltkrieg waren sehr nachgefragt. Die ebenfalls erstmalig angebotene Führung für Gehörlose und Hörgeschädigte bot allen Beteiligten intensive und anregende 90 Minuten, die – ebenso wie die „normalen“ Führungen – von vielen interessierten Nachfragen geprägt waren.

Bis zur nächsten Langen Nacht der Wissenschaften? Sie können sich den 24. Juni 2017 schon notieren!

17. Juni 2016 | Veröffentlicht von Anja Herwig | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Zweigbibliotheken

Lange Nacht der Wissenschaften – die Zweigbibliotheken Naturwissenschaften und Theologie sind dabei!

Am 11. Juni 2016 ist es wieder soweit: in ganz Berlin öffnen wieder wissenschaftliche Einrichtungen ihre TüreLNdW16 - Programm ZwB Naturwissenschaftenn und präsentieren von 17 bis 24 Uhr Spannendes, Kurioses und Wissenswertes aus allen Bereichen der Wissenschaften. Auch die Universitätsbibliothek der HU ist mit zwei Zweigbibliotheken vertreten.

Die Zweigbibliothek Naturwissenschaften in Adlershof ist wie jedes Jahr dabei: besondere Highlights werden dieses Jahr eine gedolmetschte Führung für Gehörlose und Hörgeschädigte, der Vortrag über ausgelagerte Bücher der UB im Zweiten Weltkrieg und die Schnitzeljagd für (Schul-)Kinder durch die Bibliothek sein.

Das gesamte Programm der Bibliothek (PDF): LNdW16 – Programm ZwB Naturwissenschaften

In der Zweigbibliothek Theologie erklingen Lifeberichte aus biblischer Zeit. Die BesucherInnen können hier eintauchen in die Welt biblischer Erzählungen, die in völlig ungewohnter Form vom „Radio Tyrus“ als Life-Reportagen zur Aufführung kommen.

Die Hörspiele stammen von einer Gruppe Journalisten um Manfred Voegele und wurden von 1973 bis 2003 für den SFB und später den RBB produziert.

Programm
18.00 Uhr – Jakob und Esau : Der gestohlene Vatersegen
19.30 Uhr – Johannes der Täufer – Tod eines Propheten
21.00 Uhr – Der Prozess gegen Jesus von Nazareth
Wir freuen uns auf Sie in Adlershof und in Mitte!

 

30. Mai 2016 | Veröffentlicht von Anja Herwig | 1 Kommentar »
Veröffentlicht unter Allgemein, Zweigbibliotheken

Lost in Dissertation? Von der Literaturverwaltung bis zur Publikation – Eine Vortragsreihe für Doktorandinnen und Doktoranden

Während der Promotionsphase stellen sich viele praktische Fragen, angefangen bei der Arbeitsorganisation während der Recherche- und Schreibphase bis hin zum entscheidenden abschließenden Schritt, der Publikation. Expertinnen und Experten der Berliner Universitätsbibliotheken und der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz präsentieren Ihnen eine Bandbreite an Themen rund um die Erstellung und Veröffentlichung Ihrer Doktorarbeit. So erhalten Sie einen kompakten Überblick über die wichtigsten Aspekte sowie weiterführende konkrete Informationen zu einzelnen Angeboten der Universitäten. Zum Auftakt gibt es eine Keynote von Prof. Reinhard Förtsch (Deutsches Archäologisches Institut) zu institutionellen Dateninfrastrukturen und deren Mehrwert für Promovierende und Publizierende.
Die einzelnen Themen werden in fünf voneinander unabhängigen Modulen präsentiert, so dass Sie je nach Interessenslage an allen oder nur ausgewählten Veranstaltungen teilnehmen können.

