Alexandra Danilkina und Daniel Koschmieder
Computer- und Medienservice, Anwendungen für Lehre, Forschung und Administration
Sabine Neumann
Computer- und Medienservice, Organisation und Projekte
IT-Asset-Management (ITAM) spielt eine zentrale Rolle im IT-Service-Management. Es ist eng mit anderen ITIL-Praktiken (Information Technology Infrastructure Library) verzahnt. Für die Einführung eines zentralen ITAM wurde ein CMS-Workshop durchgeführt, in dem erste Asset-Bestände, -Abhängigkeiten und Datenpflege-Abläufe aufgenommen und vorhandene Tools ermittelt wurden. Ziel war weiterhin, die Bedeutung eines zentralen ITAM für Transparenz und Geschäftsorientierung aufzuzeigen und das Bewusstsein dafür zu stärken. Weiterhin wird im CMS im Rahmen des eigens dafür aufgesetzten Projektes „GLPI-Einführung“ eine Aufnahme der Assets für die Befüllung des neuen Tools GLPI durchgeführt.
Was sind eigentlich Assets? Darunter fallen, kurz gesagt, alle Vermögenswerte, die zur Leistungserbringung benötigt werden. Sie umfassen also sowohl Ressourcen wie Software- oder Hardware-Assets als auch alle Fähigkeiten, wie Prozesse und Erfahrungswerte, die dafür sorgen, dass die Ressourcen nutzbar gemacht werden können. Alle Assets unterliegen jeweils ihren eigenen Lebenszyklen (Planung, Beschaffung, Betrieb, Außerbetrieb). Sie müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass wir bei Änderungen unserer Struktur handlungsfähig bleiben. Daher steht ITAM im Kontext aller anderen 34 Praktiken des ITIL-Frameworks. Für dessen Integration und Zentralisierung braucht es Antworten auf zahlreiche Fragestellungen. Dabei sind für das gelun-gene Zusammenwirken von Praktiken einige Inhalte in Verbindung mit ITAM priorisiert zu erfassen, u.a.
- IT-Sicherheit bzw. Information Security Management
- Architecture Management
- Knowledge Management
- Workforce and Talent Management
- Portfolio- & Service Catalogue Management
- Problem Management
- Incident Management
Vorteile eines zentralen ITAM
Konsistente Datenbasis:
Redundanzen werden eliminiert, Assettypen-Infos vereinheitlicht, Validierungsregeln sorgen für dauerhaft hohe Datenqualität.
Gesamtüberblick über die IT-Infrastruktur:
Durch konsolidierte Daten, Abhängigkeiten und Lebenszyklus-Informationen entsteht eine übergreifende Transparenz sowohl für Planung, Beschaffung und Betrieb als auch IT-Sicherheit und Datenschutz-Aspekte.
Zentrale Koordination aller Stakeholder:innenanforderungen:
Informationen werden ganzheitlich für alle Notwendigkeiten der Geschäftsprozesse zentral abgebildet. Dadurch werden deren Anforderungen deutlich transparenter als in mehreren parallelen Prozessen.
Zukunftssichere Skalierbarkeit:
Es ermöglicht, dass neue Geschäftsanforderungen, neue Daten-Validierung, neue Regeln, Reporting oder Analysen lediglich einmalig umgesetzt werden müssen.
Data Governance durch konsistentes Reporting:
In verteilten ITAM-Systemen können Daten nur in ihren Silos aggregiert werden, was mehrfache, fehleranfällige Anpassungen bedingt. Eine zentralisierte Datenaggregation unterstützt dagegen Data-Governance-Bestrebungen und vermindert Mehraufwand an vielen Stellen.
Mit dem anstehenden Pilotbetrieb von GLPI werden wir diesen Vorteilen eines zentralen ITAM näherkommen. Im Projekt designen wir die Toolkonfiguration mittels strukturierter Prüfung gängiger Quality Gates zu IT-Sicherheit, Datenschutz usw., um eine solide Basis für darauf aufbauende Abläufe zu schaffen.
