Archiv für Kategorie Veranstaltungen

Materialität, Digitalität und die Frage nach dem Status des Dokuments

Eine Notiz von Ben Kaden (@bkaden)

Über Twitter verbreitet sich momentan der Call for Papers eines Symposiums des Digital Humanities Incubator (DHI) der School of Culture and Communication, University of Melbourne mit dem Titel „Digital Densities: examining relations between material cultures and digital data“. Der Themenkomplex klingt für die Auseinandersetzung mit den Fragen zukünftiger Publikationsformen in den Geisteswissenschaften augenblicklich hoch interessant. Der Veranstaltungsort ist jedoch eben Melbourne und die damit verbundenen Reisekosten verhindern leider eine teilnehmende Beobachtung. Einen Hinweis darauf wollen wir dennoch hier hinterlassen.

Die Beschreibung zum Call verweist auf einen Aspekt, den die Digitalisierung der Kommunikationsstrukturen und, wenn man so will, die digitale Laboratorisierung bestimmter Teile geisteswissenschaftlicher Forschung fast im Sinne eines neuen Gegenstandsbewusstseins nach sich ziehen. Das Digitale führt in (oder erzwingt sogar) eine Neubewertung des Materialen, schließt einen bereits an sich gegebenen „Material Turn“ an, bei dem die Vielfalt der Relationen zwischen einem Objekt in der Vielfalt seiner Bedeutungs- und Interpretationsgehalte, sozialer Funktionen und eben der materialen Beschaffenheit in den Mittelpunkt rückt. Diese Frage nach dem materiellen Status digitaler Objekte (und damit buchstäblich ihrer Gegenständlichkeit) ist nun auch der Ausgangspunkt des Symposiums:

„The ‘material turn’ in Humanities research has seen a celebration of the physicality of things and a revaluing of the weight of experience, including in the case of digital data.”

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Digital Humanities und buchhistorische Forschung. Zu einem Tagungsbericht

Ende September 2014 gab es in an der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel eine Veranstaltung zu der Beziehung zwischen der Buchwissenschaft und den Digital Humanities. In H/SOZ/KULT erschien nun eine Zusammenfassung von Nikolaus Weichselbaumer mit Ergebnissen der Veranstaltung.

Aus Sicht von Fu-PusH ist besonders relevant, wie datenbasiert sich diese Art von Forschung darstellt. Inwieweit die klassische und auf der Forschung mit den Daten entstehende Publikation in Beziehung zu den Methoden der digitalen Geisteswissenschaften diskutiert wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor, so dass die Vermutung naheliegt, dass die Frage des eigentlichen Publizierens in der derzeitigen Diskussion zumindest keine vordringliche Rolle spielt.

Man kann freilich genauso vermuten, dass der Publikationsschritt in einer derartig datenorientierten Wissenschaftspraxis in einer neuen und dauerhaften Visualisierungsform aufgeht. Ein Beispiel wäre der Atlas of Early Printing (http://atlas.lib.uiowa.edu/) der University of Iowa Libraries, den Gregory J. Prickman in Wolfenbüttel präsentierte. An ihm wird einerseits erahnbar, wie sich Forschungsnarrative in einer dynamischeren Variante abbilden lassen und andererseits deutlich, wie sehr sich die Infrastruktur- bzw. Forschungsdatenanbieter, also beispielsweise Bibliotheken, im Kontext der Digital Humanities zu direkten Forschungspartnern entwickeln (können).

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DTA / CLARIN-D-Konferenz

Berlin , 17. bis 18. November 2014
Die zweite gemeinsame Konferenz vom Deutschen Textarchiv (DTA) und Common Language Resources and Technology Infrastructure Deutschland (CLARIN-D) findet zum Thema „Textkorpora in Infrastrukturen für die Geistes- und Sozialwissenschaften“ statt.

Veranstaltungsort:

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstr. 22/23, Berlin | Einsteinsaal

Zum Konferenz-Programm.

6. November 2014 | Veröffentlicht von Michael Kleineberg | Kein Kommentar »
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Generation Open (Access). Eine Unkonferenz zur OA-Week 2014

Ein Kurzbericht von Ben Kaden (@bkaden)

Ein Vorteil des Lebens in Berlins ist, dass man auch für relativ spezielle Leidenschaften an einem eher tristen Mittwochabend im Oktober einen attraktiven Anlaufpunkt findet. Wer sich zum Beispiel für Open Access interessiert, möglicherweise begeistert und möglicherweise sogar so weit geht, sich das Label „Generation Open“ anheften zu wollen, konnte gestern am Bebelplatz im Alexander Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) etwas erleben, was man vielleicht als die Salon-Variante der Open-Access-Kultur bezeichnen kann. Das Start-Up ScienceOpen, das sich schon eine Weile mit regelmäßigen Roundtable-Veranstaltungen darum bemüht, ein Format des zwanglosen und zugleich zielgerichteten Austauschs zu Fragen der wissenschaftlichen Kommunikation und den Umbrüchen im wissenschaftlichen Publikationswesen zu etablieren, lud, unterstützt von De Gruyter Open und LabFolder und eingebettet in die Open-Access-Week 2014, zu einer Unkonferenz unter dem hashbetaggten Motto #OpenAccess – it’s up to all of us.

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23. Oktober 2014 | Veröffentlicht von Ben Kaden | Kein Kommentar »
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Podiumsdiskussion „Ist das Buch von gestern und das E-Book von morgen?“

Berlin, 20. November 2014
Computer und Internet haben die Arbeits- und Kooperationsformen in Forschung, Lehre und Studium signifikant verändert. Dieser Wandel wirkt sich auch auf das wissenschaftliche Publizieren aus und eröffnet neue Möglichkeiten der Kommunikation und Verbreitung von Wissen. Die Transformation vom Analogen zum Digitalen stellt zahlreiche Fragen an die Generierung, Publikation und Rezeption von Wissen, die mit den daran beteiligten Akteuren zu diskutieren sind.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

  • Prof. Dr. Horst Bredekamp, HU Berlin
  • Prof. Dr. Andreas Degkwitz, HU Berlin
  • Prof. Dr. Gerd Graßhoff, HU Berlin
  • Prof. Dr. Michael Seadle, HU Berlin
  • Prof. Dr. Günter M. Ziegler, FU Berlin.

 

Veranstaltungsort:

Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin | Geschwister-Scholl-Straße 1-3 | Auditorium | 10117 Berlin

Veranstaltet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg e. V. in Kooperation mit dem Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin

Beginn der Veranstaltung: 19 Uhr | Eintritt frei

20. Oktober 2014 | Veröffentlicht von Michael Kleineberg | Kein Kommentar »
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Internationale Konferenz „The Post-Digital Scholar“

Lüneburg, 12. bis 14. November 2014
An der Leuphana Universität Lüneburg findet die internationale Konferenz „The Post-Digital Scholar“ statt, die sich dem akademischen Publizieren im digitalen Zeitalter widmet.
 
Ben Kaden diskutiert in der Berliner Gazette den Begriff „Post-Digital-Scholarship“.

20. Oktober 2014 | Veröffentlicht von Michael Kleineberg | 1 Kommentar »
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