Die einzelnen Vorträge im Überblick:

  • Christian Mathieu, Armin Talke: Publish or Perish? Wissenschaftliches Publizieren für Promovierende
    15. Juni 2016, 14.30–17.00 Uhr
  • Dr. Reinhard Förtsch: Keynote: Dissertation als empfohlene Insellösung? Individualismus versus Infrastruktur
    15. Juni 2016, 18.00–20.00 Uhr
  • Dr. Georg Schelbert, Dr. Christian Mathieu, Armin Talke: Licht und Schatten: Bildrechte beim wissenschaftlichen Publizieren
    20. Juni 2016, 16.30–18.30 Uhr
  • Dagmar Schobert, Michaela Voigt: Open Access – freier Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Forschungsdaten und Software
    4. Juli 2016, 14.00–17.00 Uhr
  • Pamela Aust, Kerstin Helbig, Monika Kuberek: Forschungsdatenmanagement an der Humboldt Universität zu Berlin und der Technischen Universität Berlin
    7. Juli 2016, 15.00–17.00 Uhr
  • Anna-Katharina Huth, Dr. Ulrike Schenk: Master of Disaster? Strukturiert und effektiv arbeiten mit Literaturverwaltungsprogrammen
    11. Juli 2016, 12.00–14.00 Uhr

 

Die Teilnahme ist jeweils kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten unter http://sbb.berlin/promovierende. Dort finden Sie auch nähere Informationen zu den Einzelterminen, zum Veranstaltungsort sowie die Kontaktdaten des Veranstalters.

Die Vortragsreihe wird organisiert und veranstaltet vom Netzwerk Informationskompetenz Berlin-Brandenburg (NIK-BB).

Flyer zur Veranstaltungsreihe

20. Mai 2016 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
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Seltene Bücher aus dem Besitz der Brüder Grimm wiedergefunden

Bei den aufgetauchten Werken handelt sich um eine Ausgabe des satirischen Schelmenromans Simplicissimus von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (um 1622–1676) und die Unvorsichtige Heb-Amme (Leipzig 1715) von Johann Christoph Ettner (1654–1724)

In dieser Woche sind zwei seltene barocke Drucke aus dem Vorbesitz von Jacob und Wilhelm Grimm, welche seit 1945 als Verlust galten, an die Universitätsbibliothek zurückgekehrt. Sie gehören zu den kulturell wertvollen Beständen, die ab 1943 aus der Berliner Universität an Orte außerhalb Berlins verlagert wurden, um sie vor Bombenangriffen und Plünderungen in Sicherheit zu bringen. Etwa 20.000 Bände gingen jedoch nach Kriegsende verloren oder wurden zerstört.

Bei den aufgetauchten Werken handelt sich erstens um eine Ausgabe des satirischen Schelmenromans Simplicissimus von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (um 1622–1676), eines der erfolgreichsten Werke der Barockzeit überhaupt, in einer reich illustrierten Fassung von 1685.

Widmungsseite aus dem Simplicissimus/von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen mit Eigentumsstempel. Foto: Universitätsbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin, Historische Sammlungen: Yo 82101.
Widmungsseite aus dem Simplicissimus/von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen mit Eigentumsstempel. Foto: Yong-Mi Rauch, Universitätsbibliothek der Humboldt Universität zu Berlin, Historische Sammlungen: Yo 82101.

Das zweite Werk, die Unvorsichtige Heb-Amme (Leipzig 1715) ist ebenfalls eine Besonderheit, nämlich ein medizinischer Lehrroman des Dichter-Arztes Johann Christoph Ettner (1654–1724), der detaillierte Einblicke in die medizinische, insbesondere die gynäkologische Praxis seiner Zeit gewährt. Beide Exemplare tragen zahlreiche handschriftliche Anmerkungen ihrer Vorbesitzer

Pergamentbände wurden einem Münchener Auktionshaus angeboten

Die wegweisenden Gelehrten Jacob und Wilhelm Grimm waren kenntnisreiche Büchersammler, die in ihrer Privatbibliothek viele alte und seltene Ausgaben zusammentrugen. Dass sie auch intensiv mit ihren Büchern arbeiteten, zeigen die zahlreichen handschriftlichen Notizen und Vermerke, die oft direkt auf ihre Arbeitsvorhaben wie die Kinder- und Hausmärchen oder das Wörterbuch der deutschen Sprache hinweisen. Durch diese Arbeitsspuren ist die Grimm-Bibliothek eine wissenschaftliche Quelle ersten Ranges. 1865 wurde die Privatbibliothek vom Preußischen Staat erworben und zu großen Teilen der Berliner Universitätsbibliothek übergeben, wo heute noch über 6.000 Bände erhalten sind.

Über das Schicksal der beiden Grimm-Bücher seit ihrer Auslagerung in ein Salzbergwerk in Sachsen-Anhalt gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Offenbar wechselten die Pergamentbände aus dem späten 17. und frühen 18. Jh. mehrmals den Besitzer und wurden kürzlich einem Münchener Auktionshaus angeboten, welches die Universitätsbibliothek wegen eindeutiger Besitzkennzeichen wie Bibliothekssignatur und Eigentumsstempel kontaktierte.

Frühere Kriegsverluste aus öffentlichem Besitz erscheinen immer wieder im Antiquariatshandel. Aufgrund der rechtlichen Verjährungsfristen ist die Rückgabe häufig umstritten und erfordert umfassende Verhandlungen, die in diesem Fall zu einer Einigung führten.

Pressebilder

Für Ihre Berichterstattung stellen wir Ihnen zwei Bilder zum kostenfreien Download zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass der Abdruck dieser Bilder lediglich im Rahmen der aktuellen Berichterstattung und unter vollständiger Angabe des Copyrights gestattet ist.

Weitere Informationen

Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin

Wer waren Jacob und Wilhelm Grimm? – Wissenschaftler als Namensgeber des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum

Offizielle Pressemitteilung der HU

Kontakt

Dr. Yong-Mi Rauch
Humboldt-Universität zu Berlin
Leiterin der Historischen Sammlungen

Tel.: 030 2093-99280
yong-mi.rauch@ub.hu-berlin.de

Miteinander im Foyer

In vielerlei Hinsicht profitieren unsere Nutzerinnen und Nutzer von der Offenheit der Universitätsbibliothek: Unsere Einrichtungen sind ohne Nutzerausweis für jeden frei zugänglich. Allein im Grimm-Zentrum bieten wir mit ca. 2 Mio. Bänden einen Großteil der Bestände im Freihandbereich zum Direktzugriff an – dies ist der deutschlandweit größte Freihandbestand einer Universitätsbibliothek. Alle Personen, die älter als 16 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz in Deutschland haben, können sich bei uns einen Nutzerausweis ausstellen lassen. Und diese Offenheit kommt an: Mit täglich etwa 5.200 Nutzerinnen und Nutzern erfreut sich gerade das Grimm-Zentrum mit seiner zentralen Lage großer Beliebtheit. Das Foyer ist ein begehrter Treffpunkt, um sich auszutauschen und um neue Energie für das konzentrierte wissenschaftliche Arbeiten zu tanken. Es ist ein Ort, der die Vielfalt unserer Universität auf kleinem Raum widerspiegelt. Daher ist uns daran gelegen, dass bereits im Foyer eine angenehme Atmosphäre herrscht, in der sich niemand durch Müll, Gerüche oder Übergriffe anderer belästigt fühlt. Wir wollen, dass keiner durch sein Verhalten andere Nutzerinnen und Nutzer oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beeinträchtigt. So steht es auch in unserer Hausordnung.

Bedauerlicherweise hat es in der Vergangenheit wiederholt Verstöße gegen die Hausordnung gegeben: Im Foyer, vor allem auf den Kuben, wurde Alkohol konsumiert, geraucht und Mobiliar so verunreinigt, dass es nicht mehr zu gebrauchen ist. Leider mussten wir die betreffenden Personen des Foyers verweisen. Diese haben sich jedoch nicht an den Hausverweis gehalten und das Gebäude erneut betreten. Da es dem Wachschutz aus personellen Gründen nicht möglich ist, alle Eingänge und die Kuben auf einmal im Blick zu behalten, mussten wir die Seiteneingänge sowie die Kuben sperren.

Wir finden es schade, dass wir zu diesen einschränkenden Maßnahmen greifen müssen. Unseren Nutzerinnen und Nutzern gegenüber sehen wir uns aber in der Pflicht, gegen Vandalismus und Belästigungen vorzugehen und eine ungestörte Nutzung der Bibliothek zu gewährleisten. Wir sind uns dessen bewusst, dass die Einschränkungen dem offenen Geist des Hauses widersprechen. Langfristig sind bauliche Veränderungen im Foyer geplant, die den genannten Missständen entgegen wirken. Wir wollen, dass Sie sich bei uns wohl fühlen und das Grimm-Zentrum ein sicherer und angenehmer Aufenthaltsort für alle Nutzerinnen und Nutzer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist.

Auf ein gutes Miteinander im Foyer!

Ihre Universitätsbibliothek

23. März 2016 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | 2 Kommentare »

Das Digitalisierungsprojekt „VD 18“ startete am 15. Februar 2016

Die Universitätsbibliothek wird bis Oktober 2017 achthundert Drucke des 18. Jahrhunderts katalogisieren und digitalisieren. Diese Arbeit ist ein Beitrag zum „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts (VD18) und zur retrospektiven Nationalbibliographie in Deutschland.

Die drey Schwestern, eine Geschichte von vielen Abentheuern und Bezauberungen, auch deren Loesung durch Reinald genannt das Wunderkind.
Die drey Schwestern, eine Geschichte von vielen Abentheuern und Bezauberungen, auch deren Loesung durch Reinald genannt das Wunderkind. Foto: Yong-Mi Rauch
Das Portal VD 18 wird kooperativ von 20 wissenschaftlichen Bibliotheken aufgebaut und mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Bearbeitet werden an der UB der HU seltene, häufig in Deutschland nur noch einmalig vorhandene Titel über ein breites Fächerspektrum hinweg. Stark vertreten sind die Schöne Literatur, die Medizingeschichte sowie die Naturwissenschaften.

Die Digitalisate sind für jeden frei im Internet zugänglich. In Kürze können die ersten VD18-Titel der UB auf unserem Server www.digi-hub.de und über das VD18-Portal eingesehen werden.

Projektleitung

Dr. Yong-Mi Rauch

Abteilung Historische Sammlungen

yong-mi.rauch@ub.hu-berlin.de

23. Februar 2016 | Veröffentlicht von Dr. Ulrike Schenk | Kein Kommentar »
Veröffentlicht unter Historische Sammlungen

„Ihr Medium liegt für Sie zur Abholung bereit…“ – Ab 1. März 2016 versendet die UB Bereitstellungsschreiben nur noch per E-Mail

Ist das Buch, für das Sie sich interessieren, gerade verliehen? Kein Problem, Sie können kostenfrei eine Vormerkung auf dieses Buch setzen. Wir informieren Sie zukünftig aber nur noch per E-Mail, wenn das Buch zurück kommt und für Sie bereitgestellt wurde. Bitte achten Sie darauf, uns stets Ihre aktuelle E-Mail-Adresse anzugeben. Denn:

Ab 1. März 2016 versenden wir keine Bereitstellungsschreiben* mehr auf dem Postweg, sondern ausschließlich per E-MaBlogil.

 

Ihre aktuelle E-Mail-Adresse können Sie selbst eintragen, ändern oder löschen in Ihrem Benutzerkonto unter: Mein Konto -> Einstellungen -> E-Mail-Adresse/Passwort ändern

 

Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse dort angeben, erhalten Sie automatisch Erinnerungsmails für die Abgabe der von Ihnen entliehenen Medien wenige Tage vor Fristablauf (ohne Gewähr). Auch andere Benachrichtigungen (z.B. über eingetroffene Fernleihen, 1. und 2. Mahnungen oder Ablauf der Gültigkeit des Benutzerkontos) erhalten Sie dann per E-Mail.

 

Wichtig für Studierende der HU: Ihre aktuellen E-Mail-Adress-Daten werden vom Immatrikulationsbüro nicht automatisch an uns weitergegeben. Bitte tragen Sie daher Ihre E-Mail-Adresse selbständig im Benutzerkonto ein. Vielen Dank!

 

*Gilt nicht für Bereitstellungsschreiben von Fernleihmedien und Kopienbestellungen.
Diese werden weiterhin, wenn keine E-Mail-Adresse angegeben wurde, auf dem Postwege versendet.

8. Februar 2016 | Veröffentlicht von Birgit Stumm | Kein Kommentar »
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Aus SSG Volks- und Völkerkunde wird FID Sozial- und Kulturanthropologie: DFG bewilligt Fachinformationsdienst für die Jahre 2016-2018

Ein arbeitsames Jahr wurde zum Jahresende belohnt: Kurz vor Weihnachten kam die Nachricht, dass die DFG den vom Sondersammelgebiet Volks- und Völkerkunde im Mai 2015 gestellten Antrag auf einen Fachinformationsdienst (FID) bewilligt hatte! Dieser FID wurde von der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin (UB der HU) in enger Abstimmung mit seinem wissenschaftlichen Beirat und den ethnologischen Fachgesellschaften erarbeitet. Er tritt die Nachfolge des seit 1998 an der UB der HU verorteten Sondersammelgebiets Volks- und Völkerkunde (SSG) an. Nachdem es dessen Hauptaufgabe war, umfassend ausländische Fachliteratur für die ethnologischen Fächer anzuschaffen, zu erschließen und per Fernleihe bereitzustellen, treten im FID neue Aufgaben hinzu und der Bestandsaufbau erhält neue Akzentuierungen: Neben einer Zuspitzung des Erwerbungsprofils ist es vor allem der Versuch elektronische Ressourcen – auch lizenzpflichtige Angebote! – deutschlandweit für den Direktzugriff der Wissenschaft bereitzustellen.

EVIFA, die virtuelle Fachbibliothek Ethnologie, wird als zentrales Recherche- und Zugriffsportal aufrechterhalten, soll aber einer deutlichen Modernisierung und Erweiterung unterzogen werden. Völlig neu im Portfolio des FID Sozial- und Kulturanthropologie ist die Antragssäule „Forschungsdatenmanagement“, bei der das wichtige Thema erstmalig für die Ethnologie mit vielen Partnerinstitutionen ausgelotet und mögliche Workflows erprobt werden sollen. Nach drei Jahren sollen dann Weichenstellungen oder gar erste Prototypen für eine fachliche Infrastruktur auf dem Gebiet gestellt bzw. entwickelt sein. Begleitet werden diese Bemühungen durch jährliche Workshops mit den Partnern. Aber auch die bereits im SSG etablierten Netzwerkbemühungen im deutschsprachigen Fachreferent_innenkreis sollen durch jährliche Fortbildungsveranstaltungen intensiviert werden. Der bewährte wissenschaftliche Beirat bleibt bestehen und begleitet den FID durch die Projektlaufzeit. So hofft die UB der HU, nach drei Jahren viele Ergebnisse erzielt zu haben, aber auch Anstöße für die nächste Projektlaufzeit zu gewinnen. Ansprechpartner ist der Fachreferent für Ethnologie, Matthias Harbeck.

Eine erste Arbeitssitzung aller bewilligten FIDs nach Abschluss der drei Antragsrunden wird vom FID Sozial- und Kulturanthropologie am 3. Februar im Grimm-Zentrum organisiert.

Das Sondersammelgebiet verabschiedet sich mit einem letzten Jahresbericht, der in den kommenden Monaten erstellt wird, in den Ruhestand und dankt allen Beteiligten für Ihre Mit- und/oder Zuarbeit und allen Nutznießenden für ihr Interesse! Der FID Sozial- und Kulturanthropologie freut sich auf die beginnende Zusammenarbeit und dankt allen Mitwirkenden für ihren Anteil am Gelingen des Antrags!

(Weitere Informationen zum aktuellen Stand des FID-Programms finden Sie in einer DFG-Pressemitteilung.)